Winnetou`s Synchronsprecher der 60iger Jahre lebt!

Bärentöter
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Re: Winnetou`s Synchronsprecher der 60iger Jahre lebt!

Beitrag von Bärentöter »

Dazu muß man halt auch sagen, daß G.G. in den sechzigern auch kein alter Sack gewesen ist...
er sprach übrigens auch Jack Elam in SmdLvT. Versteh auch nicht hier die Endlosdiskussion um
des Kaisers Bart...wir können eh nix mehr ändern und alte Filme neu synchronisieren finde ich
absolut schwachsinnig. Aber Spaß beiseite, würde jetzt wieder einer von Euch schreiben gelle..

Da Ihr Euch ja (meine diejenigen die sich gerade angesprochen fühlen) so gut auskennen in diesem Genre, stellt
halt mal bittschön einen Kontakt zu Thomas Eckelmann her und macht nicht immer nur blabla...
Duke
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Re: Winnetou`s Synchronsprecher der 60iger Jahre lebt!

Beitrag von Duke »

GP hat geschrieben:
Bärentöter hat geschrieben: Es gab 1966
auch einen Synchronsprecher Streik.
Und wen hat der gesprochen?

;-)


Nein, nochmal ernsthaft: gestern Nacht lief die "Meuterei auf der Bounty" mit Marquis für Trevor Howard. Das hat doch sehr gut harmoniert, was er da zum Bild abgeliefert hat. Und jetzt vergleiche ich diese Leistung mal mit z.B. Jason Robards in "Spiel mir das Lied vom Tod" oder George Kennedy in "Der Unbeugsame". Das sind doch ganz unterschiedliche Charaktere, die auch völlig anders bedient werden. Ich kann da kein 08/15-Schema bei Marquis entdecken, sorry.
Eigentlich geht es nicht um die Charaktere, sondern um den Schauspieler. Und bei Marquis klingt nun mal John Wayne genauso wie Leif Erickson oder James Arness, Lionel Stander oder George Kennedy. Vielleicht bin ich ja kleinlich, aber Eckart Dux schafft es zum Beispiel, Audie Murphy, für den er natürlich eine perfekte Besetzung war, anders klingen zu lassen, als Jimmy Stewart oder Fred Astaire. Dem Genre und dem Schauspieler angemessen. Auch GGH schafft das, wenn er will. Aber bei Marquis klingen alle gleich, vor allem in den 70-er Jahren. Sieh Dir fünf Filme an, die im gleichen Zeitraum entstanden sind, und der Italo-Western-Baddie wird genauso klingen, wie Duke. Das hat nicht nur mit dem Regisseur zu tun, das ist auch Einstellung oder einfach Können. Ich will jezz auch gar nicht kleinlich werden und die mangelhaften Englischkenntnisse (Ball statt Bull zu A. Hunnicutts Charakter in El Dorado) anführen, da haben auch andere bis heute ihre Probleme. Aber für mich haben weder Arnold M. noch GGH den Titel des Königs der S-Sprecher verdient.
GP
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Re: Winnetou`s Synchronsprecher der 60iger Jahre lebt!

Beitrag von GP »

