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Premiere vom "Schatz im Silbersee"
Verfasst: 21. Jun 2007, 17:03
von Catherine
Während um Erol Sander und die "Winnetou I"-Inszenierung in Bad Segeberg sehr viel Staub aufgewirbelt wird, geht die Premiere des neuen Stückes in Rathen fast unter.
Kurioserweise findet die Premiere vom "Schatz im Silbersee" auch am 23. Juni auf der Felsenbühne Rathen statt.
Dem neuen Team Marc Schützenhofer und Holger Thews drücke ich beide Daumen und hoffe, dass auch das Wetter mitspielt.
Ihnen und ihren Kollegen von den Landesbühnen Sachsen ein dreifaches: "Toi! Toi! Toi!"
Verfasst: 26. Jun 2007, 06:17
von Catherine
Eine tolle Premiere, bei der es sogar das Wetter gut mit uns meinte!
Olaf Hörbe gelang es erneut, ein sehr Karl-May-getreues Stück auf die Bühne zu bringen. Die Rollen waren durchweg gut besetzt. Besonders Holger Fuchs und der für den verletzten Tom Hantschel eingesprungene Andrè Hiller avancierten als Hobble-Frank und Tante Droll sehr schnell zu Publikumslieblingen.
Holger Thews bewies als Old Shatterhand, dass er sich vor seinem Vorgänger durchaus nicht zu verstecken braucht. Auch Marc Schützenhofer, der neue Winnetou, gab sein Bestes. Zwar fehlt es ihm noch ein wenig an der notwendigen Souveränität, was nicht verwundert, da sein Vorgänger Jean-Marc Birkholz einen überragenden Winnetou abgegeben hat und somit der Druck auf ihn ziemlich hoch war, aber man spürte von der ersten Sekunde an, dass die Chemie zwischen ihm und Holger Thews stimmt.
Matthias Henkel war als Cornel Brinkley schauspielerisch unterfordert, dafür durfte Peter Mohr als Quacksalber Hartley endlich einmal alle Register seines Könnens ziehen.
Thomas Förster, in den vergangenen Jahren als Santer und Intschu tschuna zu sehen war, trat diesmal gleich in zwei Rollen auf, als Besitzer der Butler-Farm und als Utah-Häuptling und hinterließ damit beim Publikum einen bleibenden Eindruck.
Außerdem Hut ab vor der neuen Darstellerin der Ellen Butler, Vera Telz, die kurzfristig für die schwangere Julia Vincze einsprang. Sie gab eine selbstbewusste, stuntreiche Vorstellung.
Als spleeniger Lord Castlepool, der als Erzähler fungierte, sorgte Jürgen Stegmann dafür, dass die Zuschauer den roten Faden der Handlung nicht verloren.
So könnte man weiter fortfahren.
Fazit: Olaf Hörbe bewies wieder einmal sehr viel Liebe zum Detail und wenn es auch an manch einer Stelle noch ein wenig wackelte, so ist es sicher nur eine Frage der Zeit, bis auch die letzten Unsicherheiten beseitigt sind. Bei der zweiten Vorstellung am Sonntag spielten die Darsteller schon wesentlich entspannter, da nun der Premierendruck vorüber war.
Ich kann nur jedem Karl-May-Fan empfehlen, sich das Stück anzusehen, wenn's nötig ist (um Tante Droll zu zitieren).
Verfasst: 27. Jun 2007, 10:45
von Sven Margref
Bilder aus Rathen gibt es jetzt auch in unserer Online-Galerie unter
http://www.karl-may-magazin.de/galerie
Verfasst: 27. Jun 2007, 18:51
von Catherine
Danke für den Hinweis, werde gleich mal nachsehen!
Gruß Catherine