Winnetou-Neuverfilmung 2016: Kritik zum Film
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Lex Barker
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Re: Winnetou-Neuverfilmung 2016: Kritik zum Film
@Winnetoukarlmay2016:
Deine Erklärungen sind ja alle ausführlich und logisch.
Aber warum benennt man sowas nach Karl May und Winnetou, wenn man so stark von Mays Vorlagen abweicht??
Hab hier mal die Antwort der FB Winnetou Redaktion, auf meine Frage dazu:
Sie haben vollkommen recht, dass wir uns viele künstlerische Freiheiten nehmen wollten, um zum einen die Geschichten zeitgemäß neu zu erzählen aber auf der anderen Seite die Karl May-Fans auch mit unseren neuen Interpretationen zu überraschen.
Deine Erklärungen sind ja alle ausführlich und logisch.
Aber warum benennt man sowas nach Karl May und Winnetou, wenn man so stark von Mays Vorlagen abweicht??
Hab hier mal die Antwort der FB Winnetou Redaktion, auf meine Frage dazu:
Sie haben vollkommen recht, dass wir uns viele künstlerische Freiheiten nehmen wollten, um zum einen die Geschichten zeitgemäß neu zu erzählen aber auf der anderen Seite die Karl May-Fans auch mit unseren neuen Interpretationen zu überraschen.
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markus
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Re: Winnetou-Neuverfilmung 2016: Kritik zum Film
Stimmt...nicht der Stammtischhumor der alten Filme.Rüdiger hat geschrieben:Der Humor kommt im ersten der neuen Filme so herüber wie bei Karl May: dezent ... (z.B. die prophylaktische förmliche Verabschiedung Old Shatterhands von Winnetou und dann der [absichtlich] nicht sonderlich "heldenhaft" aussehende Sprung ins Wasser ...)
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Shatterhand24
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Re: Winnetou-Neuverfilmung 2016: Kritik zum Film
Eigentlich heißen die Filme jaLex Barker hat geschrieben:@Winnetoukarlmay2016:
Deine Erklärungen sind ja alle ausführlich und logisch.
Aber warum benennt man sowas nach Karl May und Winnetou, wenn man so stark von Mays Vorlagen abweicht??
Hab hier mal die Antwort der FB Winnetou Redaktion, auf meine Frage dazu:
Sie haben vollkommen recht, dass wir uns viele künstlerische Freiheiten nehmen wollten, um zum einen die Geschichten zeitgemäß neu zu erzählen aber auf der anderen Seite die Karl May-Fans auch mit unseren neuen Interpretationen zu überraschen.
Winnetou - Der Mythos Lebt und das tut er durch die neuen Filme. Und das ist neutral zu den Karl May erzählubgen
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mugwort
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Re: Winnetou-Neuverfilmung 2016: Kritik zum Film
... die "theoretische Kartographie des Antarktis" ist auch nicht ganz ohne. Das klingt, als hätte May es selbst auf irgendeiner Fan-Veranstaltung zum Besten gegeben....markus hat geschrieben:Stimmt...nicht der Stammtischhumor der alten Filme.Rüdiger hat geschrieben:Der Humor kommt im ersten der neuen Filme so herüber wie bei Karl May: dezent ... (z.B. die prophylaktische förmliche Verabschiedung Old Shatterhands von Winnetou und dann der [absichtlich] nicht sonderlich "heldenhaft" aussehende Sprung ins Wasser ...)
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Lex Barker
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Re: Winnetou-Neuverfilmung 2016: Kritik zum Film
Möchte hier mal kurz mein Resümee zu den drei Teilen abgeben:
Muss sagen, schauspielerische Leistung ist großartig, aber leider mit Karl May oder Winnetou sehr wenig gemeinsam.
Ich selbst habe sehr viel im Vorfeld als leidenschaftlicher Karl May-Film Fan und Kenner für den Dreiteiler geworben.
Bin aber jetzt ein bisschen enttäuscht. Die Umsetzung ist gut, als spannender Western.
Aber diesen als Mythos Winnetou von Karl May zu bezeichnen, ist zu weit hergeholt.
Wie bereits in meinen anderen Posts geschrieben, man muss diese Filme komplett neutral und am besten ohne tiefes Karl May Vorwissen ansehen, dann wären sie gelungen.
