Hallo Herr Rafalzik,
zunächst einmal ein ganz großes Kompliment für die Veröffentlichung dieser tollen und lange nicht mehr gesehenen Serie auf DVD.
Dabei ist an sich wirklich alles an dieser Geschichte allererste Sahne, die Geschichte um den Text des Booklets glaube ich Ihnen unbesehen. Das sind wohl so die kleinen "Freuden", mit denen man bei Veröffentlichung eines solchen Projekts zu kämpfen hat.
Was das Interview mit Herrn Vogler betrifft (der Einwurf mit der Schülerzeitung war von mir), so wirken sie da schon etwas sehr... naja.... unterwürfig. Möglicherweise hängt das mit dem Filmschnitt zusammen, mag sein. Etwas weniger Respekt und etwas mehr Augenhöhe wäre da schöner gewesen. Das bezieht sich auch auf die Art der Fragen.
Aber ich persönlich freue mich, daß es dieses Interview überhaupt gibt, enthält es doch einige interessante Zusatzinfos. Und die Herrn Vogler entlockt zu haben, das ist schließlich Ihr Verdienst.
Bitte grämen Sie sich nicht über meine Kritik. Ich habe selbst einen kreativen Beruf, und weiß wie schwer es manchmal ist, Kritik einzustecken, wenn man doch selbst wirklich alles gegeben hat, und weiß, das das nicht gerade wenig ist.
Eine Frage hätte ich noch, die Gelegenheit ist günstig...
Wie sind sie eigentlich auf die witzige Idee mit den versteckten "Ostereiern" gekommen?
Nochmals vielen Dank und alles Gute!
Ulrich Mayer
hatari hat geschrieben:Der hier angesprochene "arme" Mann bin ich und heiße Arild Rafalzik. Aus alter Erfahrung heraus weiß ich, daß eine Richtigstellung nur Nachteile mit sich bringt. Da meinerseits aber zwei Jahre Arbeit in dieser DVD-Produktion stecken, möchte ich doch einige klärende Worte schreiben: Ich bin vom Endergebnis noch mehr enttäuscht als meine Kritiker.
Zu meinen Aufgaben gehörten die Vertragsverhandlungen bzw. auch die Auseinandersetzungen mit den teilweise völlig überzogenen Forderungen der Rechteinhaber. Hier ist zu erwähnen, daß Herr Vogler ein Musterbeispiel an Geduld ist, denn er wartete ebenfalls diese zwei Jahre auf den Gesamtabschluß. Bei Martin Böttcher freute mich besonders seine Zustimmung, eine komplett neue Soundtrack-CD (als Bonusmaterial) den DVDs beigeben zu dürfen. Für die CD und als präziser Korrekturleser, nahm ich Volker Rippe wieder mit ins Boot. Wir haben bei meinem Gesamttext (für beide Booklets) dann buchstäblich nächtelang die unterschiedlichsten Schreibweisen von Personen und Orten (in Bezug auf Romane und Filme) klargestellt und uns letztlich großenteils auf die Schreibweise der Romane festgelegt. "Hadschi Halef Omar" wurde in dem von uns endgültig gelieferten Text in abgekürzter Form "Halef", aber kein einziges Mal nur "Hadschi" genannt. Für alle Fehler im Text ist Herr Moritz Peters von Koch Media verantwortlich, der es fertig gebracht hat, eine eilig geschriebene und nicht freigegebene erste Fassung des Textes in Druck zu geben und bedauerlicherweise auch unser mehrmaliges Angebot, das druckreife Booklet nochmals Korrektur zu lesen, nicht in Anspruch genommen hat.
Letztlich noch kurz zu meinem Interview. Der Termin mit Herrn Vogler schob sich leider hinaus bis kurz vor Fertigstellung der gesamten DVD-Vorarbeiten, und der war dann zehn Stunden vor Antritt einer von mir geplanten Auslandsreise. Erwähnenswert ist hierbei noch, daß auf den "letzten Drücker" eine Palette von Trittbrettfahrern aus der Karl-May-Szene sich anbiederten mit Herrn Vogler ein Interview durchführen zu wollen. Verständlich, daß hier und anonym (und ohne richtige Begründung) solche Aussagen über mich stehen wie: "Jeder Schülerzeitungsredakteur, der solche Fragen stellt ..." (Welche Fragen hättet Ihr denn gestellt?).
Soviel zu diesen Vorwürfen.
Arild Rafalzik