Tagebuch Lewis & Clark

Marlies
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Tagebuch Lewis & Clark

Beitrag von Marlies »

Ob dieses Buch wohl in Karl May's Bibliothek war? Weiss das jemand?

Tagebuch einer Entdeckungsreise durch Nordamerika : von der Mündung des Missouri an bis zum Einfluß des Columbia in den Stillen Ozean, gemacht in den Jahren 1804, 1805 und 1806 auf Befehl der Regierung der Vereinigten Staaten / von den beiden Captains Lewis und Clarke. Übers. von Ph. Ch. Weyland; Weimar 1814

cheers
Marlies
JennyFlorstedt
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Re: Tagebuch Lewis & Clark

Beitrag von JennyFlorstedt »

Zumindest laut Katalog nicht in seinem Besitz.

Jenny
Marlies
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Re: Tagebuch Lewis & Clark

Beitrag von Marlies »

Danke Jenny.
m
kleinerhalef
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Re: Tagebuch Lewis & Clark

Beitrag von kleinerhalef »

Irgendwelche Informationen könnte May über die Expedition gehabt haben - immerhin wurden die Indianer mit einer angeblich 22-schüssigen Windbüchse verblüfft - wohl das erste funktionierende Zaubergewehr!
Marlies
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Re: Tagebuch Lewis & Clark

Beitrag von Marlies »

Angeblich war die 'Vielschuessigkeit' der Buechse nicht - eine Oesterreichische Girandoni - mein PDF gibt details (auch zu Video vom US Waffen Museum) - hier: http://australianfriendsofkarlmay.yolas ... nloads.php - und stimmt, die erste 'geschichtliche' Zauberbuechse.
Gruss aus Tassie
Marlies
kleinerhalef
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Re: Tagebuch Lewis & Clark

Beitrag von kleinerhalef »

danke marlies - vielschüssig schon, aber die anzahl scheint zu variieren. mal 21, mal 22, (thomas rodney ) sogar 40! lt charles mc kenzie 1804 "40 shots out of one load".
mich hat immer gewundert, dass may den spencer karabiner nichtmal erwähnt hat, der doch im deutsch-franz. krieg 1870 eingesetzt war, und uns auch den realen 16schüssigen henry verschwiegen hat.
Marlies
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Re: Tagebuch Lewis & Clark

Beitrag von Marlies »

Wie beim fischen ... :-) ... der Shatterhand hatte eben nicht so ein 'ordinaeres' Schiessgewehr, sondern was besonderes, vom Mr Henry erfunden und hergestellt und das erste Exemplar nur fuer ihn - weil der Karle halt nie etwas 'sein eigen' nennen konnte - nicht mal eine Taschenuhr ... sowieso: was wussten seine Leser in Deutschland denn schon von der Entwicklung der Waffen in Amerika? Nix. Da konnte er erzaehlen was er wollte - es fragt sich wie wenig er wusste (er hatte gute Quellen fuer die meisten Texte, und wusste sie zu verwenden, aber gewisse Details blieben auch fuer ihn unerreichbar), vieles wurde wahrscheinlich von mehreren, unvollstaendigen Quellen zusammengebastelt. Ueber die Waffenfrage schreibe ich (und ein Waffenspezialist von USA) ziemlich ausfuerlich in der neuen Uebersetzung die in ein paar kurzen Wochen herauskommt.

Re L&C Girandoni ... nur die Angaben in den Tagebuechern sind massgebend, dritt-personen Erzaehlungen sind nie 100% verlaesslich - 22.
kleinerhalef
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Re: Tagebuch Lewis & Clark

Beitrag von kleinerhalef »

May hat uns sehr im Dunkeln gelassen - Ich kann mich nichtmal erinnern wo gelesen zu haben ob die Silberbüchse ein Vorderlader war! wäre ja zu vermuten, und beim Bärentöter ist es klar, auch wenn es nirgends erwähnt ist.... aber was er nicht geschrieben hat, kann man auch nicht übersetzen, fürchte ich. Oder ist es eine Bearbeitung? Dabei wäre das schon alles sehr interessant!
Die Lewis-Girandoni dürfte ja eindeutig identifiziert sein - 21 Kugeln in der Röhre und eine im Schieber... Baujahr um 1796 -98 . Die österr. Militärausführung mit 40 war bestimmt nicht so toll, der Luftdruck wird kaum ausgereicht haben!
Marlies
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Re: Tagebuch Lewis & Clark

Beitrag von Marlies »