Die wichtigsten Details, die den Film interessant gemacht hätten, fehlen oder sind komplett anders dargestellt, als in Mays Erzählungen.
Ich nenne hier mal kurz paar Beispiele, die sofort negativ auffallen:
Das Kennenlernen der beiden Hauptakteure.
Eigentlich hatte Old Shatterhand Winnetou gerettet. Und dann wurde über Umwege Blutsbruderschaft geschlossen.
Aber hier wird Old Shatterhand überfallen und gefangengenommen. Erst im letzten Teil wird die Blutsbruderschaft geschlossen.
Alles sehr durcheinander und undurchsichtig.
Die Pferde der Helden.
Hier sind es Schwarzschecken. In den Bücher waren beide schwarze Rappenbrüder.
Außerdem wurde Hatatitla nie erschossen.
Die Waffen.
Die Silberbüchse ist dem Original der 60er nachempfunden, aber wie Winnetou hier zu ihr kam, geht garnicht. Winnetou nahm sie einem Mexikaner im Kampf ab. Tatsächlich war es in den Erzählungen so, dass er sie von seinem Vater geerbt hatte.
Ebenfalls der Henrystutzen. Er klaute ihn einem Industriellen von dessen Kaminwand, der ihn früher für die Büffeljagd benutze.
In Wirklichkeit wurde er aber von einem Büchsenmacher namens Henry gebaut.
Vom Bärentöter ist überhaupt nicht die Rede.
Die Filmmusik:
Die fehlt mir am meisten. Sie wurde im Vorfeld so sehr beworben, und dann sowas.
Außer ein paar Hintergrundmelodien ist davon kaum was zu hören. Weder spannende Szenen noch Kämpfe sind von diesem historischen Klang hinterlegt.
Sam wird heimisch und Ladenbesitzer? Als alter Trapper unmöglich.
Für Interessierte, die noch nie etwas mit Winnetou in Verbindung gebracht haben, wird es sicher interessant sein. Aber für Winnetou Anhänger, die sich bis ins Detail mit den alten Filmen sowie Büchern beschäftigt haben, wird es eine Enttäuschung.
Schöner wäre es gewesen, diese Filme einen neutralen Namen zu geben.
Der Style ähnelt eher "Der mit dem Wolf tanzt", wozu auch das gut inszeniert aufgeführte und dramatische Leben des roten Volkes passen würde.
Mein Fazit als Karl May Fan:
Gelungene Western Spielfilm-Trilogie, aber ohne nennenswerten Bezug zu Karl May oder dessen Winnetou Erzählungen.
Muss sagen, schauspielerische Leistung ist großartig, aber leider mit Karl May oder Winnetou sehr wenig gemeinsam.
Ich selbst habe sehr viel im Vorfeld als leidenschaftlicher Karl May-Film Fan und Kenner für den Dreiteiler geworben.
Bin aber jetzt ein bisschen enttäuscht. Die Umsetzung ist gut, als spannender Western.
Aber diesen als Mythos Winnetou von Karl May zu bezeichnen, ist zu weit hergeholt.
Wie bereits in meinen anderen Posts geschrieben, man muss diese Filme komplett neutral und am besten ohne tiefes Karl May Vorwissen ansehen, dann wären sie gelungen.
Die wichtigsten Details, die den Film interessant gemacht hätten, fehlen oder sind komplett anders dargestellt, als in Mays Erzählungen.
Ich nenne hier mal kurz paar Beispiele, die sofort negativ auffallen:
Das Kennenlernen der beiden Hauptakteure.
Eigentlich hatte Old Shatterhand Winnetou gerettet. Und dann wurde über Umwege Blutsbruderschaft geschlossen.
Aber hier wird Old Shatterhand überfallen und gefangengenommen. Erst im letzten Teil wird die Blutsbruderschaft geschlossen.
Alles sehr durcheinander und undurchsichtig.
Die Pferde der Helden.
Hier sind es Schwarzschecken. In den Bücher waren beide schwarze Rappenbrüder.
Außerdem wurde Hatatitla nie erschossen.
Die Waffen.
Die Silberbüchse ist dem Original der 60er nachempfunden, aber wie Winnetou hier zu ihr kam, geht garnicht. Winnetou nahm sie einem Mexikaner im Kampf ab. Tatsächlich war es in den Erzählungen so, dass er sie von seinem Vater geerbt hatte.
