Ich glaube, Karl May selbst wäre durchaus enttäuscht wenn er hören würde, sein Werk habe es nicht verdient als Familienunterhaltung bezeichnet zu werden - aber das ist eben auch eine - meine - subjektive Meinung. Auf den Schlips getreten fühle ich mich auch nicht. Es tut mir ja auch leid, wenn Du der Meinung bist, dieses Thema schon oft genug diskutiert zu haben... wir zwei hatten zumindest noch keine Gelegenheit dazu. :-) Ist halt wie in der Politik und in der Mode: manche Dinge kommen immer wieder! Und wenn es mit dem "Aussitzen und sich seinen Teil denken" so einfach wäre, dann hättest Du, lieber Markus, Dir ja auch nicht die dankenswerte Mühe gemacht, auf meine Frage einzugehen.Es ist nur immer wieder amüsant festzustellen wenn man ein Begriff, noch dazu ein englischer (wir sind ja alle hip), nicht unbedingt in Verbindung mit Karl May sehen will, weil er sowas einfach nicht verdient hat, daß sich dann einige dabei auf den Schlipps getreten fühlen und dann groß und breit erklären müssen daß man sich mal wieder irrt und man es zu eng sieht usw. usf..., anstatt es ruhig auszusitzen und sich sein Teil zu denken "...der hat sie ja nicht mehr alle;-))".
Im übrigen sehe ich, ähnlich wie Duke, immer noch keine für mich nachvollziehbare Erklärung für die These, Karl May sei keine Familientaugliche Unterhaltung.
Rüdiger: der Verweis auf "Into the west" ist sehr gut! Ich halte die Serie für überaus gelungen und sie vermittelt dem Betrachter sicherlich ein sehr differenziertes Bild über die Entwicklungen zwischen 1830 und 1890.
Ich glaube, Teile des Gesamtwerkes von Karl May sind nicht Kindertauglich, aber alles ist Familientauglich. Liegt es nicht in den Händen der Eltern, die Botschaften der "schwierigeren" (ich habe im Augenblick kein besseres Wort dafür) Karl May Werke den Kindern zu vermitteln?