KMG-Kongress

Rüdiger

Beitrag von Rüdiger »

@Sandhofer und wer sonst noch mag

Das

Wir traten an's Fenster, es donnerte abseitwärts und der herrliche Regen säuselte auf das Land, und der erquickendste Wohlgeruch stieg in aller Fülle einer warmen Luft zu uns auf. Sie stand auf ihrem Ellenbogen gestüzt und ihr Blik durchdrang die Gegend, sie sah gen Himmel und auf mich, ich sah ihr Auge thränenvoll, sie legte ihre Hand auf die meinige und sagte – Klopstock!

ist übrigens ein wunderbares Beispiel dafür, daß Literatur nicht nur bei Karl May, sondern z.B. eben auch bei Goethe einerseits wirklich anrührend und - gleichzeitig ! - sozusagen zum Schreien komisch sein kann.

(Ich habe André Eisermann in Speyer bei seiner Werther-Lesung über gut zwei Stunden, gleichsam an den Lippen hängend, gut zugehört & zugesehen, aber bei der Stelle hätte ich mich glaube ich kaputtgelacht. - Oder kam sie gar vor und er hat es so überzeugend gebracht daß ich die Komik nicht bemerkt habe ? Kann auch sein)
Helmut
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Beitrag von Helmut »

Mir scheint, dass dieser Kongress gezeigt hat, dass wir (die KMG) auf dem richtigen Weg ist. Es war zwar erst der 2. KMG-Kongress, den ich besucht habe, aber diesmal war alle (!) Beiträge in einer Form und Sprache gehalten, dass sie (auch öffentlich-)wirksam und "verständlich" waren, trotz(?) des wissenschaftlichen Inhalts. Sicher haben dazu auch "moderne" Präsentationsformen beigetragen.

Dies und wesentlicher noch die Ausstellung im DHM zeigen auch, dass die KMG bereits "Öffentlichkeitsarbeit" in (wie ich meine) bester Form leistet.

Helmut
andrea
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Beitrag von andrea »

Es war toll - Berlin, der Kongress (hochinteressant), die Ausstellung (nicht mehr zu toppen), die Bücher an den Verkaufsständen (vor allem die blauen....*ggg*), die Versteigerung (bei der Mann mich leider gebremst hat), unsere Hotelsuite (als nächtlicher Tagungsort), die vielen Gespräche fachlicher Art, die anderen auch, die Restaurants (Schlemmerreise), die vielen netten Leute, sogar das Wetter war ´ne Wolke, kurzum: Es hat alles gepasst.
Ach ja: Ein großer Dank an den Geldautomaten umme Ecke, der -zum Unwillen eines Einzelnen- bereitwillig Geld herausgab, um Bücher käuflich zu erwerben... *ggg*
giesbert
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Beitrag von giesbert »

andrea hat geschrieben:die Ausstellung (nicht mehr zu toppen)
doch, doch, das geht. Man könnte zB nörgeln, dass die Präsentation schon *sehr* altbacken war, Frontal-Unterricht gewissermaßen. Das geht auch ganz anders. Kostet allerdings ne Kleinigkeit (und nicht jeder hat einen Mäzen wie JP Reemtsma im Hintergrund, der für die große Arno-Schmidt-Ausstellung in Marbach mal eben ein Zwischengeschoss samt Wendeltreppe installieren ließ.

Aber das ändert natürlich nichts daran, dass die Ausstellung klasse ist 8-). Und wenn man vor dem Schreibtisch steht, der May ein Leben lang begleitet hat, dann wird einem schon ein wenig anders.
andrea
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Beitrag von andrea »

Mein Herr wollte sich doch tatsächlich an den Schreibtisch setzen. Er hob den Fuß... und ich wies ihn dezent *ggg* darauf hin, dass er das tunlichst unterlassen sollte...

Ich hatte an der Ausstellung nichts zu Benörgeln. Allerdings hat sich mich fast ein bisschen erschlagen, weil sie sehr umfangreich ist. Das musste sich erst alles etwas setzen.
Im Normalfall husche ich durch Ausstellungen hindurch und suche mir die für mich interessante Dinge heraus. Aber hier war ja alles interessant und wollte gesehen, gelesen, gehört und angeschaut werden...
Zuletzt geändert von andrea am 15. Okt 2007, 13:43, insgesamt 1-mal geändert.
Rüdiger

Beitrag von Rüdiger »

wenn man vor dem Schreibtisch steht, der May ein Leben lang begleitet hat, dann wird einem schon ein wenig anders.
Eigenartig … ging mir weder in Radebeul, noch in Frankfurt (der reist ordentlich 'rum, der Tisch …) so. Inneres Achselzucken. Mich erwischt’s dafür bei anderen Gelegenheiten, wie Lesen von Textstellen oder auch schon mal bei dem einen oder anderen Foto. Jeder Jeck ist halt anders.

