Welt Artikel vom 19.07.

reinhardhh
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Welt Artikel vom 19.07.

Beitrag von reinhardhh »

Das Geheimnis von Harry Potters Erfolg

... dies ist die wohl bedeutendste Leistung von J.K. Rowling: Sie hat Jugendlichen (und welcher Erwachsene will heute nicht forever young sein - selbst um den Preis, sich auf schwarze Magie einzulassen?) die Möglichkeit kanonischer Verständigung gegeben. Alle kennen Harry Potter - so wie ferne Generationen sich beim Kampf um Rom oder bei Winnetou und Old Shatterhand auskannten. Bemerkenswert ist, dass dieses kanonische Werk im Zeitalter entbundener Medien ein literarisches Werk ist. Die Gutenberg-Galaxis zeigt, dass sie so alt wie mächtig ist: Erst kommt das Buch, dann die Verfilmung... Das Imperim schlägt zurück. Es lohnt sich, eine gute Ausbildung
Rolf Dernen
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Beitrag von Rolf Dernen »

Der passende Link wäre vielleicht noch hilfreich. Wenn es den im Internet gibt.

Grüße
Rolf
Rehkitz
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Beitrag von Rehkitz »

Was sind denn "entbundene Medien"? (fachliches Interesse)
Gerald
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Beitrag von Gerald »

Hier der Link zum Artikel

Die Welt
Rehkitz
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Beitrag von Rehkitz »

Naja, der Begriff wird nicht erklärt. Und ist auch nicht im Netz zu finden.
Yateamatai

Beitrag von Yateamatai »

"Entbundene Medien" erkläre ich mir so:

Bücher sind in aller Regel gebunden. Von daher müssten "entbundene Medien" alle Medien sein, die keine Bücher sind, nicht gedruckt, nicht gebunden. Oder?

;-)

Ehrlich gesagt kommt mit der Begriff sehr komisch vor. Ist es wirklich ein Fachbegriff?
Rehkitz
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Beitrag von Rehkitz »

Yateamatai hat geschrieben:Von daher müssten "entbundene Medien" alle Medien sein, die keine Bücher sind, nicht gedruckt, nicht gebunden.
Es gibt auch ungebundene Bücher.
Yateamatai hat geschrieben:Ist es wirklich ein Fachbegriff?
Wurde ja offensichtlich von einem Wissenschaftler übernommen, und solche reden nur Fachbegriffe.
Yateamatai

Beitrag von Yateamatai »

Rehkitz hat geschrieben:Es gibt auch ungebundene Bücher.
Ungebundene Bücher? *staunt* Wie sehen die dann aus?

Rehkitz hat geschrieben:Wurde ja offensichtlich von einem Wissenschaftler übernommen, und solche reden nur Fachbegriffe.
Lerne gerne dazu. :-)
Rolf Dernen
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Beitrag von Rolf Dernen »

Yateamatai hat geschrieben:
Rehkitz hat geschrieben:Es gibt auch ungebundene Bücher.
Ungebundene Bücher? *staunt* Wie sehen die dann aus?
Loseblattsammlungen zum Beispiel.
sandhofer
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Beitrag von sandhofer »

rolfd hat geschrieben:
Yateamatai hat geschrieben:
Rehkitz hat geschrieben:Es gibt auch ungebundene Bücher.
Ungebundene Bücher? *staunt* Wie sehen die dann aus?
Loseblattsammlungen zum Beispiel.
Taschenbücher. (Selbst viele sog. "Hardcover"). Die sind nämlich geklebt und nicht gebunden ... ;o)
Rüdiger

Beitrag von Rüdiger »

... als welkten in den Himmeln ferne Gärten

;-))
Rolf Dernen
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Registriert: 27. Dez 2005, 23:38