Ebenfalls der Henrystutzen. Er klaute ihn einem Industriellen von dessen Kaminwand, der ihn früher für die Büffeljagd benutze.
In Wirklichkeit wurde er aber von einem Büchsenmacher namens Henry gebaut.
Vom Bärentöter ist überhaupt nicht die Rede.
Die Filmmusik:
Die fehlt mir am meisten. Sie wurde im Vorfeld so sehr beworben, und dann sowas.
Außer ein paar Hintergrundmelodien ist davon kaum was zu hören. Weder spannende Szenen noch Kämpfe sind von diesem historischen Klang hinterlegt.
Sam wird heimisch und Ladenbesitzer? Als alter Trapper unmöglich.
Für Interessierte, die noch nie etwas mit Winnetou in Verbindung gebracht haben, wird es sicher interessant sein. Aber für Winnetou Anhänger, die sich bis ins Detail mit den alten Filmen sowie Büchern beschäftigt haben, wird es eine Enttäuschung.
Schöner wäre es gewesen, diese Filme einen neutralen Namen zu geben.
Der Style ähnelt eher "Der mit dem Wolf tanzt", wozu auch das gut inszeniert aufgeführte und dramatische Leben des roten Volkes passen würde.
Mein Fazit als Karl May Fan:
Gelungene Western Spielfilm-Trilogie, aber ohne nennenswerten Bezug zu Karl May oder dessen Winnetou Erzählungen.
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Rüdiger
Re: Winnetou-Neuverfilmung 2016: Kritik zum Film
Losgelöste Neuinterpretation mit augenzwinkerndem Hommage-Anteil ...brennendeswasser hat geschrieben: Was denn nun? Losgelöste Neuinterpretation oder Hommage?
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Bärentöter
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Re: Winnetou-Neuverfilmung 2016: Kritik zum Film
Hallo "WinnetouKarlMay2016": Wie kannst Du solch einen Unsinn behaupten, daß MARTIN BÖTTCHER diesen Soundtrack neu arrangiert hat? Woher weißt Du
das? Woher nimmst Du diese These? Martin Böttcher hat mit dieser Neuinterpretation genauso viel zu tun wie DU und ICH!!! Er gab lediglich sein OKAY
für die Musikrechte die sich "Rat-Pack" dann vom "Schacht-Musik-Verlag" sicherte! Er saß 2 Tage im Studio zusammen mit Heiko Maile bei den Musik-aufnahmen mit dem Babelsberger Filmorchester. Gab dann dem Ereignis seinen Segen was seinen Lauf nahm... Bitte hier nichts zusammenreimen. Auch wenn es schöner klingt. Das ist genauso abwegig wenn ich hier schreiben würde, Philipp Stölzl übernahm die Regie nur weil Michael Herbig keine
Zeit hatte....
Vor allem zu erzählen, der "SOUNDTRACK" sollte moderner klingen. Deswegen nahm man eine Vocale Version der "Winnetou-Melodie" auf...
Martin Böttcher war mit seinen Soundtracks schon damals seiner Zeit weit voraus und modern!!! Ich weiß nicht ob es modern ist, eine Art "Enia-Vocal-
Version" zu präsentieren...
das? Woher nimmst Du diese These? Martin Böttcher hat mit dieser Neuinterpretation genauso viel zu tun wie DU und ICH!!! Er gab lediglich sein OKAY
für die Musikrechte die sich "Rat-Pack" dann vom "Schacht-Musik-Verlag" sicherte! Er saß 2 Tage im Studio zusammen mit Heiko Maile bei den Musik-aufnahmen mit dem Babelsberger Filmorchester. Gab dann dem Ereignis seinen Segen was seinen Lauf nahm... Bitte hier nichts zusammenreimen. Auch wenn es schöner klingt. Das ist genauso abwegig wenn ich hier schreiben würde, Philipp Stölzl übernahm die Regie nur weil Michael Herbig keine
Zeit hatte....
Vor allem zu erzählen, der "SOUNDTRACK" sollte moderner klingen. Deswegen nahm man eine Vocale Version der "Winnetou-Melodie" auf...
Martin Böttcher war mit seinen Soundtracks schon damals seiner Zeit weit voraus und modern!!! Ich weiß nicht ob es modern ist, eine Art "Enia-Vocal-
Version" zu präsentieren...