Duke hat geschrieben:
Eigentlich geht es nicht um die Charaktere, sondern um den Schauspieler. Und bei Marquis klingt nun mal John Wayne genauso wie Leif Erickson oder James Arness, Lionel Stander oder George Kennedy.
Und das ist genau das, was ich etwas anders sehe/höre. Bleiben wir meinetwegen bei einem Schauspieler, der in nicht allzu großem Abstand verschiedene Charaktere spielt. Neulich habe ich Mitchum wieder in "Ein Köder für die Bestie" gesehen (mit Marquis), vier Jahre später etwa macht er "El Dorado". Das diabolische Moment im ersteren Film ist einfach klasse, dafür ist er im letzteren die Knallcharge. Das ist nicht dasselbe. Fühlt sich für mich zumindest nicht so an ;-)
Duke hat geschrieben:
Vielleicht bin ich ja kleinlich, aber Eckart Dux schafft es zum Beispiel, Audie Murphy, für den er natürlich eine perfekte Besetzung war, anders klingen zu lassen, als Jimmy Stewart oder Fred Astaire. Dem Genre und dem Schauspieler angemessen. Auch GGH schafft das, wenn er will. Aber bei Marquis klingen alle gleich, vor allem in den 70-er Jahren.
Okay, mit der Einschränkung kann man leben. Aber das ist ja auch das Ergebnis von immer gleichen Rollen und immer wiederkehrenden Besetzungen. Da gab's auch für einen Marquis in den Siebzigern nicht mehr die Riesenvielfalt wie noch zwanzig Jahre früher. "Faulheit der Produzenten" hat GGH das genannt. Kein Mut, kein Risiko, man guckt schnell nach, wer hat den denn letztes Mal gesprochen, aha, der und der, ist der Film angekommen, ja?, okay, dann nehmen wir den wieder.... So läuft's doch, seien wir doch mal ehrlich. Du würdest vielleicht selbst gern mal was anderes machen, bekommst aber immer nur dieselben Charaktere präsentiert. Schublade halt.
Und sicher hat man ihm keinen zu großen Gefallen damit getan, wenn man ihn wieder und wieder besetzt hat. Irgendwann kann "man" gewisse Stimmen auch einfach nicht mehr hören. Heißt es. Hier und da.
Duke hat geschrieben:
Sieh Dir fünf Filme an, die im gleichen Zeitraum entstanden sind, und der Italo-Western-Baddie wird genauso klingen, wie Duke. Das hat nicht nur mit dem Regisseur zu tun, das ist auch Einstellung oder einfach Können.
Nicht nur mit dem Regisseur, aber auch. Eben. Und Können... naja, das würde ich so nicht sagen, denn wenn Marquis nichts gekonnt hätte, wäre er spätestens nach seiner dritten Hauptrolle wieder aus dem Geschäft draußen gewesen. Einstellung, das vielleicht. Einfach eine mit den Jahren aufgestaute negative Routine. GGH war zuletzt höchst unzufrieden mit seinem Werk. Was natürlich auch wieder total überzogen und subjektiv war, aber er hat das alles für nichts Besonderes gehalten.
Duke hat geschrieben:
Ich will jezz auch gar nicht kleinlich werden und die mangelhaften Englischkenntnisse (Ball statt Bull zu A. Hunnicutts Charakter in El Dorado) anführen,
Das z.B. ist ein klarer Fall für die Regie ;-)
Das passiert dir auch beim x-en, wobei ich nicht glaube, dass das damals schon so war, da hat man diese Szenen noch "in Szene" aufgenommen. Aber wenn du nicht mitbekommst (oder fragst), wie die Kollegen den Namen im restlichen Film bislang aussprechen, stehst du plötzlich so da...
Duke hat geschrieben:

Aber für mich haben weder Arnold M. noch GGH den Titel des Königs der S-Sprecher verdient.
Naja, das ist ja sowieso ein subjektiver Titel und eh sehr zweifelhaft. Quantität wird ja auch da gern mit Qualität verwechselt. Und außerdem ist das Geschäft sowas von schnelllebig geworden, das lässt sich gar nicht sagen.
Allenfalls bei den jährlich verliehenen branchenimmanenten Preisverleihungen ergibt sich ein relativ repräsentatives Spiegelbild aktueller Leistungen.
Zuletzt geändert von GP am 27. Dez 2008, 14:01, insgesamt 2-mal geändert.
GP
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Re: Winnetou`s Synchronsprecher der 60iger Jahre lebt!