;-)

Frage gleich mal in dem Zusammenhang: derjenige (ich), der es mit solchen Sachen („Devotionalien“, Wahnsinns-Wort) nicht so hat und überhaupt kein „optischer“ Mensch ist (also z.B. kein Bild von 10 x 5 Meter sehen muß, sondern dem eine DIN A 4 - Abbildung davon reicht), versäumt der etwas, wenn er den Katalog hat, und es sich „schenkt“, die Ausstellung vor Ort anzugucken ?
Rüdiger

Beitrag von Rüdiger »

@Andrea

Ach das war Dein Mann …

Ich hörte davon …

„Was fällt Ihnen ein, das ist der Schreibtisch von Karl May !“

„Ok, wenn er kommt, stehe ich auf …“

*

(und das mit dem Fuß ("Er hob den Fuß...") kanntest Du schon von Eurem Hund, gell ...)
andrea
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Beitrag von andrea »

Frage gleich mal in dem Zusammenhang: derjenige (ich), der es mit solchen Sachen („Devotionalien“, Wahnsinns-Wort) nicht so hat und überhaupt kein „optischer“ Mensch ist (also z.B. kein Bild von 10 x 5 Meter sehen muß, sondern dem eine DIN A 4 - Abbildung davon reicht), versäumt der etwas, wenn er den Katalog hat, und es sich „schenkt“, die Ausstellung vor Ort anzugucken ?
Ja, definitiv. Ich finde, der Katalog ist zwar sehr gut, gibt aber nicht das wieder, was man alles im Museum zu sehen bekommt.

Wer die Ausstellung nicht besucht, verpasst was.

Btw: Er hat nur den Fuß erhoben, nicht das Bein.... ;-))
andrea
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Beitrag von andrea »

Schön war die Begrüßung durch Herrn Vorsteher (@ Rolf: So hieß der Mann, von dem Du nicht gleich wusstest, wie er hieß und behauptet hast, er habe einen Namen, der wie der Beruf lautet, den er hat ;-))): "[...] Ich verzichte darauf, ihnen eine Führung mitzugeben, da Sie sicherlich sowieso besser Bescheid wissen und eher Sie uns was erzählen könnten." *ggg*
Blechmops
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Beitrag von Blechmops »

Hermesmeier hat geschrieben:
Sylvia hat geschrieben:Blechmops aus Magdeburg im Gespräch mit Dr. Zeilinger.. - und hast Du rausgekriegt, ob der auch so viele Ausgaben zuhause hat?..
Ich könnte das ja beantworten, aber a) wurde ich nicht gefragt und b) würde ich Bechmops nicht vorgreifen.
@ Sylvia

Auf der sehr erfolgreichen Ausstellung einer ausserhalb von Cochem sehr erfolglosen Edition von Karl May's Werken in HOT wagte ich mich einst (bestärkt durch einen Berliner Bibliografen und ein Leipziger KMG-Neumitglied) an den Organisator einer Karl-May-Austellung im DHM, der mir Mut machte, die KMG im Jahre 2011 nach Magdeburg in die Stadthalle zu holen. Nach diesem und weiteren Kurzgesprächen hätte ich ihn vorgestern auch gewählt, wenn er da oben mit einem C64 hantiert hätte.

Nur einige in der (mir bekannten) Szene haben ähnlich viele KM-Bände wie ich. Das Problem liegt eher darin, dass 10 Bände eines "ernstzunehmenden" Sammlers soviel wert sind wie 1000 von meinen. Ich habe mir deshalb die Frage gespart, "ob er auch so viele Ausgaben zuhause hat".

@ Wolfgang

Bechmops - ist wohl eher die sächsisch ausgesprochene Bezeichnung eines ungerollten von permanentem Unglück verfolgtem toten Fisch.
Rüdiger

Beitrag von Rüdiger »

wenn er da oben mit einem C64 hantiert hätte.
Ich hatte mal einen Schneider CPC … (1987)

Und habe damit Programmieren gelernt, autodidaktisch, mit Büchern.

Wie heißt es so schön bei Grönemeyer: und das geht auch.

(bzw., bei ihm heißt es und das gehd’auch)

;-)

(das ist übrigens gar nicht themenfremd, das ist das Thema von vorhin, Mitteilungshefte, Innen und Außen usw. … man gucke sich mal die Lebensfreude in Kuba und in Deutschland an … der goldene Käfig macht’s halt nicht … und genauso reicht auch ein Prototyp-Computer und reichen schwarzweiße Blättchen ohne bunte Bilder …)

;-)
tainischoh
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Beitrag von tainischoh »

Ich habe mir gestern Abend dann sogar erzählen lassen, dass die Ausstellung im DHM es sogar bis in unser heimisches Käseblättchen gebracht hat. Zwar nur ganz kurz, aber immerhin.

Bevor Wolfgang jetzt laut aufschreit: die Info kommt per Mail ;-)

Ach ja: es war toll in Berlin. *gg*
Zuletzt geändert von tainischoh am 15. Okt 2007, 15:37, insgesamt 1-mal geändert.
Rüdiger

Beitrag von Rüdiger »

Wer die Ausstellung nicht besucht, verpasst was.
Naja, man kann nicht alles haben (und sechshundert Kilometer sind mir denn doch zu weit).

Außerdem glaube ich’s nicht ganz …

Und eine Karl-May-Ausstellung, die das Thema Textgeschichte ausklammert, ist keine Karl-May-Ausstellung. Pasta.

(Alleine darüber hätte man auf mehreren Etagen ausstellen können.)

(Einmal in hundert Jahren in der Hauptstadt - Chance vertan.)

Ich verweigere mich („Ich habe mich in Dinkelsbühl der klassischen Literatur verweigert“ – Thomas Bernhard / Minetti)

:-))

Ich würd’ mich ja doch nur ärgern … Da guck’ ich mir lieber den schönen neuen Bildband an. Reicht mir (da wird zwar auch nichts zur Textgeschichte drinstehen, aber da habe ich es auch nicht erwartet. Das sind die feinen Unterschiede).

Wer den nicht kauft, verpasst was …

;-)
Blechmops
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Beitrag von Blechmops »

Rüdiger

Beitrag von Rüdiger »

Ich hab' das Heft zuhause ...

aber was will er mir sagen, Gevatter ?
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