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allwanderer
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Re: Winnetou-Neuverfilmung 2016: Kritik zum Film
Sehe ich genauso, erst recht nach dem gestern gesehenen 2. Teil, der, meiner Meinung nach, noch schwächer als der erste war.Lex Barker hat geschrieben:
Mein Fazit als Karl May Fan:
Gelungene Western Spielfilm-Trilogie, aber ohne nennenswerten Bezug zu Karl May oder dessen Winnetou Erzählungen.
Karl May sagte einmal, er "wolle Sonnenschein in die Herzen und die Häuser der Menschen bringen". Das ist ihm mit seinen Büchern gelungen und auch EINIGE der alten Filme und EINIGE Festspielaufführungen brachten mir dieses "Sonnenschein-Feeling".
Aber die neuen Filme mit teilweise Fäkalsprache, Gewaltszenen ( z.B. einen Meschen an eine Brücke nageln, verwundete Wehrlose zu ermorden etc. ), das ständige Liebesgefasel und die "Unfähigkeiten" eines "greenhornigen" Old Shatterhand ( kann noch nicbt mal ein Pferd einfangen ), der fehlende Humor, der ein wohltuender Ausgleich zu Gewaltszenen wäre, hat mir keinen "Sonnenschein" gebracht, sondern eher die Ambition, den Fernseher auszuschalten. Ich habe aber doch noch bis zum Ende durchgehalten. Während ich die alten Filme mir immer wieder mal gerne anschaue, wird es bei dieser Neuinterpretation wohl beim einmaligen Sehen bleiben.-
Wenn mugwort sinngemäss schreibt, Kinder solle man nicht unterschätzen, weil sie heute durch die Nachrichten schon mit Gewalt konfrontiert werden, stimmt das schon, aber was hat das mit KM zu tun? Man möchte durch KM eben gedanklich aus dieser tristen Alltäglichkeit entfliehen. Für mich hätte der Dreiteiler eher unter dem Arbeitstitel "So war der Wilde Westen wirklich" Sinn gehabt. Dazu hätte man nicht "Winnetou" bemühen müssen. Man hätte dafür neue Namen erfinden können oder wenns real sein soll, z.B die Freundschaft zwischen Cochise und Jeffords. Wäre auch interessant gewesen und man hätte dann wenigstens nicht Karl May "verhunzt".-
Es wäre mal interessant zu erfahren, wie vom Dreiteiler begeisterte Menschen, die vorher keine Ahnung vom "richtigen" Karl May hatten, reagieren, wenn sie jetzt, durch den Dreiteiler angeregt, zu einem Karl May-Buch greifen. Dabei wäre es egal, ob "bearbeitete" Ausgabe oder HKA. -
Aber wem der Dreiteiler gefällt, der soll damit glücklich werden. Ist doch alles Geschmacksache. Und was dem Einen seine Eule, ist dem Anderen seine Nachtigall. Ein altes Sprichwort, dass auch auf diese Neuinterpretation zutrifft.
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mugwort
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Re: Winnetou-Neuverfilmung 2016: Kritik zum Film
Ein paar Anmerkungen dazu auf die Schnelle:allwanderer hat geschrieben:
Aber die neuen Filme mit teilweise Fäkalsprache, Gewaltszenen ( z.B. einen Meschen an eine Brücke nageln, verwundete Wehrlose zu ermorden etc. ), das ständige Liebesgefasel und die "Unfähigkeiten" eines "greenhornigen" Old Shatterhand ( kann noch nicbt mal ein Pferd einfangen ), der fehlende Humor, der ein wohltuender Ausgleich zu Gewaltszenen wäre, hat mir keinen "Sonnenschein" gebracht, sondern eher die Ambition, den Fernseher auszuschalten. Ich habe aber doch noch bis zum Ende durchgehalten. Während ich die alten Filme mir immer wieder mal gerne anschaue, wird es bei dieser Neuinterpretation wohl beim einmaligen Sehen bleiben.-
Wenn mugwort sinngemäss schreibt, Kinder solle man nicht unterschätzen, weil sie heute durch die Nachrichten schon mit Gewalt konfrontiert werden, stimmt das schon, aber was hat das mit KM zu tun? Man möchte durch KM eben gedanklich aus dieser tristen Alltäglichkeit entfliehen.
- o.k., Fäkalsprache ist nicht so wirklich Karl May: Aber ehrlich gesagt: So viel davon gab es doch in den Filmen gar nicht, oder?