Beitrag von GP »

Bärentöter hat geschrieben:
Dazu muß man halt auch sagen, daß G.G. in den sechzigern auch kein alter Sack gewesen ist...
Nein, natürlich nicht, aber eben jemand, der voll im Saft stand und in der Branche einen Namen hatte und der, wenn er mal Regie geführt hat, auch wusste, wen er wie anpacken kann oder wie er was vermitteln muss. Mit "jüngeren" Regisseuren meinte ich die, die grad mal eine Stufe über dem ehrfürchtigen Fan standen ;-)
Bärentöter hat geschrieben:
er sprach übrigens auch Jack Elam in SmdLvT.
Und noch drei andere...
Bärentöter hat geschrieben:
Versteh auch nicht hier die Endlosdiskussion um
des Kaisers Bart...wir können eh nix mehr ändern und alte Filme neu synchronisieren finde ich
absolut schwachsinnig. Aber Spaß beiseite, würde jetzt wieder einer von Euch schreiben gelle..

Da Ihr Euch ja (meine diejenigen die sich gerade angesprochen fühlen) so gut auskennen in diesem Genre, stellt
halt mal bittschön einen Kontakt zu Thomas Eckelmann her und macht nicht immer nur blabla...
Hey, was' los?
Peace!
Es geht hier weder um des Kaisers Bart, noch machen wir blabla.

Mit Eckelmann hast du angefangen, also stell' du doch den Kontakt her. Wenn ich das machen sollte, müsste ich schon wissen, warum und wozu.
markus
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Re: Winnetou`s Synchronsprecher der 60iger Jahre lebt!

Beitrag von markus »

Weiß gar nicht was man gegen Arnold Marquis haben kann. Für mich ist er der König der Synchronstimmen, gleich vor Christian Brückner (gibt noch andere tolle Sprecher deren Namen mir jetzt nicht einfallen, die hier genannten Sprecher sagen mir jetzt nichts, würde ich sie aber hören gäbe es wohl sowas wie ein Aha-Effekt). Solche Stimmen gibts ja heute gar nicht mehr, wenn ich mal im Kino bin, klingt jede Stimme wie die andere.

In den alten Filmen ist es so, wenn ein Schauspieler mit der Stimme Marquis die Szene betritt, bebt die Erde. Wow. Die Stimme Gottes und des Teufels zugleich.

Marquis konnte keine verschiedenen Charaktere sprechen? Lachhaft. Was wären die unendlich vielen Cartoons und Trickfilme ohne ihn? Ich denk da grad an den Vater von Grisu der kleine Drache falls den jemand kennt, das war der der immer Feuerwehrmann werden wollte oder die Serie "Es war einmal der Mensch" wo er den ewigen Grisgram Klotz sprach.

Seine Stimme war allerdings in den Anfängen noch feiner. Mit der Zeit wurde sie aber immer grobbürstiger.
GP
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Re: Winnetou`s Synchronsprecher der 60iger Jahre lebt!

Beitrag von GP »

Duke hat geschrieben:
Nachdem ich ihn in Elspe auf der Bühne gehört hatte, fand ich es schon störend, dass er in der Serie noch synchronisiert wurde. Iss ohnehin ein Thema, das sich seeeehr lange diskutieren lässt...

Michael
Um nochmal darauf einzugehen: Der Authentizität halber wäre das sicher besser gewesen, soweit es den Schauspieler besser wiedergibt. Immerhin haben ja in "Winnetous Rückkehr" auch Leute wie Juraj Kukura ganz deutlich eine andere Muttersprache, da hat es auch niemanden gestört.

Ich denke aber, dass Brice (wenigstens damals) vielen doch zu frankophon geklungen hat, als dass man einen (akustisch) "authentischen" Indianer in ihm gesehen hätte. Im "Traumschiff" oder in der "Klinik unter Palmen" ist das wieder etwas anderes. Da steht der Schauspieler irgendwie doch noch vor der Rolle. (Da ist der Anspruch auch ein anderer.) Is' halt so.

Bei Herbert Lom war es wiederum komplett anders. (Wie auch in anderen Filmen bei Ivan Desny oder Christopher Lee.) Der hat seinen Brinkley so hervorragend artikuliert gesprochen, dass viele, die es nicht wissen, gar nicht merken, dass er kein Muttersprachler ist. Bei Brice schwebt dann doch zu sehr dieses "isch-bin-där-Äuptling-allär-Apatschän" in den Köpfen herum.
Wenn man das mag, okay.