'Bearbeitung' im Sinne wie du es meinst gibt es bei mir nicht. Alle text-technischen (Fehler und Unmoeglichkeiten*) Korrekturen sind aufs Detail angegeben (ich uebersetze nur pre1912 Text). Winnetou und Old Shatterhands Waffen sind welche die zwischen 1860 und 1874 im 'Wilden Westen' existieren konnten (nach 1874 designed und gebaut waere anachronistisch, Winnetou starb ja im 1874, und das frueheste moegliche Datum fuer das Greenhorn im Wilden Westen ist 1860); wie man irgendwo lesen kann gehoerte die Silberbuechse ja Winnetous Vater, und hat deshalb schon ein 'gewisses Alter', woraus man schliessen kann dass es ein Vorderlader war, und dann noch doppellaeufig, was eher selten war (die ausgestellte Silberbuechse ist ein Vorderlader). Die Waffen im Museum wurden spaeter fuer May angefertigt, der Baerentoeter ist ein umgebauter Elefanten Schiesspruegel. (May an einen Fan, 2. November 1894: "1. Der Bärentöter ist ein doppelt Vorderlader mit 2 lötigen Kugeln, Treffsicherheit 1800 m, Gewicht 20 alte Pfund; es gehört also ein sehr kräftiger Mann dazu. Verfertigt von der berühmten Firma M. Flirr, San Francisco. Er ist das einzige Gewehr dieser Art." (KMG))

(*Da faengt irgendwo ein Kampf nach Mittag an, mit ein paar Unterbrechungen und laengerem Hin-und-Her sind's dann alle fertig noch vor Mittag - am gleichen Tag - - - und irgendwo hat er sogar 2 Mittage im gleichen Tag - - - das ging vielleicht noch in den 1800ten, aber heute nicht mehr)
kleinerhalef
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Re: Tagebuch Lewis & Clark

Beitrag von kleinerhalef »

Danke!! Find ich großartig, wie Du an die Sache rangehst, und schade, wenn diese Texte nur auf englisch zu haben sind - meines reicht da sicher nicht aus, wie mir ein paar Leseproben gezeigt haben. May war mit Waffen viel zu schlampig - wann hat er je diese 2löthigen Kugeln gegossen? Und dieses Adlerauge, auf 1800 m auch nur das Ziel zu ahnen ohne Zielfernrohr.... In den Filmen wird ja gern mit Repetierern a la Winchester geschossen, aber der Henrystutzen war seiner Zeit weit voraus als Halbautomat. Auch über die Revolver und Pistolen schweigt er sich aus, dabei war er sicher interessiert (hatte ja glaub ich auch selbst einen). Allerdings war es auch eine Zeit rasanter Entwicklung in der Waffentechnik und seine Recherchemöglichkeiten beschränkt - es wird ja auch Dich viel Zeit kosten, wenn Du seine Briefe usw mit einbeziehst!
Prima!
Marlies
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Re: Tagebuch Lewis & Clark

Beitrag von Marlies »

Zeit kosten? Wer rechnet denn damit? Ein Geheimnis: seit 2004 24/7. Aber nicht weiter sagen. Der Colt Karabiner kam heraus 1839 - mit dreh-magazin. Der wurde in einer Uebersetzung von Josiah Gregg erwaehnt, die hat May gehabt, wie ich im PDF demonstriere.
Na ja, auf Deutsch gibts ja schon allerhand Wissenswertes, auch der Josiah Gregg wurde von jemand vor Jahren schon erwaehnt usw, man muss es nur zusammensuchen. Uebrigens ist der 'Weisse Mustang' das Intermezzo im Schwarzen Mustang, auch von Josiah Gregg :-)
May und schlampig mit Waffen ... eher unwissend und ungeschickt - aber mehr als 1000 Sprachen hat er schon verstanden ;-) so wird er auch eine 2-loetige Kugel mit blossem Auge auf 1800m ins schwarze getroffen haben - Maerchen im Wild West Gewand.
Ansonsten ist English halt eben wichtig um noch-nicht-gefundene Zusammenhaenge zu finden in den Wild West Romanen (Arabisch spreche ich nicht ...) - sowieso heutzutage, wo alles auf dem Internet ist - mit den richtigen Suchworten wird man schon fuendig - drum war die Recherche dieses Jahr in die Waffen so unheimlich toll.
Der Henry war nur einer von mehreren solchen Halbautomaten, er hat sich jedoch gegen die anderen mehr bewaehrt, drum wurde der Name auch beruehmt, und diente May fuer seinen Mr Henry in St. Louis. Und m.M.n. ist auch Sam Hawkens' Liddy da drin verwickelt ... aber eher 'versteckt' ... da schmunzelt man ...
Georg
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Re: Tagebuch Lewis & Clark

Beitrag von Georg »

Vielen Dank, Marlies, für deine sehr interessanten Forschungsergebnisse.
Ich hoffe, dass das PDF bald auf deiner Website zu finden sein wird.

Deine Überlegungen und Rekonstruktionsversuche zum Stutzen gefallen mir sehr, tolle Sache! Selber versuche ich (als allerdings nur "nebenbei May-Leser") seit Jahren rauszukriegen, was für Revolver "Charlie" benutzte. Auf den Kostümfotos scheint May Smith&Wessons zu haben.
Marlies
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Re: Tagebuch Lewis & Clark

Beitrag von Marlies »

Hallo Georg

http://www.karl-may-gesellschaft.de/kmg ... 58/158.pdf

Das PDF kommt wenn The Treasure In Silver-Lake fertig ist ... hoffentlich 'zum Geburtstag' :-)

(PS - nur auf English).

cheerio
Marlies
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