- Gewaltszenen sind typisch Karl May - da war er nun wirklich nicht zimperlich. Und war es nicht sogar Rattler, der mit Messern durch Arme und Beine an den Marterpfahl genagelt wurde, bevor er als jämmerlicher Feigling von Kindern (!) in den Rio Pecos geschubst und erschossen wurde?
- Humor finde ich bei Karl May (da sowieso) und auch in den neuen Filmen. Sogar sehr hübschen, versteckten Humor (ich lache immer noch über die theoretische Kartographierung der Antarktis)
- Für mich war es nie - auch nicht ansatzweise - ein Ziel, mit Karl May der "tristen Alltäglichkeit" zu entfliehen. Ich glaube auch nicht, dass er das primär gewollt hat. Natürlich hat Karl May auch schlicht zur Unterhaltung geschrieben (Verkaufszahlen sind ja nicht ganz irrelevant, wenn man von der Schreiberei leben will und muss) - aber gehörte nicht auch und in erster Linie dazu: Reisen in Traumwelten, um sich selbst zu reflektieren, selbst zu verstehen, selbst zu finden? Reisen in Traumwelten, um den Versuch zu unternehmen, die reale Welt zu verarbeiten, zu verstehen?
- "Liebesgefasel" - wenn man es jetzt nicht nur auf die Liebe zwischen Mann und Frau bezieht, sondern verallgemeinert, ist das nun gerade Karl Mays zentrales Thema. DAS Thema seines Lebens schlechthin. Oder habe ich da was übersehen? Die Omnipotenz der Helden ist eher Nebensache, möglicherweise psychologische Notwendigkeit.
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Rüdiger
Re: Winnetou-Neuverfilmung 2016: Kritik zum Film
Mugwortl, da sind wir uns im Großen & Ganzen denn doch mal wieder nahezu einig. Ist ja auch mal schön.
;-)
;-)
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Shatterhand24
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Re: Winnetou-Neuverfilmung 2016: Kritik zum Film
Genau richtigmugwort hat geschrieben:Ein paar Anmerkungen dazu auf die Schnelle:allwanderer hat geschrieben:
Aber die neuen Filme mit teilweise Fäkalsprache, Gewaltszenen ( z.B. einen Meschen an eine Brücke nageln, verwundete Wehrlose zu ermorden etc. ), das ständige Liebesgefasel und die "Unfähigkeiten" eines "greenhornigen" Old Shatterhand ( kann noch nicbt mal ein Pferd einfangen ), der fehlende Humor, der ein wohltuender Ausgleich zu Gewaltszenen wäre, hat mir keinen "Sonnenschein" gebracht, sondern eher die Ambition, den Fernseher auszuschalten. Ich habe aber doch noch bis zum Ende durchgehalten. Während ich die alten Filme mir immer wieder mal gerne anschaue, wird es bei dieser Neuinterpretation wohl beim einmaligen Sehen bleiben.-
Wenn mugwort sinngemäss schreibt, Kinder solle man nicht unterschätzen, weil sie heute durch die Nachrichten schon mit Gewalt konfrontiert werden, stimmt das schon, aber was hat das mit KM zu tun? Man möchte durch KM eben gedanklich aus dieser tristen Alltäglichkeit entfliehen.
- o.k., Fäkalsprache ist nicht so wirklich Karl May: Aber ehrlich gesagt: So viel davon gab es doch in den Filmen gar nicht, oder?
- Gewaltszenen sind typisch Karl May - da war er nun wirklich nicht zimperlich. Und war es nicht sogar Rattler, der mit Messern durch Arme und Beine an den Marterpfahl genagelt wurde, bevor er als jämmerlicher Feigling von Kindern (!) in den Rio Pecos geschubst und erschossen wurde?
- Humor finde ich bei Karl May (da sowieso) und auch in den neuen Filmen. Sogar sehr hübschen, versteckten Humor (ich lache immer noch über die theoretische Kartographierung der Antarktis)
- Für mich war es nie - auch nicht ansatzweise - ein Ziel, mit Karl May der "tristen Alltäglichkeit" zu entfliehen. Ich glaube auch nicht, dass er das primär gewollt hat. Natürlich hat Karl May auch schlicht zur Unterhaltung geschrieben (Verkaufszahlen sind ja nicht ganz irrelevant, wenn man von der Schreiberei leben will und muss) - aber gehörte nicht auch und in erster Linie dazu: Reisen in Traumwelten, um sich selbst zu reflektieren, selbst zu verstehen, selbst zu finden? Reisen in Traumwelten, um den Versuch zu unternehmen, die reale Welt zu verarbeiten, zu verstehen?
