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Ralf Wolter: Welches war seine lustigste Rolle?

Verfasst: 19. Dez 2006, 23:24
von Licata
Ralf Wolter sorgte in den KM Filmen ja für so manchen Brüller. Welches war Eurer Meinung nach seine lustigste Rolle, und bei welchen Szenen könnt Ihr jetzt noch lachen, obwohl man es schon x-mal gesehen hat?

Würd' mal gern Eure Meinung dazu hören :)

Verfasst: 20. Dez 2006, 17:17
von Licata
Also, nachdem hier noch niemand geantwortet hat, mache ich mal den Anfang: mir gefiel der Andreas Hasenpfeffer am Besten und sein "Konfirmations-Mexikon" ... ;)

Verfasst: 20. Dez 2006, 20:31
von Karl-Heinz Becker
Meiner Meinung nach, wurde Wolter von Drehbuch und Regie immer gut platziert. Es gab zumeist originelle Sprüche zum richtigen Zeitpunkt, oft treffend inszeniert. Nur in den letzten Filmen ging die Qualität etwas zurück. Aber den Peinlichkeiten, wie Howland in Winnetou I, war Ralf Wolter zumeist nicht ausgesetzt, höchstens im Tal der Toten.

In der Tat, der Andre Hasenpfeffer ist schon etwas Besonderes. Das liegt u. a. am schwäbischen Akzent (eine Erfindung von Georg Marischka) und am Ausbruch aus den Standartrollen Sam Hawkens/Hadschi Halef.

Jenseits von Karl May wurde Wolter in Abenteuerstreifenallerdings selten so sorgfältig inszeniert. In den "Goldsuchern vom Arkansas" und "Wer kennt Johnny R.?" kommt nur ein Drittel seines Potentials zur Geltung.

Karl-Heinz

Verfasst: 21. Dez 2006, 17:17
von ulistetter
Nun ja, ich komme aus Stuttgart und schwäbisch klingt doch schon noch etwas anders. Zumindest haben Wolters Dialoge einen Anflug des süddeutschen Dialektes.
In der Rolle des Hasenpfeffer im Aztekenzweiteiler gefällt er mir trotzdem recht gut, wobei er in der "Pyramide des Sonnengottes" doch etwas zu dick aufträgt.
Am besten gefällt mir Wolter in den auch besten Karl-May-Filmen: Im "Schatz im Silbersee" im Zusammenspiel mit Arendt, am stärksten ist aber seine Rolle in "Winnetou I".
Peinlich dann der Ausklang mit Lord Castlepool im "Tal der Toten".
Absolut albern. Ich ärgere mich immer noch darüber, wenn ich die Beiden als Indianer halbnackt über die Prärie hüpfen seh.
Und im letzten Winnetou-Streifen ist Sam Hawkens auch nur noch eine Karikatur seiner selbst. Weit weg vom erfahrenen Westmann aus "Winnetou I".

Verfasst: 21. Dez 2006, 17:29
von Rolf Dernen
Hallo Uli!

Für einen Stuttgarter gehst Du mit Wolters Pseudoschwäbisch wirklich noch freundlich um. Ich fand es immer äußerst peinlich.

Ansonsten stimme ich Dir bezüglich der Hawkens-Rolle zu. Anfangs war er noch der von May auch so konzipierte skurrile Westmann, amüsant, aber kein Trottel. Das änderte sich immer mehr - wofür Wolter nichts konnte. Die Drehbücher wurden immer platter und der "Humor" immer mehr ein Vorbild für... Segeberg heute.

Wolters Halef fand ich übrigens absolut daneben. Speziell im "Schut" war er einfach dumm, begriffstutzig und sogar feige, das absolute Gegenteil von der so liebevoll beschriebenen Karl-May-Figur.

Verfasst: 22. Dez 2006, 13:57
von Andy
ja - beim schut stimm ich zu.

Und auch sonst kann ich mich dem bisher genannten nur anschließen. Andreas Hasenpfeffer fand ich an ihm auch am Besten.

Kuckucksuhrenverkäufer aus Plochingen am Neckar. ? Einwohner, darunter 96 (?) Katholiken *lach*

Verfasst: 22. Dez 2006, 17:49
von Karl-Heinz Becker
@ Schwaben:
Soviel ich weiß, ging es bei Hasenpfeffers Akzent auch mehr um eine schwäbische Klangfarbe. Er musste für die Rolle extra mit einem Sprachlehrer arbeiten. Ansonsten muss so ein Dialekt im Film natürlich so "zahm" praktiziert werden , dass er noch an der Küste und in den Alpen verstanden wird. Das war, nebenher, auch immer die Vorgabe bei den TV-Übertragungen des Hamburger Ohnsorg-Theaters. Dann wurde auch kein Platt gesprochen, sondern breites "Hamburgisch". (Österreichische "Tatorte" haben sich später nicht mehr an diese Devise gehalten.)

Karl-Heinz