Rüdiger hat geschrieben:Ich kenn' mich ja mit den Spielern nicht mehr so aus wie früher ... mit der Elf von 1970 z.B. kenn' ich mich besser aus als mit der heutigen ... als jetzt bei den deutschen Spielen der Farbige (oder sind's sogar zwei ?) im Bild war habe ich, zerstreut wie ich bin, gedacht sie spielen gerade gegen Brasilien oder Kamerun oder so und der ist bei den anderen ...
:-)
Und trägt ein deutsches Trikot (und dann fragt er sich, "Ja, wieso, ich dachte Trikottausch ist erst nach dem Spiel.")...
markus hat geschrieben:Und unsere Multikulti-Nationalelf kann sich ja auch sehen lassen. Da haben wir einen Tunesen, einen Brasilianer, einen Bosnier, einen Türken, einen Spanier, einen aus Ghana drin, wir haben Polen, wir haben Bayern drin...
;-))
Gefreut hat mich im übrigen, um mal wieder ein wenig ernster zu werden, dass man in diesen Zeiten (die ja nun leider vorbei sind) unter einer deutschen Fahne, eher eine Frau mit (muslimischen) Kopftuch erblicken konnte, als einen nationalistischen Dummschädel.
Solche Leute hatten (erfreulicherweise) so ihre Problem, sich mit einer solchen "National-"Mannschaft zu identifizieren.
Helmut
Erfreulich ist vor allem, daß es keine Quoten-Migranten sind, die für Deutschland spielen, sondern die sind halt so stark. Ohne die gehts nicht. Da können die Nazis in die Tischkante beissen.
Markus hat geschrieben:Und trägt ein deutsches Trikot (und dann fragt er sich, "Ja, wieso, ich dachte Trikottausch ist erst nach dem Spiel.")...
Ich sehe halt in Gesichter und nicht auf Kleidung ... ganz im Ernst ... habe auch neulich den niederländischen Torschützen für den Schiedsrichter gehalten als er mit so einer Art Schiedsrichter-Gestus vom Platz lief ... (ist seltsam und komisch, ich weiß, ist aber so.)
Zu der Sache mit den Fahnen hab' ich mir ja neulich schon eine Bemerkung verkniffen, heute schon ein zweites Mal ... beim dritten Mal laß ich sie raus, wie ich mich kenne, also haltet euch mal bissel zurück mit eurer blauäugigen Begeisterung ...
Meine Augenfarbe ist übrigens grün, und nicht blau ;-) .
Und ich habe selber auch noch nie eine Fahne (irgendwelcher Art oder Nation) vor mir her, oder sonstwie getragen.
(Im Fernsehen habe ich gesehen, wie sich ein NPD-Funktionär auf die Frage, ob er auf diese "Nationalmannschaft" stolz sei, gewunden hat, und darauf keine klare Antwort gen konnte.)
markus hat geschrieben:
Erfreulich ist vor allem, daß es keine Quoten-Migranten sind
Just dieser Begriff ging mir dieser Tage des öfteren durch den Kopf ... Na immerhin denkt mal einer in die Richtung mit ... ist doch einigermaßen klar daß das schon bissel gesteuert wird um die Akzeptanz in der Bevölkerung zu erhöhen. Hat der Wulff neulich auch gleich als erstes gesagt, daß in der Hinsicht alles ganz prima ist. ("Morgen können wir dann lesen wie es uns gefallen hat"; Heinz Erhardt)
markus hat geschrieben:
Da können die Nazis in die Tischkante beissen.
Nicht jeder, der nicht vor lauter Begeisterung für gleichsam verordnete Ansichten nun gleich sozusagen tot umfällt, ist ein Nazi ...
Karl-Heinz Becker hat geschrieben:Um nochmal auf Ströbele und dann Karl May zurückzukommen (Wie soll das gehen? Ha, wartet es ab):
Ströbele wurde in jungen Jahren nur "der Neffe" genannt, weil er eben derselbige des unvergessenen Herbert Zimmermann ist. Genau, der Rundfunkreporter, der den deutschen WM-Sieg 1954 in alle Häuser und Herzen getragen hat. Und linker Läufer in dieser WM-Elf war ein gewisser Karl Mai aus Fürth. Das "i" wurde ihm in Vergleichen mit unserem sächsischen Fabulierer verziehen. So hieß es z. B. in einem Zeitungsbericht über den balltretenden Karl Mai: "Wie einst Old Shatterhand pirschte er sich an seinen Gegner heran".
Na, Kurve gut?
Jener Karl Mai stand übrigens Anfang dieser Woche in der hiesigen (Nürnberger) Zeitung. Sein (Fußball-)Kumpel der Herbert (Ertl) Erhard (der 3. Erhard seiner Zeit) ist nämlich verstorben. Auch er war im 54'er Aufgebot, saß aber immer nur auf der Bank, erst '58 in Schweden war er Stammspieler.
markus hat geschrieben:Und unsere Multikulti-Nationalelf kann sich ja auch sehen lassen. Da haben wir einen Tunesen, einen Brasilianer, einen Bosnier, einen Türken, einen Spanier, einen aus Ghana drin, wir haben Polen, wir haben Bayern drin...
markus hat geschrieben:Und unsere Multikulti-Nationalelf kann sich ja auch sehen lassen. Da haben wir einen Tunesen, einen Brasilianer, einen Bosnier, einen Türken, einen Spanier, einen aus Ghana drin, wir haben Polen, wir haben Bayern drin...
;-))
aber keinen Ossi (mehr)
daher bin ich derzeit für Diego Forlán
;o)
Erstmal ist der kein Ossi (und ich dachte nach 20 Jahren hätten wir solche Begriffe endlich überwunden...das wird wohl nix mehr) und zum anderen spielt er für die Urus (schon zwei hier die sich mit Fußball kaum auskennen;-) ).
Das hat Uwe Seeler vor 44 Jahren während der WM in England im Fernsehinterview mehrmals gesagt, worauf man ihn in einer Pause (für den Zuschauer nicht mitzubekommen) offenbar darauf hinwies, daß das wohl ein wenig "political incorrect" sei. Nach der Pause sagte er "die Uruguayer", was etwas geqält-holperig aber einsichtig-schiedlichfriedlich klang. - Wirklich ein Netter, der Uwe ... Auf den lass' ich nichts kommen. Nicht jetzt wegen der Geschichte, sondern überhaupt.
markus hat geschrieben:ich dachte nach 20 Jahren hätten wir solche Begriffe endlich überwunden...das wird wohl nix mehr
Wenn Rehkitz von Ossis spricht, ist das eine Art Mischung aus Bescheidenheit & Resignation & leicht dunkel eingefärbtem Humor & einer Prise verkapptem Stolz und sonstnochwas. - Ich glaub' sie kann Dir das nicht besser erklären, deshalb übernehm' ich das schon mal ...
markus hat geschrieben:schon zwei hier die sich mit Fußball kaum auskennen
Noch so'n Klopfer ... Mann ... hat sie gesagt er würde nicht für die spielen ? - Du bist doch sonst nicht immer so oberflächlich ...
:-)
(außerdem wer soll der zweite sein, heh ? Wenn man sich mit vernachlässigbaren Einzelheiten vielleicht nicht mehr so gut auskennt kann man sich sehr wohl generell noch ganz gut auskennen ...)