Winnetous Erben

Rüdiger

Beitrag von Rüdiger »

Es wird mir wirklich manchmal zu blöd.

Ich habe gar nichts ("Der hat das öfter"), und es gibt auch nichts wieder zu kömmen.

Ich argumentiere, weiter nichts. Wolfgangs Text war arrogant. Wer das an der Sprache nicht merkt, dem kann/mag ich nicht helfen.

Und ich denke mir schon etwas dabei, wenn ich etwas hinschreibe. Daß das gelegentlich verletzend sein kann, mag wohl so sein. Aber dann habe ich meine Gründe. Soll man mich halt nicht provozieren.
Zuletzt geändert von Rüdiger am 2. Nov 2006, 18:47, insgesamt 1-mal geändert.
Rüdiger

Beitrag von Rüdiger »

Das monierte "das" habe ich korrigiert.

;-)
JennyFlorstedt
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Registriert: 28. Dez 2005, 10:25

Beitrag von JennyFlorstedt »

"Das Du offenbar kein Gefühl für Sprache hast, fällt mir heute nicht zum ersten Mal auf." ist ebenfalls ein Konstruktion mit Nebensatz, wobei dieser vorangestellt wurde. Da fehlt also auch ein "s".
(K121 im Duden; Ein Regel, die auch nicht durch die Reform der Reform der Reform gekippt wurde.)

ta,
die wirklich nicht widerstehen konnte.....
Rüdiger

Beitrag von Rüdiger »

Richtig.

Wird korrigiert.

(Auf Rechtschreib-Ungenauigkeiten trifft der Vergleich Sylvias mit dem zu schnell eingeschenkten Weißbier zu. Aber auch nur auf diese.)

;-)
Rüdiger

Beitrag von Rüdiger »

Ich hab' gleich noch ein s mehr eingesetzt, falls mal wieder eins fehlt, kann man das dann nehmen.
sandhofer
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Registriert: 28. Dez 2005, 20:26

Winnetou IV

Beitrag von sandhofer »

Hallo zusammen!
Johnny hat geschrieben:Zum Titel: Also mir gefällt Winnetous Erben auch besser als Winnetou IV.
Nun, über Geschmack lässt sich bekanntlich streiten. Oder auch nicht ...
Johnny hat geschrieben:Manche Eingriffe sind schon nötig
"Es ist nur zu deinem Besten!" - das haben sie dem Katerchen auch gesagt, als sie es kastrierten ...
Johnny hat geschrieben:Allerdings sollte man immer auf die Intention des Autors achten,
Damit sagst Du implizit vor allem: Der Autor muss zustimmen können. Sprich: Änderungen zu Mays Lebzeiten, die er - selbst wenn nur stillschweigend - duldete bzw. akzeptierte, sind das eine. Nach dem Tod eines Autors sich auf dessen Intention berufen ... hmmm ... setzt doch irgendwie Doyles Glauben an Kommunikation mit den Toten voraus, nicht? (Wobei Mays Einstellung zu diesem Glauben ein Diskussionsthema für sich wäre ... )
Johnny hat geschrieben:Beim Beispiel "Emma Vollmer" halte ich es schon für in Ordnung, das zu ändern, da es ja keinerlei Auswirkungen auf das Werk hat.
Ich finde schon. Die ganze Geschichte ist ja völlig sinnlos, wenn wir nicht den Namen haben und wissen, was es mit Emma Pollmer "in real life" auf sich hatte. Ohne dieses Wissen hängt die Story um jene Emma ziemlich dumm in der Luft, finde ich.

Grüsse

Sandhofer
Helmut
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Beitrag von Helmut »

Rüdiger hat geschrieben:
"Winnetous Erben" (ohne Apostroph) gefällt mir übrigens besser als Winnetou IV.

;-))
noch eine kleine winzige Anmerkung:

Ich habe mich da an das unbearbeitete Original gehalten und da steht nun mal "Winnetou's Erben", obwohl das natürlich falsch geschrieben ist, wie wir seit B. Sick alle wissen, und vermutlich schon damals falsch war.

Helmut
Rüdiger

Beitrag von Rüdiger »

Hallo Helmut,

das habe ich auch nicht bezweifelt, daß es die Schreibweise "Winnetou's Erben" auch gab, es war mir sogar bekannt.

Ich wollte ausdrücken, daß ich dem Titel "Winnetous Erben" gegenüber "Winnetou IV" den Vorzug gebe. Und innerhalb der beiden Varianten, mit und ohne Apostroph, gebe ich der Variante ohne Apostroph den Vorzug. Weil es richtiger ist, vor allem aber, weil es optisch/sprachlich eleganter, geschmeidiger ist. B. Sick kenne ich nicht.

Grüße

Rüdiger
Johnny
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Re: Winnetou IV

Beitrag von Johnny »

