Kurzbericht zur Ausstellung:
Erklärung:
Nachfolgende Zeilen beschreiben ausschließlich meine pers. Eindrücke.
Besucher:
Fehlanzeige - als Beweis für die erfolgte Öffentlichkeitsarbeit hängt aber eine HAZ aufgeklappt an der Wand.
Ausstellung:
Sehr schöne Vitrinen mit Zeitschriften, Büchern, Fez etc., einigen Möbelstücken, Plakaten usw..
Die zur Beschäftigung mit den Exponaten notwendige (in anderen Ausstellungen übliche) Ruhe kommt jedoch nicht auf, da die Besucher der benachbarten Ausstellungen - durch die Karl-May-Ausstellung "durchmüssen", um das Museum verlassen zu können. Besonders eine Gruppe älterer bis alter Frauen, die von ihrer regelmäßigen "Tagung" aus dem Raum herausquillt, in dem die Sowa-Bilder hängen (!!!) zieht lautstark durch die Räume. Einen Augenblick später geschieht das ganze noch einmal mit einer Klasse ca. 10-12jähriger Schüler – die jedoch nicht weiter auffallen, da sie scheinbar (noch) wissen, wie man sich zu benehmen hat.
Sowa-Ausstellung:
Intelligent in Szene gesetzte Bilder an den Wänden des "Kinos".
Nach der Versammlung „Wie benehme ich mich mit 78++ in einem Museum und was kann ich diesbezüglich von der Generation Smart lernen?“ darf man eintreten (wir reden hier übrigens vom Eröffnungstag der Ausstellung). Das Personal des Museums ist emsig bemüht den durch die Alten entstanden Schaden zu begrenzen und bringt lautstark und energisch wieder etwas Ordnung in die Metallstühle. Da wird gestapelt, geschoben usw. bis auch der letzte Besucher hochrot das Kino verlässt.
Karl-May-Film:
Über dem Kino, also gerade noch so nah, dass man die alten Mädchen unten „plaudern“ hören kann, läuft der Karl May Film mit Ilmer, Wagner und Grunert usw. in den Hauptrollen. Sehr schön gemachter Querschnitt für die Besucher, die sich mit Herrn May beschäftigen wollen. Vitrine mit Büsten und Bibliotheksausgaben rundet den Raum ab – super, wenn da nicht die Spinatw. unten wären.
Verkauf:
"Wir haben sogar einen Ausstellungskatalog!" - „Aber das ist doch der aus Berlin?!“ – „Davon weiß ich nichts“ (!)
Es gibt grüne Sekundärliteratur und das Plakat zur Ausstellung (6€). Letzteres ist sehr zu empfehlen, denn ein Plakat mit May und der Aussage, er habe das alles selbst ... , ist natürlich wie geschaffen für’n May-Freund.
Vernissage:
„Wir haben von einer Vernissage gelesen?!“ – „Davon weiß ich nichts“ (!!)
Museumsmitarbeiter:
„Darf man fotografieren?“ – „Weiß ich nicht“ (!!!)
Karl May & Co.:
Neben einigen Leseexemplaren der Sekundärliteratur und Willemsen’s Gedichten, liegen einige Ausgaben des Karl-May-Magazins zum Stöbern bereit.
Netzwerk:
Wir trafen die Herren Grunert und Wagner. (Das war mal ein Lichtblick)
Zusammenfassung:
Keine Hinweise auf der Webseite des Museums.
Keiner geht an’s Telefon.
Kein Niedersachse weiß von der Ausstellung.
Keine „Atmosphäre“
(Nahezu) kein Grund nach Hannover zu fahren
Pressemeldung der HAZ vom 10.04.2008:
http://www.haz.de/newsroom/kultur/dezen ... 610,568909" onclick="window.open(this.href);return false;
Einige Fotos liegen bereits bei der Redaktion dieses Forums.