Stimme mit dir größtenteils überein guenni.
Grundvoraussetzung für einen Karl May Film sind, das auf keinen Fall versucht wird die alten Filme zu kopieren. Das würde in die Hose gehen.
Das auf jeden Fall. Wäre keine gute Idee einen besseren Pierre Brice machen zu wollen, es kann nur einen geben. Es kommt sowieso, bevor der Film in die Kinos anläuft, der Vergleich mit dem neuen Winnetou, in diesem Fall Jay Tavare, zum alten Winnetou Pierre Brice auf (ich seh schon die Schlagzeile der Bild-Zeitung "Wer ist besser? - Der große Vergleich zwischen Pierre Brice und Jay Tavare." War ja jetzt auch vor kurzem zwischen den beiden Seewölfen Raimund Harmstorf und Sebastian Koch der Fall.). Jedenfalls diesen Vergleich hat Tavare jetzt schon verloren, er kann der Figur näher sein als Brice, das hätte nichts zu sagen. Die einzige Chance die man hat ist...
Ein neuer Erzählstiel; mit möglichst unbekannten Schauspielern in einer echten Landschaft.
Wie nahe an den Büchern? Das wird eine Aufgabe an der sind schon Produktionen haufenweise gescheitert. Nicht nur bei Karl May!
Wir Konsumenten der Bücher müssen aber wichtige Inhalte und Botschaften der Bücher in den Filmen wieder finden.
Zum Beispiel auch die Charakter , die Waffen, die Pferde, handelnde Personen und und und.
In einem anderen Forum war vor Tagen das Thema der neuen Verfilmung von "Der Seewolf" mit Sebastian Koch. Und da kam mir die Idee, man hätte vielleicht eine gute Chance daß ein Karl-May-Film mal wieder ein großer Erfolg werden könnte, wenn man ihn in der Art, oder wenigstens teilweise in der Art verfilmen würde, wie die alte Seewolf-Verfilmung mit Raimund Harmstorf. Bei der neuen mit Koch wurde zwar ausschließlich der Roman verfilmt, hat aber mit dem Roman nicht mehr viel zu tun, viel zuviel wurde hinzugedichtet. Bei der alten Verfilmung wurde zwar nicht nur "Der Seewolf" als Motiv verwendet (u.a. "Frisco Kid" und "König Alkohol"), aber das was verwendet wurde entspricht zum größten Teil dem Roman (fast bis ins kleinste Detail, sogar viele Dialoge findet man fast 1:1 im Buch wieder, und langweilig war der Film ganz und gar nicht). Die Kombination verschiedener Romane Jack Londons würde ich aber als gelungen bezeichnen. Zumindest kam mir damals als ich die Romane noch nicht kannte, nichts weit hergeholt vor. Auf jeden Fall gefiel mir der Erzählstil wie Humphrey van Weiden seine eigene Geschichte erzählt, mit der Stimme aus dem off, genauso wie das Buch in der Ich-Form geschrieben ist. Da stimmt das, was Humphrey van Weiden im Film im Hintergrund erzählt, auch oftfach mit dem überein was im Buch steht.
Ja wenn man so May verfilmen würde. Dabei darf man das mit dem Erzähler aus dem off nicht übertreiben, sonst wirkt es wie ein Hörbuch mit Bildern. Die richtige Balance zu halten ist die Aufgabe.
Auch wie es beim "Seewolf" war, mehrere Romane zu einem Film zu verschmelzen, halte ich für eine gute Idee. Solange sie möglichst sich an den Romanen orientieren, wäre dagegen nichts einzuwenden. Warum nicht Winnetou verfilmen mit Episoden aus der Trilogie, aus der Surehandtrilogie usw. Hauptsache man erkennt Karl May wieder und die Episoden werden geschickt miteinander versponnen. Auch aus dem Waldröschen oder DH-DH könnte man was nehmen. Es gäbe genug Möglichkeiten. Man muß es nur wagen.
Achso, genauso wie man es nicht wagen sollte einen besseren Pierre Brice-Karl May Film zu drehen, so sollte man auch tunlichst vermeiden die Böttcher-rische Musik zu nehmen oder sie zu verbesser, zu verändern. Das geht gar nicht. Ich denke da eher an Vangelis, Enya oder Adiemus. Vielleicht noch Enigma, obwohl, da ist zuviel beat drin.
;-)