Eine naive Frage zum Henrystutzen

giesbert
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Beitrag von giesbert »

Ich empfehle zum Thema Bearbeitung ja immer wieder gern Karl Konrad Polheims Vortrag "In den Schluchten der Texte" aus dem KMG-Jahrbuch 1988, der problemlos von den Webseiten der KMG geladen werden kann:

http://www.karl-may-gesellschaft.de/kmg ... 988/38.htm

eine unaufgeregte und philologisch sachkundige Einführung in das Problemfeld.
Zuletzt geändert von giesbert am 14. Jul 2006, 12:52, insgesamt 1-mal geändert.
JennyFlorstedt
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Beitrag von JennyFlorstedt »

Danke! Genau so etwas habe ich gesucht.

ta
Hermesmeier

Beitrag von Hermesmeier »

Sylvia hat geschrieben:Jennys Antwort ist kurz, sachlich, richtig wohltuend. Danke!
Mehr, mehr! Bzw. Bitte öfter!
Jennys Antwort war leider nur zum Großteil korrekt, weil nämlich ausgerechnet "Die Liebe des Ulanen" von Anfang an unter dem Namen Karl Mays erschien. Hier also kein Pseudo- oder Anonym.
sandhofer
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Winchester

Beitrag von sandhofer »

Hallo zusammen!

Um das Off-Topic zwar in demselben zu behalten, aber doch wieder ein bisschen More-On-Topic zu führen:

Die Firma Winchester, die aus einer ersten Version der Firma Smith & Wesson hervorging und für die seinerzeit der Erfinder Benjamin Tyler Henry die ursprünglichen Smith & Wesson Volcanic-Repetiergewehre verbesserte, bis daraus die legendäre Winchester-Reihe hervorging (der man Mays Henry-Stutzen wohl zuordnen müsste?) - diese Firma gehört jetzt der belgischen Herstal und steht m.W. heute kurz vor der Schliessung. Ausser die von Smith und Wesson nach dem Verkauf ihrer ersten Firma wieder gegründete Smith & Wesson kaufe sie (quasi: zurück).

Grüsse

Sandhofer
Rolf Dernen
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Re: Winchester

Beitrag von Rolf Dernen »

[quote="sandhofer"]


Die Firma Winchester, die aus einer ersten Version der Firma Smith & Wesson hervorging und für die seinerzeit der Erfinder Benjamin Tyler Henry die ursprünglichen Smith & Wesson Volcanic-Repetiergewehre verbesserte, bis daraus die legendäre Winchester-Reihe hervorging (der man Mays Henry-Stutzen wohl zuordnen müsste?) - diese Firma gehört jetzt der belgischen Herstal und steht m.W. heute kurz vor der Schliessung. Ausser die von Smith und Wesson nach dem Verkauf ihrer ersten Firma wieder gegründete Smith & Wesson kaufe sie (quasi: zurück).

Hallo Sandhofer!

Habe die Nachricht auch bei "Spiegel-online" gelesen. Eigentlich ein Jammer, daß eine so traditionsreiche Firma möglicherweise dichtmachen muß. Und natürlich ist das Henry-Gewehr der Vorläufer des ersten Winchester-Unterhebelrepetierers. Aber Mays literarischer Henrystutzen ist eben eine ganz andere Sache. Ein Phantasiegewehr halt. - May besaß ja auch in seiner "Renommierzeit" gar keinen "Henrystutzen". Die wenigen Kostümfotos aus dieser Zeit (die meisten sind mit Bärentöter bzw. Silberbüchse), auf denen er den angeblichen Stutzen in der Hand hält, zeigen ein einschüssiges Militärgewehr. Und selbst die Waffe, die heute als Henrystutzen in Radebeul gezeigt wird, ist nicht mal eine echte Henry, sondern deren Nachfolgerin, die Winchester Modell 1866, die May erst 1902 erhielt.
Starker Bär
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Ius primae topics :-)

Beitrag von Starker Bär »

Als Inhaber des obigen Rechts erlaube ich mir eine kleine Topic-Verschiebung.

Was ich immer schon wissen wollte: hat unser aller Übermensch Old Shatterhand/Kara Ben Nemsi eigentlich jemals absichtlich einen Menschen, auch wenn er noch so böse war, vom Leben zum Tode gebracht?

Ich kann mich an unzählige Knieschüsse erinnern (die wohl für das Opfer jwd im Wilden Westen auch nicht gerade eine Garantie auf einen ruhigen Lebensabend gewesen sein werden), auch möchte ich nicht in der Haut eines Lumpen stecken, der des Nächtens einen Gewehrkolben übergezogen bekommt, weil ich mir nicht vorstellen kann, daß das immer genauso tempiert passiert, daß da außer Schädelbrummen und Platzwunde nix Schlimmes überbleibt, aber sonst gehen doch alle pösen Bösewichte immer so schrecklich schicksalhaft drauf, oda?