Und letztlich: Synchron macht bekanntlich nicht reich. Sicher hat es bei Leuten wie Klaus Kinski in den Siebzigern oder bei Mueller-Stahl heute hauptsächlich an den vielfältigen Terminverpflichtungen gelegen, dass sie alternativ synchronisiert wurden. Aber wenn wir ehrlich sind: Einen Pierre Brice nach üblichen Synchron-Takes zu bezahlen - wer traut sich das schon? Da muss er der Produktion schon sehr entgegen kommen. Und wenn man für wesentlich weniger monetären Aufwand ein absolut professionelles Ergebnis geliefert bekommt, würde ich ihn auch heute noch synchronisieren lassen.
(Von den Herren Harmstorf und Ludwig will ich an dieser Stelle gar nicht erst anfangen.)
Zuletzt geändert von GP am 28. Dez 2008, 13:06, insgesamt 1-mal geändert.
GP
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Re: Winnetou`s Synchronsprecher der 60iger Jahre lebt!

Beitrag von GP »

Duke hat geschrieben:
Wobei "mein" Winnetou eh wie Konrad Halver klingt. Aber das ist wieder eine andere Geschichte.
Absolut.

Das ist zwar wirklich ein anderes Thema, weil wir hier über Synchron reden. Aber: volle Zustimmung! Jedenfalls soweit, als niemand von denen, die Brice synchronisiert haben, je an die Ausdruckskraft des jungen Konrad Halver herankam.
Mittlerweile würde ich den dann auch nicht mehr für die Rolle besetzen, dann schon eher Klaus-Hagen Latwesen. Oder eben ganz andere Leute. Die "jungen Wilden" wären - um bei dem Wort zu bleiben - authentischer. Jean-Marc Birkholz zum Beispiel.

LG
GP
Bärentöter
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Re: Winnetou`s Synchronsprecher der 60iger Jahre lebt!

Beitrag von Bärentöter »

Its clear...war doch mal ein gutes Thema oder etwa nicht?

Aber als König der Synchronsprecher würde ich "CURT ACKERMANN" (sprach Wayne in Die Comancheros, Hondo) bezeichnen.
Gerade in den Ende 40iger, 50iger Jahre passte seine Stimme fast auf JEDEN (vergleicht selbst: Victor Mature, Vittorio de
Sica, Robert Mitchum, Charles Boyer um nur einige zu nennen).

Da gibts doch einen Sprecher namens THOMAS VOGT der ist heutzutage auch okay. War z.B. in STAR TREK-Voyager zu
hören (sprach Robert Duncan McNeill alias Lt. Paris).

Das stimmt ja auch daß viele Schauspieler nicht mehr die Zeit hatten, sich selbst zu sprechen. Bestes Beispiel ist heut Abend EDDI ARENT in: Maigret und sein größter Fall auf HR3 um 23:00. Wir können ja auch mal ein Quiz machen, ha.
Na wer hat Eddi gesprochen?

Und was T. Eckelmann betrifft, wärs auch kein Problem das ganze über Ossi Ragheb zu probieren. Wir haben uns in
Göttingen kennengelernt und er synchronisiert noch heute viele Filme z.B. Robbie Coltrane in Fitz.
Bärentöter
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Re: Winnetou`s Synchronsprecher der 60iger Jahre lebt!

Beitrag von Bärentöter »

Nicht falsch verstehen, Osman Ragheb synchronisiert nicht R. Coltrane (das ist die Stimme von Bud Spencer "WOLFGANG
HESS", der jetzt auch wegen dem Tod von Charlie Chan-Sprecher "Klaus Höhne" den Dumpledore ab "Orden des Phönix"
spricht). Meinte nur, daß er das Deutsche Buch schrieb und eben ein Studio in München hat.
GP
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Re: Winnetou`s Synchronsprecher der 60iger Jahre lebt!

Beitrag von GP »

Bärentöter hat geschrieben:
daß er das Deutsche Buch schrieb und eben ein Studio in München hat.