- "Liebesgefasel" - wenn man es jetzt nicht nur auf die Liebe zwischen Mann und Frau bezieht, sondern verallgemeinert, ist das nun gerade Karl Mays zentrales Thema. DAS Thema seines Lebens schlechthin. Oder habe ich da was übersehen? Die Omnipotenz der Helden ist eher Nebensache, möglicherweise psychologische Notwendigkeit.
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mugwort
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Re: Winnetou-Neuverfilmung 2016: Kritik zum Film
DAS ist nicht Dein Ernst (ich liege grade lachend unterm Tisch).Rüdiger hat geschrieben:Mugwortl
Es grüßt
Die Elch
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Rüdiger
Re: Winnetou-Neuverfilmung 2016: Kritik zum Film
Dochdoch ... das sind so meine menschenfreundlichen Anwandlungen. Laßt mich den lieben Onkel auch spielen, es fühlt sich so dideldidum an (letzter Ausdruck der Formulierung inspiriert durch unseren frühverstorbenen Mitstreiter Thomas Schwettmann; sowas merk' ich mir ...)
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Harty
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Re: Winnetou-Neuverfilmung 2016: Kritik zum Film
Die Silbersee Neufassung hat mir nicht 100% gefallen, mir fehlte es an Spannung. Spannung bitte nicht mit Action gleichsetzen. Die Neuinterpretationen der 3 Filme in Summe gefallen mir, hier und da bin ich aber nicht einverstanden. 15 Millionen soll das Projekt verschlungen haben, nur wo ist das Geld hin? Bei aller Liebe , aber ca 50 Komparsen sind doch ein wenig. Besonders im 3 Teil fehlte es mir an Indianern. Die Apachen wirkten wie die letzten Mohikaner, Krieger sah man nur ca 5-10. Ich möchte nicht mit den alten Verfilmungen vergleichen, da aktuell ein anderer Ansatz gewählt wurde. Aber dort sah man Horden von Indianern. Ich möchte darauf nochmals hinweisen, dass die 60er Filme auch frei nach May waren. Old Shatterhand sesshaft als Farmer ist ein reizvoller Ansatz, aber nach Teil 3 als Häuptling der Apachen ist ein No-go. Charaktere müssen sich entwickeln, alles gut. Der Tod von Winnetou nun aber in Teil 3 kam mir zu schnell, da auch die Blutsbrüderschaft erst in Teil 3 folgte. DIe Filme bauen aufeinander auf und zeigen einen kurzen Zeitraum. Ein offenes Ende wäre sinnvoller gewesen ohne den Tod von Winnetou. Weitere RTL Filme würden nicht mehr in das Zeitraster passen. Es wäre ausserdem nur konsequent gewesen in der Neufassung Winnetou noch nicht sterben zu lassen.
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Lex Barker
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Re: Winnetou-Neuverfilmung 2016: Kritik zum Film
Nach allen drei gesehenen Teilen bleibe ich dabei:
Es sind gut inszenierte Western und auch schauspielerisch nicht zu verachten.
Aber mit Karl May oder Winnetou hat das zu wenig zu tun. Zu sehr weicht es von der Originalvorlage ab. Viel mehr als die Namen der Hauptfiguren sowie paar tatsächliche Romanübernahmen erkenne ich nicht.
So etwas "von Karl May" und "Winnetou" zu nennen, geht einfach nicht.
Da wundert es mich nicht, dass es Probleme mit dem Karl May Verlag wegen der Namensrechte gab.
Es sind gut inszenierte Western und auch schauspielerisch nicht zu verachten.
Aber mit Karl May oder Winnetou hat das zu wenig zu tun. Zu sehr weicht es von der Originalvorlage ab. Viel mehr als die Namen der Hauptfiguren sowie paar tatsächliche Romanübernahmen erkenne ich nicht.
So etwas "von Karl May" und "Winnetou" zu nennen, geht einfach nicht.
Da wundert es mich nicht, dass es Probleme mit dem Karl May Verlag wegen der Namensrechte gab.