Der Schurke vom Dienst
Rolf „Der Ölprinz“ Schauerte über seine Rolle(n) bei den Karl-May-Spielen
Da sprach der junge Häuptling der Apachen: 1958, also vor fast einem halben Jahrhundert, machte Winnetou zum ersten Mal einen Ausritt in die sauerländische Prärie. Seit 1964 steht regelmäßig ein Karl-May-Stück auf dem Programm der Freilichtbühne in Lennestadt-Elspe – in diesem Jahr treibt „Der Ölprinz“ wieder sein Unwesen. Sonja Biedebach sprach mit dem Titel-Schurken Rolf Schauerte.
Wie lebt es sich denn so als „Bösewicht vom Dienst“?
Rolf Schauerte: Eigentlich ganz gut, weil man in einer solchen Rolle all die Dinge rauslassen kann, die man im normalen Leben nun mal nicht machen kann. Wer hat schon die Chance, das auszuleben?
Können Sie sich noch an Ihre erste „Begegnung“ mit Karl May erinnern?
R.S.: Das war zu meiner Erstkommunion, als ich, wie wahrscheinlich viele andere auch, zwei Bände geschenkt bekommen habe: „Satan und Ischariot“ und „Durch die Wüste“.
Diesen Sommer, genauer: vom 13. Juni bis zum 2. September, steht erneut „Der Ölprinz“ auf dem Programm, zum dritten Mal mit Ihnen in der Titelrolle. Für alle, die die Story nicht kennen: Worum geht’s?
R.S.: Eine Gangsterbande nutzt eine Situation aus, die aus dem Gerücht entstanden ist, in Arizona sei Öl gefunden worden – was nicht stimmt. Die Bande verkauft einen Ölturm an einen gutgläubigen Bankier. Außerdem werden viele Weiße und Indianer getötet, bis Winnetou und Old Shatterhand kommen...
Ist Ihre Parade- denn auch Ihre Lieblingsrolle?
R.S.: Ich finde die Verwandlung des Ölprinzen sehr reizvoll. Er ist ja ein heruntergekommener Gangster, der mit Hilfe von feinen Klamotten geschäftstüchtig und glaubwürdig wird. Nach wie vor aktuell: Kleider machen Leute.
Wie oft standen Sie eigentlich schon in Elspe auf der Bühne?
R.S.: Ich bin seit über 30 Jahren dabei. Ich schätze, zwischen 2000 und 3000 Vorstellungen waren das bestimmt.
Was ist neu in diesem Jahr?
R.S.: Neu ist, dass sich die Kulisse völlig verändert. In der Pause wird ein Gebäude, das später in einer Riesenexplosion in die Luft fliegt, aufgebaut. Wir bieten also unterschiedliche Bühnebilder – auf Naturbühnen sehr ungewöhnlich.
Die Vorstellungen finden bei jeder Witterung statt. Was waren denn die extremsten Bedingungen?
R.S.: Für die Zuschauer ist es immer angenehm, weil sie ja geschützt unterm großen Zeltdach sitzen. Aber für uns Darsteller ist es schon ungemütlich, wenn plötzlich ein starkes Gewitter losgeht. Einmal ist es auch passiert, dass ein Blitz die Tontechnik kurzzeitig außer Betrieb gesetzt hat.
Sie bringen sich ja nicht nur auf, sondern auch hinter den Kulissen ein: als Marketing-Leiter des Festivals. In welcher Funktion müssen Sie die härteren Kämpfe austragen?
R.S.: Im Büro ist es bisweilen härter als auf der Bühne. Aber das ist ja das Schöne an diesem Doppelleben: Dass man in dem zwei Stunden, in denen die Vorstellung läuft, eine völlig andere Identität annimmt und das als Ausgleich auch wirklich genießen kann.
Bei insgesamt über 11 Mio. Zuschauern: Wie entwickeln sich denn die Besucherzahlen?
R.S.: Es gibt weniger Kinder als noch vor 30 Jahren – das merken wir auch. Wir haben uns aber mit Betriebsveranstaltungen und der Elspe-Festival-Halle ein zweites Standbein geschaffen.
