Reinhard Mey
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Marlies
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Re: Reinhard Mey
... ach ja, die Welt der Männer ... da schrieb der Karle nur für die Jungens <träum> ... doch - hach wat is dat denn? Da reitet eine Frau? und zudem nicht mal Damensattel - huch - was traut sie sich denn? det passt nich in unsere viereckigen Schubladen hinein ... ... ... Ja, Ostern hat man auch hier geflissentlich die Eingeborenen besegnet mit.
Wohin geht die Reise? Meine geht wieder in die Cordilleren hinein ... hodihooooo ooo ... hodaheeeee eeee eee
Wohin geht die Reise? Meine geht wieder in die Cordilleren hinein ... hodihooooo ooo ... hodaheeeee eeee eee
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Rüdiger
Re: Reinhard Mey
Die in dem Gedicht mitgeteilten Erfahrungen Wilhelm Buschs decken sich mit denen von Martin Eden bei Jack London ...
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Kleine Korrektur zu gestern, da hatte ich die Texte "An H.Grombacher in Heilbronn" und "Hiermit die gütige Bekanntmachung" verwechselt. Letzterer Text steht doch im Netz und lautet (auszugsweise) (nur, damit alles seine Ordnung hat)
L.T. in B. Du schreibst: »Ich möchte wissen, ob der Hobble Frank zur Zeit auf seiner ›Villa Bärenfett‹ zu finden ist. Wir wollen nämlich in den nächsten Wochen nach Dresden und ich beabsichtige von dort aus einen Abstecher nach dem Lustschlosse des berühmten Westmanns zu machen.« – Wir haben bei Master Hobble angefragt und das folgende Sendschreiben erhalten: »Hiermit die gütige Beganntmachung, daß mich der Sultan von Zschanzibar durch eene extrasecundäre Gesandtschaft offgefordert hat, schleunigst nach Ostafrica zu kommen, um in den dortigen höheren Gesellschaftskreisen den ächten und unverfälschten hochdeutschen Dialect zu verbreiten. Ich verlasse also mit dem umgehenden Eilzug meine Villa Bärenfett und kehre erscht nachher retour, wenn ich Africa mit meinen Schprachkenntnissen vollschtändig und für immer erweitert habe. Da ich listigerweise die Klingel entfernt und ooch mein Firmenschild weggemacht habe, um es unterwegs haußen am Coupé und in Zschanzibar an mein Musenzelt offzuhängen, so ist es vorderhand allen etwaigen Besuchern unmöglich gemacht, meine verschlossene, intime Häuslichkeet zu trivialificitieren.
;-)
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Kleine Korrektur zu gestern, da hatte ich die Texte "An H.Grombacher in Heilbronn" und "Hiermit die gütige Bekanntmachung" verwechselt. Letzterer Text steht doch im Netz und lautet (auszugsweise) (nur, damit alles seine Ordnung hat)
L.T. in B. Du schreibst: »Ich möchte wissen, ob der Hobble Frank zur Zeit auf seiner ›Villa Bärenfett‹ zu finden ist. Wir wollen nämlich in den nächsten Wochen nach Dresden und ich beabsichtige von dort aus einen Abstecher nach dem Lustschlosse des berühmten Westmanns zu machen.« – Wir haben bei Master Hobble angefragt und das folgende Sendschreiben erhalten: »Hiermit die gütige Beganntmachung, daß mich der Sultan von Zschanzibar durch eene extrasecundäre Gesandtschaft offgefordert hat, schleunigst nach Ostafrica zu kommen, um in den dortigen höheren Gesellschaftskreisen den ächten und unverfälschten hochdeutschen Dialect zu verbreiten. Ich verlasse also mit dem umgehenden Eilzug meine Villa Bärenfett und kehre erscht nachher retour, wenn ich Africa mit meinen Schprachkenntnissen vollschtändig und für immer erweitert habe. Da ich listigerweise die Klingel entfernt und ooch mein Firmenschild weggemacht habe, um es unterwegs haußen am Coupé und in Zschanzibar an mein Musenzelt offzuhängen, so ist es vorderhand allen etwaigen Besuchern unmöglich gemacht, meine verschlossene, intime Häuslichkeet zu trivialificitieren.
