Nein, keineswegs. Das mit dem "Sprechen" drückt exakt das aus, wie es mir mit May geht, ich empfinde es beim Lesen so, als ob er mit mir spreche. Seit meiner Kindheit. Bei den 'Reiseerzählungen' mehr als bei den 'Jugenderzählungen'.markus hat geschrieben:
Bei den Reiseerzählungen spricht Karl May zu mir, bei den Jugenderzählungen nicht. Klingt das zu platt?
Ich lese gerade wieder (durchaus gerne) Feuchtwanger, der als Lektüre sicher anspruchsvoller ist als May und diesem auch intellektuell überlegen, keine Frage, aber diesen Effekt der Eins-zu-Eins-Direktschaltung in Hirn und Herz hat das eben nicht. Nur bei May. Howgh.
Man hat mich schon belächelt ob dieser Art "Geständnis". Bitteschön. Ich habe auch kein Problem damit, daß ich lieber Jägerschnitzel, Pizza oder Würstchen mit Kartoffelsalat esse als irgendein feines Zeug, von dem ich keine Ahnung habe, meine Lebensmittel bei Lidl kaufe, meine Kleidung bei C&A (u.ä.) und daß ich mich kürzlich beim Frühstücksbuffet im "feinen" 'Ahlbecker Hof' (1 x zum Ausprobieren, kann man ja mal machen) furchtbar unwohl gefühlt habe. Was spielen die sich hier alle gegenseitig für ein albernes Affentheater vor, habe ich gedacht, und schmecken tut's auch nicht besonders. Dann lieber in einen ordentlichen, rustikalen Landgasthof.
;-)