Die Bösen stürzen beim Nahkampf rücklings in Messer, Säbel, Abgründe, scheitern mangels der dazu notwendigen Wunderpferde am Überspringen von tiefen Schluchten, werden von anderen Bösewichten versehentlich oder in Folge Stimmungs-, bzw. Seitenwechsels massakriert, oder von anderen Guten - meist als überaus späte Vergeltung endlich nach unglaublichen Missetaten - aus gutem Grunde getötet.

Aber schafft es unser überaus edler Titelheld jemals, jemand (mal von Grizzlybären und Löwen und Klapperschlangen und anderem Getier abgesehen), auch wenn er es noch so verdient hätte, vorsätzlich zu töten?
Rolf Dernen
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Re: Ius primae topics :-)

Beitrag von Rolf Dernen »

Starker Bär hat geschrieben:Als Inhaber des obigen Rechts erlaube ich mir eine kleine Topic-Verschiebung.

Was ich immer schon wissen wollte: hat unser aller Übermensch Old Shatterhand/Kara Ben Nemsi eigentlich jemals absichtlich einen Menschen, auch wenn er noch so böse war, vom Leben zum Tode gebracht?
Mir fällt spontan ein: In "Winnetou I" macht er "Blitzmesser" beim Zweikampf alle.
Sabine
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Beitrag von Sabine »

Aber nur, weil er von Sam Hawkens gesagt bekommt, dass das so sein muss.

Da ist jetzt die Frage, wie man "absichlich" auslegen will. Absichtlich ist die Tötung Blitzmessers streng genommen schon, aber nicht wirklich beabsichtigt, sondern eher aus der Situation heraus (zumindest kommt es so bei mir an).
Rolf Dernen
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Beitrag von Rolf Dernen »

Wenn ich mal jemanden umbringen sollte, nehme ich Dich als Verteidigerin.
Starker Bär
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Vorsatz

Beitrag von Starker Bär »

Also mir ist das absichtlich genug. Habe ich längst nicht mehr evident gehabt und hätte ich auch nicht erwartet.

Ist dieser ungewöhnlich brutale Vorfall nun ein Einzelfall oder kommt das noch öfter vor?

Soweit ich mich erinnern konnte, trieft - und das meine ich nun gar nicht zynisch - unser Superman ja permanent vor Gutheit, übt sich in ständigem Verzeihen und kann so gut wie allen Anflügen von so profanen Motiven wie Rache und Vergeltung widerstehen, sodaß selbst die bösesten Bösewichte - so er anwesend ist - nie gelyncht werden und - wie durch ein Wunder - durch einen schicksalhaften Abgang fast immer einer irdischen Gerechtigkeit entkommen.
karmaqueen
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Beitrag von karmaqueen »

irgendwie habe ich wie rüdiger den eindruck, dass in diesem thread bald noch eine aparte mexikanerin mitdiskutieren wird, die entfernt mit pablo cortejo und oskar steinbach verwandt ist ;-)
Starker Bär
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ähm

Beitrag von Starker Bär »

Wie stehen die Chancen für einen "Zuagrasten", diese Pointe irgendwann auch zu verstehen?
Sylvia
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Beitrag von Sylvia »

Eher schlecht.
Außer, es erklärt Dir jemand, dass wir hier an Verfolgungswahn leiden, weil sich in der Vergangenheit mal ein Kurt A. den Spaß gemacht hat, hier und in anderen Foren unter den verschiedensten Pseudonymen zu posten und dadurch für einigen Wirbel gesorgt hat.

Gruß
Sylvia
sandhofer
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Re: Winchester

Beitrag von sandhofer »

Hallo zusammen!
rolfd hat geschrieben: Und selbst die Waffe, die heute als Henrystutzen in Radebeul gezeigt wird, ist nicht mal eine echte Henry, sondern deren Nachfolgerin, die Winchester Modell 1866, die May erst 1902 erhielt.
Hat denn May selber dieses Gewehr als "Henry-Stutzen" quasi anerkannt? Ich vermute mal, dass es aufgrund ebendieses Exponats ist, dass ich immer im Hinterkopf die Idee herumführe, der Henry-Stutzen sei letzten Endes eine Winchester gewesen ...

Grüsse

Sandhofer
Rolf Dernen
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Beitrag von Rolf Dernen »

Meines Wissens hat May sich zu der Winchester nie geäußert. Sie kam auch deutlich zu spät - zu einer Zeit, als das Thema eigentlich für ihn durch war.
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