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Marlies
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Re: Reinhard Mey
WUNDERBAR! Da hat ja alles seine Richtigkeit! Wie's auch sein soll! Der Hobble-Frank der wusste worum es ging ... trivialificitierung.
;-)))
Der hat demnach den Schlüssel auch nicht unter die Matte gelegt ;-)))))
;-)))
Der hat demnach den Schlüssel auch nicht unter die Matte gelegt ;-)))))
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Rüdiger
Re: Reinhard Mey
Wer weiß. Seine Wohnung hätte er vielleicht zur Verfügung gestellt; soll ja ein ganz netter Mensch gewesen sein. Aber er selber wäre halt zu der Zeit nicht da gewesen ...
:-)
:-)
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Marlies
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Re: Reinhard Mey
das eine schliesst das andere nicht unbedingt aus (oder ein) ... it depends ...
(mir fehlen die smilies.....WO SIND DIE SMILIEEEEEEEES???) <fuss stampfen und luft anhalten bis das gesicht blau anläuft> ein Forum ohne smilies ist nur ein halbes Forum ...................)
<sigh>
Der Hobble-Frank und nett? Der war ein zu kurz geratener, bierbauchener, missmutiger Querulant der immer nur hören wollte von anderen wie grossartig er sei. Der hat ein wucherndes ego das niemandem auch nur einen Deut von existenzberechtigung einquartiert, und er nur dann zuhört wenn der, welcher spricht, sich an seine Füsse wirft.
Drum ist er auch eine der besten Figuren zum übersetzen. Da kann man 'loslassen' - mit den 'politically correct' und ach-so-netten Charakteren die keiner Fliege was tun hat man seine liebe Mühe. So viele nett-beschreibende Worte gibts auf English gar nicht - doch das vokab für die miscreants ... da fliegts.
(mir fehlen die smilies.....WO SIND DIE SMILIEEEEEEEES???) <fuss stampfen und luft anhalten bis das gesicht blau anläuft> ein Forum ohne smilies ist nur ein halbes Forum ...................)
<sigh>
Der Hobble-Frank und nett? Der war ein zu kurz geratener, bierbauchener, missmutiger Querulant der immer nur hören wollte von anderen wie grossartig er sei. Der hat ein wucherndes ego das niemandem auch nur einen Deut von existenzberechtigung einquartiert, und er nur dann zuhört wenn der, welcher spricht, sich an seine Füsse wirft.
Drum ist er auch eine der besten Figuren zum übersetzen. Da kann man 'loslassen' - mit den 'politically correct' und ach-so-netten Charakteren die keiner Fliege was tun hat man seine liebe Mühe. So viele nett-beschreibende Worte gibts auf English gar nicht - doch das vokab für die miscreants ... da fliegts.
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Rüdiger
Re: Reinhard Mey
Boahhh eeh usw. ... (in etwa die Reaktion aus "Warten auf Godot", als einer nach "Oberforstinspektor" (da haben wir's schon wieder ...) auch noch "Kritiker" gesagt hat ...)Marlies hat geschrieben: Der Hobble-Frank und nett? Der war ein zu kurz geratener, bierbauchener, missmutiger Querulant der immer nur hören wollte von anderen wie grossartig er sei. Der hat ein wucherndes ego das niemandem auch nur einen Deut von existenzberechtigung einquartiert, und er nur dann zuhört wenn der, welcher spricht, sich an seine Füsse wirft.
Also, egal wen oder was Du jetzt gemeint hast, das siehst Du nur teilrichtig. Es ist harmloser.
Aber ich habe ja selber schon gesagt, Übertreiben veranschaulicht ...
;-)
Ich mag ihn.