@sandhofer:
Die Titeländerung wurde nach Mays Tod vorgenommen und ich denke, dass man sie annehmen kann. Ansonsten sollte man natürlich nichts ändern.
Zu "Vollmer":
sandhofer hat geschrieben:
Johnny hat geschrieben:Beim Beispiel "Emma Vollmer" halte ich es schon für in Ordnung, das zu ändern, da es ja keinerlei Auswirkungen auf das Werk hat.
Ich finde schon. Die ganze Geschichte ist ja völlig sinnlos, wenn wir nicht den Namen haben und wissen, was es mit Emma Pollmer "in real life" auf sich hatte. Ohne dieses Wissen hängt die Story um jene Emma ziemlich dumm in der Luft, finde ich.
Das Zitat meines Textes ist da nicht vollständig und kann so auch anders gedeutet werden:
Johnny hat geschrieben:Beim Beispiel "Emma Vollmer" halte ich es schon für in Ordnung, das zu ändern, da es ja keinerlei Auswirkungen auf das Werk hat. Aufmerksame Leser würden ebenjene Emma allerdings anders betrachten, wenn ihnen der Zusammenhang klar wäre.
So ist es vollständig und ich wollte damit eigenlich nur ausdrücken, dass man es von verschiedenen Gesichtspunkten aus sehen kann. Jetzt gerade fällt mir allerdings auf, dass es die "unaufmerksamen Leser" ja auch nicht stören wird, wenn solche Sachen nicht geändert sind. Stimme also zu: Wenn es keinen stört, sondern Aufmerksamen weiterhilft, warum dann ändern?
Ich konnte übrigens "Zepter und Hammer" sowie die Fortsetzung auch ganz gut ohne dieses Wissen lesen. Wäre allerdings der Name Vollmer aufgetaucht (was er ja beim KMV soweit ich mich erinnere nicht tut), hätte ich das ganz anders gelesen.
sandhofer
Beiträge: 96
Registriert: 28. Dez 2005, 20:26

Re: Winnetou IV

Beitrag von sandhofer »

Hallo zusammen!
Johnny hat geschrieben:Die Titeländerung wurde nach Mays Tod vorgenommen und ich denke, dass man sie annehmen kann.


Der Werkspurist in mir antwortet da natürlich: nein. Der Kaufmann antwortet: Was immer sich am besten verkauft, wird angenommen.
Johnny hat geschrieben:Ansonsten sollte man natürlich nichts ändern.
Das Problem: es ist wie beim Schlittenfahren: Der erste kleine Schubs scheint gar nichts zu bewegen und zu ändern. Also schubst man noch ein bisschen und noch ein bisschen und noch ... Und plötzlich rast Du mit 60km/h und ohne Sturzhelm zu Tale.

Der KMV und seine Vorgängerorganisationen haben's gezeigt: Zuerst ein bisschen Titel ändern, dann ein bisschen Sex 'rausnehmen ... und irgendwann fängt man an, die pazifistische Gedankenwelt des alten Old Shatterhand den aktuellen Gegebenheiten anzupassen ... Witwen und Waisen zuerst ...

Grüsse

Sandhofer
Hermesmeier

Beitrag von Hermesmeier »

... wobei allerdings zu bemerken wäre, ganz unschuldig freilich, dass Verlage Bücher nicht für Werkspuristen edieren (Ausnahmen mag man als Bestätigung der Regel ansehen), sondern für Buchkäufer, für Kunden. Es mag zwischen beiden Gruppen Schnittmengen geben. Aber die sind so klein, dass sie niemandes Existenz sichern.

Eine größere Schnittmenge scheint es übrigens zwischen "Geiz-ist-geil-Denkern" und Textpuristen zu geben. Letzteren reicht doch sehr häufig ein kostenloser Download für die Zufriedenheit oder eine preisgünstige CD-Rom mit einer vollständigen Werkausgabe oder ein Satz Fotokopien von einem Reprint, dessen Erscheinen sie jahrelang gefordert haben.

Und wenn sie sich denn tatsächlich für den käuflichen Erwerb eines Reprints interessieren (und keine andere Textform könnte zuverlässiger sein), dann kommt unweigerlich die Beschwerde über den hohen Preis.
sandhofer
Beiträge: 96
Registriert: 28. Dez 2005, 20:26

Geiz ist geil

Beitrag von sandhofer »

Hallo zusammen!
Hermesmeier hat geschrieben:... wobei allerdings zu bemerken wäre, ganz unschuldig freilich, dass Verlage Bücher nicht für Werkspuristen edieren (Ausnahmen mag man als Bestätigung der Regel ansehen), sondern für Buchkäufer, für Kunden. Es mag zwischen beiden Gruppen Schnittmengen geben. Aber die sind so klein, dass sie niemandes Existenz sichern.
Leider ... leider ... (Und das ist kein Vorwurf an die Verleger. Allenfalls ans Publikum ... )
Hermesmeier hat geschrieben:Eine größere Schnittmenge scheint es übrigens zwischen "Geiz-ist-geil-Denkern" und Textpuristen zu geben.
Tatsächlich? Man lernt doch immer noch dazu. Nun, die May-CD-ROM nenne ich auch mein eigen. Ansonsten ein paar Weltbilder, KMVs, Illustrierte - halt so querbeet. May ist - bibliophil oder -manisch gesehen - nicht mein Spezialgebiet. Fotokopien oder Daunlohds allerdings sind dann auch nicht mein Ding. Eine anständige kritische Ausgabe wär' schon was. Aber eben ...

Grüsse

Sandhofer
Johnny
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Wohnort: Köln

Beitrag von Johnny »

Sieht so aus als würde das ganze langsam ausklingen...
Schade, war doch eigentlich ganz lustig...
La Zorra
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Wohnort: Overath

Beitrag von La Zorra »

dann muß man es wieder aufleben lassen...

zum allgemeinen thema änderungen ist mir gerade aufgefallen (lese durchs wilde kurdistan in fraktur von 1935der früher - kein datum drin, nur mit bleistift 1935), dass änderungen bei späteren auflagen natürlich der rechtschreibung und ausdrucksweise angepasst werden. in wie weit substantielle änderungen vorgenommen werden, weiß ich nicht, da ich leider kaum vergleichsbände späterer auflagen zum lesen habe.

weiß da einer mehr ob grundsätzlich in jedem buch solche änderungen sind?
Johnny
Beiträge: 221
Registriert: 6. Okt 2006, 18:23
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Beitrag von Johnny »

Hm...
In einigen gibts so was, als Beispiel sei nur "Der Löwe der Blutrache" genannt, wo die Bachtijaren-Episode nur kurz zusammengefasst und in ne´n Sammelband verschoben worden ist.
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