Sandhofer hat geschrieben:Abgesehen davon, was wäre daran so schlimm? Oder zumindest schlimmer, als wenn's ein deutscher Privater in die Hände bekäme? Man erkläre mir das sorgfältig und bedenke dabei, dass ich kein Deutscher bin ... bzw. nur zu 3/8 ...
Wenn digitale Sicherungen des Nachlasses der May-Philologie zur Verfügung stehen, wäre es mir sozusagen ziemlich wurscht, wo die Originale sich aufhalten, ob in Dresden, München oder Berlin, ob in Spelle, Beesten oder Genua. Im übrigen ist mir als Sammler bewusst - und das mag den in dieser Hinsicht Unbeleckten durchaus mal gestanden werden -, dass man eine Sammlung nicht besitzt, sondern von ihr bessen wird. Von daher möchte ich den Nachlass nicht geschenkt haben. Der damit verbundenen Verantwortung könnte ich gar nicht gerecht werden.
(( Für bibliografisch auswertbare Geschäftspost hingegen hätte ich sehr wohl Verwendung. Manch eine Publikation ließe sich daraus erarbeiten ))
AbuKital hat geschrieben:Ich habe nur etwas gegen eine Zersplitterung und ich weiß eben definitiv noch von ihm, daß Roland Schmid das auch nicht gewollt hätte...
Das wird nun schon zum wiederholten Male geäußert. I don't wanna rain on your parade, but ...
Es mag stimmen, dass Roland Schmid den Nachlass zusammenhalten wollte, aber
- das bedeutete immer eine Sekretierung für ihn allein. Zugriff für Dritte hat und hätte es nicht gegeben. Da ist Lothar Schmid doch ganz anders (siehe Chronik, siehe Briefbände)
- er trug selbst zur Zersplitterung bei (wenn auch möglicherweise unbeabsichtigt), denn die im Fehsenfeld-Reprint faksimilierten Handschriften Mays und sonstigen Dokumente sind nicht mehr da. Er mag sich das Material zur Arbeit mit nach Hause genommen haben. Aber diese Arbeit war 1984 abgeschlossen, und in den darauffolgenden sechs Jahren bis zu seinem Ableben haben die Archivalien ihren angestammten Platz nicht wiedergefunden und sind heute verschollen. Sie standen daher auch für Chronik und Briefband nicht zur Verfügung.