Und das wären für mich z.B. Kriterien, um jemanden unter Umständen zu den Größen im Synchrongeschäft zu zählen.
Ob er Ahnung von der Materie hat (also auch ein Buch schreiben und Regie führen kann, ein Händchen für die Besetzung hat usw.) und eben nicht bloß eine gottgegebene Stimme...

Da wäre für mich Holger Hagen der Kandidat. Der Mann hatte so einiges auf dem Kasten!

Und heute? Wird die Luft dünn.
Man hat leider aufgrund der Vorgaben (Zeit, Geld, Verleih...) auch nicht mehr die Möglichkeiten, alles mit so viel Hingabe zu produzieren wie noch in den Sechzigern, habe ich das Gefühl. Da ist nichts mehr mit "König", da muss man nur noch pünktlich fertig werden, das ist alles...

Tom Vogt, klar, sicher ein sehr guter Synchronschauspieler. Keine Frage.
Einer von denen, die heute mal "haften bleiben".

Viel Glück beim Kontakt über die Raghebs.
Wäre ja tatsächlich mal interessant zu erfahren, wie Thomas Eckelmann heute klingt. Wobei ich denke, dass jemand, der so einen großen Einschnitt vollzogen hat, mit seinem vorherigen Leben abgeschlossen hat. Der wird heute kaum noch synchronisieren wollen. Oder gar können.
Irgendwie damit vergleichbar wäre für mich Michael Poelchau. Obwohl der ja alle Jubeljahre mal wieder von Südfrankreich aus aufbricht, in Hamburg auftaucht und für Frau Körting etwas einspricht - und vollkommen anders klingt als 1968....
GP
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Re: Winnetou`s Synchronsprecher der 60iger Jahre lebt!

Beitrag von GP »

Bärentöter hat geschrieben:
Bestes Beispiel ist heut Abend EDDI ARENT in: Maigret und sein größter Fall auf HR3 um 23:00. Wir können ja auch mal ein Quiz machen, ha.
Na wer hat Eddi gesprochen?
Ach, schade. Das habe ich zu spät gelesen.

Tatsächlich?
Eine neue Stimme für Eddi Arent...
Wer könnte das gewesen sein?
Wen hätte ich genommen?
Martienzen? Schrader? Das wäre zu deutlich... Und für meinen Geschmck zu overdressed.
Nein, ich hätte ihn unauffälliger besetzt... Mit Klaus Havenstein? Der hat immerhin später Heinz Erhardt in den letzten Szenen seines letzten Films synchronisiert... mit Peter Schiff vielleicht.

In "Mister Dynamit" war es zumindest Gerd Martienzen, das war ein Jahr vor dem Maigret. Vielleicht hat man ja mal konstant an einer Besetzung festgehalten?
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Re: Winnetou`s Synchronsprecher der 60iger Jahre lebt!

Beitrag von GP »

Duke hat geschrieben:
richtig gute Leute wie Rüdiger Bahr

Das ist ja witzig.
Den habe ich jetzt auf dem Schreibtisch liegen.
Also, den Film, in dem er Wayne synchronisiert. Bin ja mal gespannt...
vielleicht schaff' ich's dieses Jahr sogar noch, kurz mal reinzuschauen.
Bärentöter
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Re: Winnetou`s Synchronsprecher der 60iger Jahre lebt!

Beitrag von Bärentöter »

Tja wer wars...der CHRISTIAN WOLF. Krass gell. Passt halt überhaupt nicht auf EDDI ARENT.
Genauso bei Mr. Dynamit auf FUCHSBERGER in seinem Cameo-Auftritt EDGAR OTT (Balu der Bär aus dem Dschungelbuch oder
der Mr. Cowley "Gordon Jackson" aus den PROFIS). Blacky hatte wahrscheinlich echt keine Zeit. Bei 3 Filmen im Jahr und die
z. dieser Zeit alle im Ausland. Was ich aber bei Ullrich Haupt ebenfalls in Mr. Dynamit nicht verstehen kann, dieser wurde v.
FRIEDRICH W. BAUSCHULTE gesprochen (Karl Malden in den Straßen, Prof. Dr. Dr. Dr. Augustus van Dusen in den Rias-Radio-Krimis die allererste Sahne waren oder Mihail Baloh in W3). Der kommt ja eigentlich vom Theater...naja

Nochmal zu John Wayne: Wie kam es 1967 zu der Besetzung mit Hans W. Hamacher(z.B. Scotland Yard-Beamter im Wallace
"Das Geheimnis der schwarzen Koffer")??? Was war mit Engelmann, Lukschy oder Ackermann? Wahrscheinlich der Streik...Ha.

