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Fundsachen
Verfasst: 12. Mär 2007, 23:01
von n.f.
Bully Herbig stieß mit seiner Winnetou-Parodie auf heftige Kritik von Pierre Brice. Haben auch Sie einen Pierre Brice?
Oliver Kalkofe: Gott sei Dank nicht. Man hat versucht, Blacky Fuchsberger in diese Richtung zu drängen, obwohl er nichts gesagt hatte als: "Lasst mich damit in Ruhe." Er kannte uns nicht wirklich und wollte sich damit nicht auseinandersetzen. Das ist auch zu verstehen. Mittlerweile hat sich die Ablehnung zum Glück ins absolute Gegenteil verkehrt.
Bastian Pastewka: Der Schulterschluss mit den Wallace-Darstellern und der Wallace-Generation war uns sehr wichtig. Erstens, weil wir sehr harmoniesüchtig sind. Zweitens wollten wir die Idee dieser Filme so genau wie möglich abbilden. Sie sind so unglaublich gut konzipiert.
Kalkofe: Weil die Filme schon damals mit einer Portion Humor genommen wurden, kommt keine Kritik auf. Das ist bei Winnetou anders. Ein Indianer kennt keinen Schmerz, aber wahrscheinlich auch keinen Humor.
(gefunden in: hna-online.de; 12.3.07)
Re: Fundsachen
Verfasst: 31. Mai 2007, 17:05
von n.f.
Unter dem Titel "Alle Frauen müssen aussehen wie Nscho-Tschi" widmete sich der Kölner "Express" am 29. Mai 2007 Dieter Bohlens "Winnetou-Traum". Da heißt es etwa:
"Dieter Bohlen träumt seit seiner Jugend von Winnetous Schwester. 'Ich war mit zwölf Jahren so verliebt in Marie Versini. Alle meine Frauen sehen so aus wie Nscho-Tschi', verriet er sein Beuteschema beim 'Wer wird Millionär?'-Promiquiz. Als der pubertierende Jüngling zum ersten Mal die Apachen-Braut auf der Leinwand sah, war's um ihn geschehen. Lange Zöpfe, dunkler Teint, mal sanft wie ein Reh, mal feurig wie eine Wildkatze. Seine Traumfrau! ..."
Der ganze Artikel kann hier nachgelesen werden:
http://www.express.de/servlet/Satellite ... 9825440102
Verfasst: 31. Mai 2007, 21:50
von Catherine
Arme Marie Versini! Sie kann nur froh sein, dass sie weit genug von ihm weg ist und jetzt auch schon in einem Alter ist, wo sie für Bohlen uninteressant geworden ist.
Konnte mir diese kleine Boshaftigkeit nicht verkneifen!
Marie Versini habe ich in der Rolle der Nscho-tschi immer sehr gemocht, sie hatte wirklich eine tolle Ausstrahlung und spielte ihre Rolle sehr überzeugend!
Verfasst: 31. Mai 2007, 22:46
von Reiner
Ja, arme Marie!
Er hat für sie also "You my heart, you my soul" geschrieben.
Oder war es "Cherry, cherry Lady".
Aber wer ist "Brother Louie" - etwa: "Pierre Louis le Bris".
Oh mein Gott, welche Enthüllungen stehen uns noch bevor!
Bitte nicht!
Verfasst: 1. Jun 2007, 18:20
von Johnny
Das wär' es noch - Marie Versini als erster französischer deutscher Superstar!
;-)
Verfasst: 1. Jun 2007, 18:33
von Rüdiger
"Das Sterben und Totgeschlagenwerden greift den Körper so sehr an, dass man es nur selten überlebt."
Sam Hawkens, Winnetou I (Fassung KMV)
in diesem Fall: = Originalfassung (bis auf das Doppel-s).
(für den Fall daß der Johnny mal wieder seine Signatur ändert habe ich es vorsorglich noch einmal hinzitiert, sonst fragen sich später die Leut', was tütert der Typ da wieder ...)
*
Übrigens muß man (ich komm' drauf von wegen ß und ss) auch bei neuer Rechtschreibung höllisch aufpassen: "wohl bekannten Rappen" statt "wohlbekannten Rappen" in "Abdahn Effendi", ich bitte Sie ...
;-)
Verfasst: 1. Jun 2007, 18:43
von JennyFlorstedt
Diese völlig überzogene Getrennt-Zusammen-Schreibung ist doch längst zurückgenommen worden.
Quelle: Duden - Die deutsche Rechtschreibung, 24. völlig neu bearbeitete und erweiterte Auflage. Bibliographisches Institut & F.A. Brockhaus AG, 2006 (=> K 58)
Verfasst: 1. Jun 2007, 18:46
von Rüdiger
Maybe; ich kauf' mir ja nun nicht alle Nase lang den Band neu ...
Muß zuhause mal nachgucken, was in meiner Ausgabe steht. Habe halt mal im Internet eine Buchbesprechung gefunden, wo das erwähnt wurde.
Verfasst: 1. Jun 2007, 18:57
von Rüdiger
Bitteschön …
Ein Erfolgsrezept der grünen Bände ist, dass sie für die Jugend bearbeitet wurden und werden. In dieser bearbeiteten Form sind sie auch urheberrechtlich geschützt. Natürlich haben sie sich dadurch mehr oder weniger weit von der originalen Textgestalt der May'schen Werke (sofern man von dieser überhaupt sprechen kann) entfernt und entfernen sich weiter, da in den Nachauflagen und in den neuen Bänden auch die neue Rechtschreibung zur Anwendung kommt, mit zum Teil sinnwidrigem Ergebnis. In der Erzählung "Merhameh" beispielsweise (in "Abdahn Effendi"), reiten Kara ben Nemsi und Hadschi Halef Omar auf ihren "wohl bekannten Rappen" durch Ardistan. Man reibt sich die Augen: Soll die Getrenntschreibung etwa schon den schwindenden Bekanntheitsgrad des berühmten Rih dokumentieren? Oder hat hier ein übereifriger Lektor des Guten zuviel getan? Jedenfalls sind damit aus den 'sehr bekannten', nämlich "wohlbekannten Rappen" des Originals in der Neuausgabe die 'wahrscheinlich bekannten' Rappen geworden, eine Veränderung des Sinnes, die - zumindest zum jetzigen Zeitpunkt noch - verfrüht erscheint.
http://www.literaturkritik.de/public/re ... abe=200312
;-)
Verfasst: 1. Jun 2007, 19:09
von JennyFlorstedt
Damals war es halt keine Kann-Regelung, sondern die Trennung ein Muss.
Diese bekloppten Reform reformierenden Jahre waren für Schul- und Kinderbuchlektoren ohnehin traumatisierend.
Verfasst: 1. Jun 2007, 19:23
von Rüdiger
ein Muss.
Na fein …
Im „Zerbrochnen Krug“ dann auch „Dem Amte wohl bekannt“ statt „wohlbekannt“, das gibt auch gleich wieder einen neuen, feinen Sinn …
;-)
(die Herren May und Kleist kommen gleich zurück und randalieren ...)
;-)