;-)
(Er ist auch, jetzt mal alle denkbaren Nebendeutigkeiten weg, eine absolute Sympathiefigur, falls Du es noch nicht gemerkt haben solltest, hätte ich jetzt fast gesagt. Aber in Sachen des persönlichen Geschmacks werde ich mal versuchen mich ein bisserl zurückzuhalten. Auch wenn es in dem Fall nicht unbedingt persönlicher Geschmack sondern eigentlich klar wie dicke Kloßbrühe ist)
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Rüdiger
Re: Reinhard Mey
Der Hobble-Frank ist zu beträchtlichen Anteilen eine Selbstparodie Karl Mays und ein Mensch (sic), den man (ich) am liebsten in den Arm nehmen möchte. (Und die Sache mit dem Jäger am Schluß vom "Inka" ist ein läppisches, völlig unwesentliches Zugeständnis Mays an Verleger, Publikum oder meinetwegen auch eigene (Maysche) Anteile tumber patriotischer Anwandlungen, weiter nichts. Es lohnt sich nicht sich damit zu beschäftigen, will in etwa sagen, wäre ziemlich kiki.)
Aber das ist nur meine persönliche subjektive Meinung, die jede(r) für so abseitig oder sonst etwas halten mag, wie er (sie) sozusagen lustig ist. Das interessiert mich nicht mehr.
Aber das ist nur meine persönliche subjektive Meinung, die jede(r) für so abseitig oder sonst etwas halten mag, wie er (sie) sozusagen lustig ist. Das interessiert mich nicht mehr.
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Marlies
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Re: Reinhard Mey
>>>Übertreiben veranschaulicht ...<<<
na also ... aber so sympatisch ist er jetzt auch wieder nicht - überschwenglich, voreingenommen, besserwisserisch, grossmäulerisch ... ich mag ihn auch - als 'study object' - aber in die Arme nehmen würde ich ihn nicht, ich bin ja nicht die Mutter Thick.
;-) <armseliger winkie smilie ersatz>
ALLE Karl May Figuren und Charaktere sind 'by default' ein Teil von May - kann ja gar nicht anders sein.
na also ... aber so sympatisch ist er jetzt auch wieder nicht - überschwenglich, voreingenommen, besserwisserisch, grossmäulerisch ... ich mag ihn auch - als 'study object' - aber in die Arme nehmen würde ich ihn nicht, ich bin ja nicht die Mutter Thick.
;-) <armseliger winkie smilie ersatz>
ALLE Karl May Figuren und Charaktere sind 'by default' ein Teil von May - kann ja gar nicht anders sein.
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Helmut
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Re: Reinhard Mey
Wenn man die Leserbriefspalten des "Guten Kameraden" so liest, dann war beim Lesepublikum der Hobbel-Frank derjenige, der mit großem Abstand als der sympathischste (u.a. weil menschlichste) wahrgenommen wurde (noch weit vor Old Shatterhand und auch Winnetou).
Helmut
Helmut
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Rüdiger
Re: Reinhard Mey
Das ist er alles, das stimmt. (vgl. L. Klages)Marlies hat geschrieben: überschwenglich, voreingenommen, besserwisserisch, grossmäulerisch ...
(Na und ? ...)
Das muß auch nicht sein, das braucht der nicht ... Es ging mir nicht um den Aspekt Zuwendung aus der Sicht des Empfangenden, sondern des Gebenden.Marlies hat geschrieben: aber in die Arme nehmen würde ich ihn nicht, ich bin ja nicht die Mutter Thick.
;-)
Na da sind wir uns doch wieder voll einig ... Achterbahn ... zwischen virtuellen nassen Lappen ins Gesicht und ebensolchen Umarmungen lassen wir nichts aus ...Marlies hat geschrieben: ALLE Karl May Figuren und Charaktere sind 'by default' ein Teil von May - kann ja gar nicht anders sein.
;-)
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Marlies
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Re: Reinhard Mey
wer ist der Gebende, und was wird gegeben?
Der Gute Kamerad hatte auch nur die Jugenderzaehlungen (es soll mich jemand korrigieren wenn das nicht richtig ist) - da spielten Old Shatterhand und Winnetou mehr Cameo rollen - nicht Hauptrollen a la 'ich' person. Sie waren mit allen anderen mehr oder weniger auf der gleichen Ebene (Führer rollen, ja, ansonsten 'nur' Mitspieler in einer 'Erzaehlung' - der POV* ist für den Leser anders -- rein technisch gesehen, psychologisch hatten sie schon einen anderen Status, und doch spielt der POV eine Rolle in der Leserbewertung eines Charakters.