Duke schrieb...Eckart Dux sprach "JAMES STEWART". In welchem Film? Zu dieser Zeit waren die Stammsprecher doch
Siegmar Schneider (hatte z.B. einen Gastauftritt in der Derrick-Folge 144 "DER FALL WEIDAU" v. 8.8.86) oder Hans Nielsen.
Eckart Dux spielte übrigens im "HALSTUCH" einen Yard-Beamten neben Heinz Drache.
Gut Siegmar Solbach kam später in den neusynchronisierten alten Filmen...aber Eckart Dux...???
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Re: Winnetou`s Synchronsprecher der 60iger Jahre lebt!

Beitrag von GP »

Och, ich hab' Fuchsberger auch schon mal mit der Stimme von Benno Gellenbeck gehört, im "Frosch mit der Maske" in einer kurzen Telefon-Dialog-Szene. Das wurde vielleicht erst nachträglich so eingebaut, kann ich mir vorstellen, am Schneidetisch, als Blacky längst beim nächsten Dreh war.

Und jetzt muss ich was zu Bauschulte fragen:
Bärentöter hat geschrieben:
Der kommt ja eigentlich vom Theater...naja
Ist das jetzt eher als Grund oder als Hindernis angeführt? ;-)
Denn im Grunde kommt doch jeder Schauspieler vom Theater, wenn er denn überhaupt einer ist. Und im Synchron legen sie ja großen Wert auf das "eigentliche" Schauspielerdasein.
Zuletzt geändert von GP am 31. Dez 2008, 01:21, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Winnetou`s Synchronsprecher der 60iger Jahre lebt!

Beitrag von GP »

Bärentöter hat geschrieben:
Wie kam es 1967 zu der Besetzung mit Hans W. Hamacher??? Was war mit Engelmann, Lukschy oder Ackermann? Wahrscheinlich der Streik...Ha.

Weiß ich nicht. Jedenfalls scheinen mir die oben angeführten Terminnöte wahrscheinlicher zu sein als ein Streik. Dazu müssten die Synchronsprecher damals ja schon gewerkschaftlich organisiert gewesen sein, zumal es alles Freiberufler sind. Und selbst wenn einige einer Gewerkschaft angehören, gilt das längst nicht flächendeckend für alle.
(Überhaupt: Was hätte so ein Streik bewirkt? Was hat der Streik später von Herrn Draeger bewirkt? Was würde er heute bewirken? Dass die gesetzten Sprecher ruck-zuck ihre Jobs los wären und die nächste Generation nachrücken würde, nichts anderes, der Markt ist so groß mittlerweile, da wird gedumpt, was das Zeug hält, ein Streik ist da alles andere als produktiv.)

In dem Film von 1967 (Die Gewaltigen) sprach Marquis schon für Kirk Douglas (was für mich schon mal ein Argument gegen einen Streik wäre, denn sonst hätte ja wohl gerade Marquis nicht mitgemacht), da musste zwangsläufig jemand anders Wayne machen. Und Hamacher war auf Wayne ja nicht neu, den hatte er vorher auch schon mal gesprochen. Also?
Und vielleicht war's Sommer, alle anderen verreist oder mal ein kurzes Gastspiel am Theater oder bei Edgar Wallace, was auch immer. Die Riege der wirklich guten Leute war damals schon sehr klein, da konnte es sehr schnell vorkommen, dass einer mal wegen eines vollen Terminkalenders nicht greifbar war...
Man müsste mal erkunden, wer da die Synchronregie geführt hat.
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