Elspe lebt ja auch von Action und Knallerei. Welches war Ihr halsbrecherischster Stunt?
R.S.: Ich weiß nicht, ob es ein Rekord ist: Ich bin früher über 1000 Mal durch ein geschlossenes Fenster gesprungen. Das war mein Markenzeichen, ich erinnere mich gerne daran.
Quelle: http://www.freizeit-online.de
Interview mit Rolf Schauerte
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n.f.
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Re: Interview mit Rolf Schauerte
Hallo Yateamatai,
vielen Dank für den Hinweis auf den interessanten Text. Aber bitte kopiere hier keine vollständigen Artikel aus anderen Publikationen hinein; da haben die Urheber zu Recht etwas dagegen. Was hingegen völlig unbedenklich ist: besonders interessante Stellen zu zitieren und dann mit einem Link auf den vollständigen Text hinzuweisen.
Viele Grüße!
vielen Dank für den Hinweis auf den interessanten Text. Aber bitte kopiere hier keine vollständigen Artikel aus anderen Publikationen hinein; da haben die Urheber zu Recht etwas dagegen. Was hingegen völlig unbedenklich ist: besonders interessante Stellen zu zitieren und dann mit einem Link auf den vollständigen Text hinzuweisen.
Viele Grüße!
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Yateamatai
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Sven Margref
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Yateamatai
Da gebe ich dir recht. Ich denke allerdings, dass die magere Pyrotechnik in Segeberg mit der recht nahe wohnenden Anwohnern zusammenhängt. Da wird es Auflagen geben, vermute ich. In Elspe sind die ersten Häuser ein Stückchen weiter weg. Oder nicht?
Bin jedenfalls auf die Saison gespannt. In einer Woche geht es endlich los! :-)
Bin jedenfalls auf die Saison gespannt. In einer Woche geht es endlich los! :-)
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Sven Margref
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Hallo das stimmt zum Teil, ich meine auch die Fledermäuse und Krabbeltiere dürfen da nicht so gestört werden. Aber dabei geht es ja wohl um die Lautstärke, die wird (wie ich in einem der Elspe-Videos gelernt habe) gesondert produziert mit einer Art Kanonenschlag und hat mit dem Feuerball nix zu tun.
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Yateamatai
Stimmt, da hast du auch wieder recht, Sven. Hat sich die Kalkberg GmbH schon einmal zu dem Thema geäußert?Sven Margref hat geschrieben:Aber dabei geht es ja wohl um die Lautstärke, die wird (wie ich in einem der Elspe-Videos gelernt habe) gesondert produziert mit einer Art Kanonenschlag und hat mit dem Feuerball nix zu tun.
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andrea
- Beiträge: 280
- Registriert: 29. Dez 2005, 12:51
Ich schweige jetzt mal ab, von wegen Explosionen und was lernen von und so:
Wenn ihr mal so richtige, richtige, wahnsinnige, zitternde Beine machende Explosionen sehen, hören und wahrnehmen wollt, dann, meine lieben Geräusche-Liebhaber, solltet ihr mal zu unserem Weinfest nach Cochem kommen. Sonntagsabend findet um 22.00 Uhr ein Feuerwerk statt. Das wird abwechselnd von unserer Burg, die sich ja inmitten von Cochem befindet, von der Moselbrücke und - und das ist der Hammer - von einem Ponton, der mitten auf der Mosel schwimmt, abgeschossen. Und von diesem Ponton aus werden die Mega-Kracher abgeschossen. Sowas hat von euch mit Sicherheit noch keiner erlebt, das kann ich euch versichern. Ihr müsst euch vorstellen, dass die Mosel in Cochem nicht wirklich breit ist. Das heißt, dieses Feuerwerk wird ziemlich genau vor eurer Nase abgeschossen. Was das für die Augen und für die Ohren bedeutet, könnt ihr euch vielleicht vorstellen. Vor allem, weil das Tal hier auch noch sehr eng ist. Das wummert richtig im Bauch. Hinterher zittern euch die Beine und stehen euch die Haare auf den Armen zu Berge, das ist nicht übertrieben. Ich kenne kein Feuerwerk, und ich habe schon sehr viele erlebt, das solche Reaktionen auslöst.