Beitrag von Rolf Dernen »

sandhofer hat geschrieben:
rolfd hat geschrieben:
Yateamatai hat geschrieben: Ungebundene Bücher? *staunt* Wie sehen die dann aus?
Loseblattsammlungen zum Beispiel.
Taschenbücher. (Selbst viele sog. "Hardcover"). Die sind nämlich geklebt und nicht gebunden ... ;o)
Wobei mir durchaus auch schon der Begriff "Klebebindung" untergekommen ist. Ein Paradoxon eigentlich. Und was "ungebundene Medien" sind, wissen wir immer noch nicht, oder? Da der Autor des Artikels diese aber in Bezug zu Gutenberg (= Buch) setzt - ich zitiere erst mal schnell den Satz: "Bemerkenswert ist, dass dieses kanonische Werk im Zeitalter entbundener Medien ein literarisches Werk ist. Die Gutenberg-Galaxis zeigt, dass sie so alt wie mächtig ist: Erst kommt das Buch und dann die Verfilmung, der alle Kenner die Fehler und Verfehlungen vorrechnen können" - , sollte eigentlich glasklar sein, daß eben die nicht-Buch-Medien gemeint sind.
Helmut
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Beitrag von Helmut »

Logischerweise ("entbunden" und nicht "ungebunden") können damit ja nur Schauspiele, Hörspiele, Filme u.ä., die nach Büchern gemacht wurden, gemeint sein.
Wobei ja "entbunden" noch eine andere Bedeutung hat, die eher nichts mit Medien zu tun hat.

Helmut
Rolf Dernen
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Beitrag von Rolf Dernen »

Helmut hat geschrieben:Logischerweise ("entbunden" und nicht "ungebunden") können damit ja nur Schauspiele, Hörspiele, Filme u.ä., die nach Büchern gemacht wurden, gemeint sein.
Wobei ja "entbunden" noch eine andere Bedeutung hat, die eher nichts mit Medien zu tun hat.

Helmut
Sorry, das würde ja bedeuten, daß bei den "entbundenen" Medien eine "gebundene" Vorlage existieren würde. Der Autor möchte aber mit seinem schrecklichen Gelaber sagen, daß es bemerkenswert sei, daß dieses Werk eben in Buchform erschienen ist und nicht zuerst als Film oder sonstwas Nicht-Gedrucktes.
Hermesmeier

Beitrag von Hermesmeier »

Im Nachgang möchte ich vielem und so manchem widersprechen.

Hauptverursacher des Problems sind die Simplifizierungen des Marktes (und die Dummheit von Menschen und Buchhändlern, die alles alte Wissen - weil zu kompliziert - lieber ablegen und nur noch mit zwei Begriffen hantieren):
- gebunden
- Taschenbuch
((siehe bei Amazon))

(was Unsinn ist, weil natürlich auch Taschenbücher gebunden sind). Da ist das Englische Pendant schon zutreffender, wenn auch genauso simpel:
- Hardcover
- Softcover

Eine Leimbindung, angewendet auf Taschenbücher, die man blödsinnigerweise für "ungebunden" hält, ist kein Widerspruch in sich, sondern durchaus zutreffend, weil Bindung nämlich allgemein den Begriff umschreibt, der aus losen Teilen einen Verbund herstellt. Dabei spielt die Methode keine Rolle. Und vermutlich ist die Ursache der irrigen Annahme sowieso nur eine Verwechslung von "Bindung" und "Heftung". Letztere - speziell die Fadenheftung oder auch die veraltete Klammerheftung - gibt es bei Taschenbüchern freilich höchst selten.

Den Begriff des "Taschenbuchs" sollte man besser auch gar nicht erst anwenden (und ich weiß, ich kämpfe hier gegen Windmühlen), weil, wer z. B. Dubbel's "Taschenbuch für den Maschinenbau" bestellt, kein Taschenbuch erhält, sondern zwei Leinenbände (mit Schutzumschlag, wenn er Glück hat).
Kartoniert wäre der richtige Begriff für das, was man mit "Taschenbuch" meint und wozu einige Unwissende im ZVAB überflüssigerweise "broschiert" sagen.

Um das Ganze nun aber noch hübsch kompliziert zu machen. Die Leimbindung gibt es nicht nur bei Taschenbüchern, sondern auch bei "Hardcovern", woran man schon erkennt, dass dieses Unterscheidungskriterium gar keines ist. Alle diejenigen, die "Harry Potter and the Deathly Hallows" als "gebunden" vorbestellt haben, werden heute so was in der Post haben - oder haben es schon in Form der ersten sechs Bände. (Blimey - damit hätte ich durch die Brust ins Knie doch noch einen Bogen zum Startbeitrag dieses Threads geschlagen.)
Zuletzt geändert von Hermesmeier am 21. Jul 2007, 10:07, insgesamt 2-mal geändert.
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