So oder so ähnlich, lauteten die damaligen Schlagzeilen ...
Wer war der Unbekannte? Da er keine Papiere bei sich trug, war eine sofortige Identifizierung gar nicht möglich! Erst anhand der Gravur in seiner Armbanduhr konnte festgestellt werden, wen da mitten in der Mega-City N.Y. Gevatter Tod viel zu früh aus einem mit Höhen und Tiefen geprägten, aktiven Leben gerissen hatte ...
L E X ... B A R K E R ?
Die Schreckensmeldung blieb aber nicht nur auf New York beschränkt, die Nachrichten gingen per Ticker um den ganzen Globus ...
Wer war das denn noch gleich? Grübel, Grübel ... Denkpause, ja das war doch der, ah ja, der hat doch in ein paar Filmen den Tarzan verkörpert als Nachfolger vom legendären Johnny Weissmüller! Was hatte der denn sonst noch so auf der Pfanne, mal überlegen? Uiii ich hab's, der war doch auch die Verkörperung des Film Old Shatterhand "Schmetterhand", das "Greenhorn" wenn ich mich nicht irre, hi hi hi ... Der so Titulierte entwickelte sich aber sehr schnell, dank Winnetous Hilfe, wer war denn das nun wieder gleich, Hergott wenn mich nur mein Gedächtnis nicht immer so im Stich lassen würde, a ja ein Indianerhäuptling, zu einem perfekten Westmann, der wie der Deibel reiten und schießen konnte!
Natürlich nehmt Ihr mir meine hier gespielten Gedächtnislücken nicht ab, ist eh klar, damals als die Todesnachricht die Runde machte, wusste ich sofort um wen es sich handelte! Ich war sprachlos und starr vor Schreck, das anfängliche Entsetzen wandelte sich in hilflose Trauer, nein das konnte, das durfte doch nicht wahr sein, der gutaussehende Mann war doch noch so jung, gerade erst vor 3 Tagen 54 Jahre alt geworden ... er sollte für immer die Augen geschlossen haben.
Die Erinnerung war sofort wieder da, seine Rolle in unzähligen K.May.Verfilmungen, Seite an Seite mit seinem "Blutsbruder", Winnetou, dem edlen Apachenindianerhäuptling, immer für Gerechtigkeit kämpfend und so manches Abenteuer bestehend ... und natürlich kamen mir auch die Premierenfeiern wieder in den Sinn auf denen ich speziell ihn, den "Großen Blonden", aber auch die anderen Darsteller live (Händchen geben, Blumen reichen, Autogramm einheimsen) kennen, erleben und lieben lernen, durfte.
Sicher seit dieser Zeit waren ein paar Jahre ins Land gegangen, es war still um Lex geworden, die Filmangebote blieben aus, er hatte sich ins Privatleben zurückgezogen, trat nicht mehr täglich in Erscheinung, aber trotzdem er war nicht vergessen ... und dieser immer verklärte "Held" meiner Kinder- und Jugendzeit, sollte plötzlich nicht mehr da sein ...

Unfassbar und doch war es bittere Realität ....



Erst nach Tagen Verkörperung heulenden Elends, sicher erging es vielen anderen seiner Fans ebenso wie mir, gewann ich sehr, sehr langsam meine Fassung zurück und erwachte aus dem seelischen Alptraum ...
Aber ganz ging er nie vorbei, obwohl seit jener Zeit mittlerweile 36 lange Jahre vergangen sind, wenn der Jahrestag heranrückt, beschleicht mich jedesmal erneut dieses mulmige Gefühl und Unbehagen ...

Wenn ich das obige Sterbe-Szenenfoto aus seinem Film Aoom ( 1969), betrachte, drängen sich mir so düstere Gedanken auf, nach dem Motto, lag Lex im eigenen Sterben auch so da, eben nur nicht in einem Zimmer, sondern mitten in N.Y und viele Menschen eilten/hasteten an ihm achtlos vorbei, was ging ihm wohl im letzten Moment durch den Kopf, bevor er die Augen für immer schloss, kam er überhaupt noch dazu an etwas zu denken, lief an seinem inneren, geistigen Auge sein Leben als Film vorbei, waren seine letzten Gedanken bei seinen Kindern und dachte er bei sich "Irene, mein Liebling" ich komme ...
Viele Fragen, ohne jemals Antworten zu erhalten, aber eins weiß ich sicher, das ist so sicher wie das Amen in der Kirche, unser aller Tarzan, Old Shatterhand, Kara Ben Nemsi, Dr. Sternau etc.pp. ... wird niemals vergessen sein und bleibt in unseren Herzen auf immer und ewig.
Er ist nicht tot, er ist uns nur vorausgegangen in die unendlichen Weiten der Jagdgründe Manitous ...
Wir sollen nicht trauern weil wir ihn verloren haben, sondern uns daran erfreuen ihn erlebt zu haben ...
Erst der Mensch ist tatsächlich tot, der aus unserem Gedächtnis für immer verschwindet ...
... und das wissen wir tunlichst zu verhindern

PS:
Kleine Amerkung meinerseits, auch auf die Gefahr hin, dass jetzt dem Einen oder Anderen, das lange Lamento zum heutigen Todestag aus meiner Feder, ähm Tastatur, wieder mal tierisch gegen den Strich geht, er braucht es sich ja nicht anzutun!
Ich habe/wollte nur meine jährlich erneut hochkommenden Gefühle zu diesem Anlass Ausdruck verleihen!
Ich verzichte gerne dankend im Voraus auf negative Kommentare, die nun wieder aus allen Ecken und Enden auf mich niederprasseln werden, aber sie sind eh schon vorprogrammiert und so klar wie Klossbrühe!
Ich bin aber, entgegen der Meinung einiger Personen, ich wäre immer viel zu mimosenhaft und ichbezogen, diesesmal darauf vorbereitet und gewappnet!
Mosert also soviel und wie lange Ihr wollt, Euere Meinungen tangieren mich in diesem speziellen Falle nicht ...
;-)))
Gruss, Kuss & Schluss
Angel