Bei den Kollegen der WWR ist ein lesenswertes aktuelles Interview mit dem Segeberger "Sam Hawkens" Ulli Kinalzik zu finden:
http://www.wild-west-reporter.com//news ... hp?news=18
Darin heißt es u.a. (Text von Andreas Hardt):
"Für mich bestand der Reiz darin, es einfach anders zu machen. Sam Hawkens ist ein Mann, der Bescheid weiß! Der lebt seit mehr als einem Jahrzehnt in der Wildnis, hat überlebt, hat Grips, kann mit Faust und Waffe umgehen. Das muss also ein gestandener Mann sein, der trotzdem seine persönliche Skurrilität besitzt."
und:
"Meine Generation kannte die Bücher in der Regel sehr gut. Wir wussten einfach, dass Sam Hawkens kahl war und von Indianern skalpiert wurde. Dieser Umstand ist bei Karl May ja auch Gegenstand einiger skurriler und komischer Momente. Hier reagiert kaum ein Zuschauer, wenn ich die Perücke abnehme und den Umstand meines fehlenden Haupthaares erläutere. Das müsste ich eigentlich viel ausführlicher spielen um den notwendigen Lacher oder Schmunzler zu erhalten. Nur wenige Besucher kennen eben noch Karl Mays Geschichten und seine Figuren. Das Vorwissen beim Publikum ist meist nicht mehr vorhanden. Alles hat irgendwann sein Ende. [...]Klassiker in ihrer Weise, heute aber oft schon belächelt. Eine neue Verfilmung - sie müsste ganz anders sein. Wahrscheinlich würde sie unter amerikanischer Leitung funktionieren. Als deutsche Produktion wohl eher nicht."