Hallo zusammen!
In einem seiner Kolportagewerke - ich glaube, im Waldröschen - gibt es die Szene, wo einer von Mays Superhelden in einer Show in der Heimat mal schnell ein Pferd mit einem Fausthieb betäubt oder tötet.
Nun bin ich in einem ganz andern Zusammenhang darauf gestossen, dass Friedrich de la Motte Fouqué in einer isländischen Sage (ev. einer Nacherzählung) seinen isländischen Helden dasselbe tun lasse. Leider gibt meine Quelle keine genauen Angaben dazu. Ich kann mich auch nicht erinnern, dass Arno Schmidt, dessen Liebling Fouqué ja war, dies je erwähnt hätte.
Gibt es hier Kenner von Fouqués Werk, die mir Auskunft geben können, wo ich diese Stelle finde?
Grüsse
Sandhofer
Mit der Faust ein Pferd erschlagen
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sandhofer
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giesbert
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Re: Mit der Faust ein Pferd erschlagen
Ich frag mal in der ASml nach, da erreicht man Schmidt-, May- und Fouqué-Leser gleich auf einmal 8-)
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giesbert
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So, gleich 2 Antworten. Here we go:
und:es handelt sich um Fouqués Roman "Thiodolf der Isländer" (1815). Und
Schmidt zieht sehr wohl den Vergleich "ganz Shatterhand" (BA III/1, S.
235).
das von der Schmetterfaust des Helden niedergestreckte Pferd findet sich in:
FOUQUÉ, Friedrich de la Motte: Die Fahrten Thiodolfs des Isländers. Ein
Ritterroman. 2 Thle. in 1 Bd. - Hbg.: August Campe 1815. 2 Bll., 324; 303
Ss. Kl.8°. Rotbraunes BibliotheksLn. d. 20. Jh. mit goldgeprägt. Rückentitel
(leicht angestaubt, Kanten tls. min. berieben).
ERSTE AUSGABE. - Erfolgreicher Abenteurer- und Ritterroman aus Friedrich de
la Motte Fouqués (1777-1843) bester Schaffenszeit, entstanden bereits
1812/13: "Der sieben Fuß hohe Recke besteht nacheinander seine
'geuerlichkeiten' in Island, Italien, Afrika, und endlich in Byzanz und den
Bulgarenkriegen; es ist der Riese Asprian in natura, der nicht ansteht,
einen der größten afrikanischen Löwen als schönen gelben Hund zu bezeichnen
Š Ein Pferd tötet er, ganz Shatterhand, mit einem Schlage seiner 'beerzten'
Faust vor den Kopft; Berserkerwut tritt an gut gewählten Stellen ein, etc.,
etc. Vielleicht hat er das gemeint, wenn er am 27.7.1812 an Wagner schreibt,
daß er im 'Thiodolf' die 'heitre, oft lustige, beinahe drollige Seite'
seines Wesens hervortreten lassen wolle. Š Wenige poetisch schöne Stellen -
wie z.B. die Beschreibung des Lebens auf Island im ersten Teil - können dem
mißlungenen Ganzen nicht aufhelfen; es bleibt bloße Tapetenbuntheit, ein
schwachfarbiger Fries ohne tieferen Sinn." (Arno Schmidt, BA III,1,237 f.).
- Gätjens 178.7 (Wiener Nachdruck). - Goedeke VI,123,51. - Kaldewey's
Lese-Kabinett XIII,123. - Kosch3 V,375. - Wilpert-G.2 32. -
Bibliotheksexemplar, Stempel auf Vorsätzen u. Titel; durchgehend stärker
stockfleckig; in Thl. II Ss. 33/34 mit Einriß u. Ss. 293/94 mit reparierten
Randausriß (ohne Textverlust); kl. Gebrauchsspuren.
Bestnr. 68592
Das ausgemusterte Bibliotheksexemplar stand völlig verloren im Keller eines
Londoner Antiquariats und mußte natürlich nach Bargfeld gebracht werden ...
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giesbert
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Re: Faust
Bargfelder Ausgabe, Abteilung III, Band 1, S. 235.sandhofer hat geschrieben:Jetzt muss ich nur noch "BA III/1 S. 235" in meine Ausgabe zu übersetzen versuchen.
Zur Orientierung: In der BA beginnt §31 auf S. 231 und endet auf 243.
Ansonsten ist das Zitat im zweiten Zitat ("Der sieben Fuß hohe Recke ....") die gesuchte Stelle. Der entsprechende Absatz beginnt mit "Noch manirierer geberdet er sich ...."
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sandhofer
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Konkordanz
Danke! Mein Problem ist, dass ich eine andere Ausgabe von Schmidts Werken habe. Und keine Konkordanz. Aber der Abschnittsbeginn wird mir hoffentlich weiterhelfen.
Ma schauen. Aber nicht mehr heute. Und wahrscheinlich auch nicht mehr morgen ...
Grüsse
Sandhofer
Ma schauen. Aber nicht mehr heute. Und wahrscheinlich auch nicht mehr morgen ...
Grüsse
Sandhofer