[*Point Of View - ich-person oder dritt-person - durch welche Augen sieht der Leser die Geschichte]
Sicher - der Hobble-Frank war der menschlichste - der 'möglichste' der Karikaturen - am wenigsten 'verzerrt', und am ehesten ein Spiegel für den Leser. Drum sag ich's ja, am interessantesten zum uebersetzen, weil da der ganze Regenbogen von 'allem' drinnen ist - dein 'umarmen' hab ich schon verstanden - drum die Mutter Thick. Nicht jeder kann so gross-menschlich sein und jeden akzeptieren wie er eben ist - es scheint die Mutter Thick ist es - eine in Hoboken und eine in Old Surehand II. Bei der ist jeder wilkommen (by proxy in der Spelunke ist jeder wilkommen). Wenn du den Hobble-Frank umarmst musst du, wie Mutter Thick, auch die ganze Menschheit wie sie eben ist umarmen ... ... und doch wetterst du (so wie ich) ueber die Menschheit 'heutzutage' - drum, ich koennte ihn nicht umarmen weil ich nicht die Mutter Thick bin.
Der H-F hat auch andere Qualitaeten ... abgesehen von denen die ich da aufführte. Der legt sein Leben hin fuer einen Kameraden. Und so solls auch sein ...
Der Gute Kamerad hatte auch nur die Jugenderzaehlungen (es soll mich jemand korrigieren wenn das nicht richtig ist) - da spielten Old Shatterhand und Winnetou mehr Cameo rollen - nicht Hauptrollen a la 'ich' person. Sie waren mit allen anderen mehr oder weniger auf der gleichen Ebene (Führer rollen, ja, ansonsten 'nur' Mitspieler in einer 'Erzaehlung' - der POV* ist für den Leser anders -- rein technisch gesehen, psychologisch hatten sie schon einen anderen Status, und doch spielt der POV eine Rolle in der Leserbewertung eines Charakters.
[*Point Of View - ich-person oder dritt-person - durch welche Augen sieht der Leser die Geschichte]
Sicher - der Hobble-Frank war der menschlichste - der 'möglichste' der Karikaturen - am wenigsten 'verzerrt', und am ehesten ein Spiegel für den Leser. Drum sag ich's ja, am interessantesten zum uebersetzen, weil da der ganze Regenbogen von 'allem' drinnen ist - dein 'umarmen' hab ich schon verstanden - drum die Mutter Thick. Nicht jeder kann so gross-menschlich sein und jeden akzeptieren wie er eben ist - es scheint die Mutter Thick ist es - eine in Hoboken und eine in Old Surehand II. Bei der ist jeder wilkommen (by proxy in der Spelunke ist jeder wilkommen). Wenn du den Hobble-Frank umarmst musst du, wie Mutter Thick, auch die ganze Menschheit wie sie eben ist umarmen ... ... und doch wetterst du (so wie ich) ueber die Menschheit 'heutzutage' - drum, ich koennte ihn nicht umarmen weil ich nicht die Mutter Thick bin.
Der H-F hat auch andere Qualitaeten ... abgesehen von denen die ich da aufführte. Der legt sein Leben hin fuer einen Kameraden. Und so solls auch sein ...
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Marlies
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Re: Reinhard Mey
:-)
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Rüdiger
Re: Reinhard Mey
Nö. Um Himmels Willen. Warum soll ich einen Sauhaufen umarmen (Übertreiben veranschaulicht ...) Aber der Hobble Frank ist in Ordnung.Marlies hat geschrieben: Wenn du den Hobble-Frank umarmst musst du, wie Mutter Thick, auch die ganze Menschheit wie sie eben ist umarmen ...
;-)
Mutter Thick tut das übrigens auch nicht. Wenn Härte (ihres Erachtens ...) angezeigt ist, dann zeigt sie die auch ...
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Marlies
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Re: Reinhard Mey
Mit dem Old Shatterhand im Saloon geht das schon ... :-))) (Auch der Hobble-Frank würde ihr helfen).