Allerdings ist der Feuerwerker auch schon Vize-Weltmeister gewesen. Der probiert hier bei uns immer die neuesten Dinger aus. Und der kann das auch noch jedes Jahr steigern. Ich habe schon gesagt, eigentlich kann er als Steigerung nur noch das Ponton in die Luft jagen. - Allein bei der Beschreibung stellen sich bei mir die Haare auf -
Wir hatten vorletztes Jahr eine Abordnung unseres Patenschiffes hier. Alles so ganz coole Typen von der See. Denen haben wir vom Feuerwerk vorgeschwärmt. Nuja, man sah an den Reaktionen, jaja, haben wir auch schon erlebt, kann ja nicht so dolle sein, etc. - Nach dem Feuerwerk hättet ihr die Gesichter sehen sollen. "Boah, nee, also, sowas, nee, also...." Gestammel, weit aufgerissene Augen und Münder. Die waren völlig baff. Sowas hatten die noch nie gesehen, gehört, erlebt. Für Liebhaber von Feuerwerken, von bunten Bildern, Lärm, Krach und Wumm - auf nach Cochem, letztes Wochenende im August. Das sind Explosionen!
So, Sermon beendet. Und ich freue mich schon wieder darauf.
:-))
Wenn ihr mal so richtige, richtige, wahnsinnige, zitternde Beine machende Explosionen sehen, hören und wahrnehmen wollt, dann, meine lieben Geräusche-Liebhaber, solltet ihr mal zu unserem Weinfest nach Cochem kommen. Sonntagsabend findet um 22.00 Uhr ein Feuerwerk statt. Das wird abwechselnd von unserer Burg, die sich ja inmitten von Cochem befindet, von der Moselbrücke und - und das ist der Hammer - von einem Ponton, der mitten auf der Mosel schwimmt, abgeschossen. Und von diesem Ponton aus werden die Mega-Kracher abgeschossen. Sowas hat von euch mit Sicherheit noch keiner erlebt, das kann ich euch versichern. Ihr müsst euch vorstellen, dass die Mosel in Cochem nicht wirklich breit ist. Das heißt, dieses Feuerwerk wird ziemlich genau vor eurer Nase abgeschossen. Was das für die Augen und für die Ohren bedeutet, könnt ihr euch vielleicht vorstellen. Vor allem, weil das Tal hier auch noch sehr eng ist. Das wummert richtig im Bauch. Hinterher zittern euch die Beine und stehen euch die Haare auf den Armen zu Berge, das ist nicht übertrieben. Ich kenne kein Feuerwerk, und ich habe schon sehr viele erlebt, das solche Reaktionen auslöst.
Allerdings ist der Feuerwerker auch schon Vize-Weltmeister gewesen. Der probiert hier bei uns immer die neuesten Dinger aus. Und der kann das auch noch jedes Jahr steigern. Ich habe schon gesagt, eigentlich kann er als Steigerung nur noch das Ponton in die Luft jagen. - Allein bei der Beschreibung stellen sich bei mir die Haare auf -
Wir hatten vorletztes Jahr eine Abordnung unseres Patenschiffes hier. Alles so ganz coole Typen von der See. Denen haben wir vom Feuerwerk vorgeschwärmt. Nuja, man sah an den Reaktionen, jaja, haben wir auch schon erlebt, kann ja nicht so dolle sein, etc. - Nach dem Feuerwerk hättet ihr die Gesichter sehen sollen. "Boah, nee, also, sowas, nee, also...." Gestammel, weit aufgerissene Augen und Münder. Die waren völlig baff. Sowas hatten die noch nie gesehen, gehört, erlebt. Für Liebhaber von Feuerwerken, von bunten Bildern, Lärm, Krach und Wumm - auf nach Cochem, letztes Wochenende im August. Das sind Explosionen!
So, Sermon beendet. Und ich freue mich schon wieder darauf.
:-))