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KMG-Jahrbuch 2006

Verfasst: 18. Okt 2006, 18:53
von Rolf Dernen
Liebe Gemeinde!

Nachdem wir uns reichlich über das "gräuliche" Äußere des neuen Jahrbuches ausgelassen haben, könnten wir nun vielleicht auch ein paar Worte über den Inhalt verlieren, denke ich. Denn: Ist die KMG nicht eigentlich doch unser aller Mutter oder Vater oder sowas? Wir wissen es nicht, aber wir sollten sie trotz allem ehren. Und ich fang mal an.

Das neue Jahrbuch ist eine schöne Erinnerung an den Kongreß in Essen, der für einige von uns (so auch für mich) der erste KMG-Kongreß überhaupt war. Einige der Essener Vorträge sind im Jahrbuch abgedruckt, auch das Highlight, nämlich der von Wollschläger/Keindorf über "Schacht und Hütte". Das noch mal nachzulesen macht wirklich Spaß. Wer es hier nur lesen kann, dem muß ich sagen: man hätte dabei sein müssen. In gedruckter Form ist das immer noch eine Freude, aber der mündliche Vortrag war einer der allerfeinsten derer, die ich jemals zum Thema May gehört habe.

Grüße

Rolf

Re: KMG-Jahrbuch 2006

Verfasst: 19. Okt 2006, 01:03
von giesbert
rolfd hat geschrieben: nämlich der von Wollschläger/Keindorf
der in der Tat sehr schön ist und eindrucksvoll zweistimmig vorgetragen wurde, aber natürlich nur einen Autor, nämlich Hans Wollschläger, hat ;-)

Verfasst: 19. Okt 2006, 08:05
von tainischoh
Rolf: Einige der Essener Vorträge sind im Jahrbuch abgedruckt, auch das Highlight, nämlich der von Wollschläger/Keindorf über "Schacht und Hütte".
Darüber habe ich mich auch gefreut, der Vortrag war wirklich klasse.

Verfasst: 19. Okt 2006, 10:23
von Hermesmeier
Den Beitrag von Wollschläger habe ich - entgegen meinen sonstigen Gepflogenheiten - zuerst gelesen, in Erinnerung an den vergnüglichen Vortrag in Essen. Normalerweise beginne ich bei der Lektüre mit dem Literaturbericht, der diesmal an Position zwei kam.

Über letzteren gäbe es aus meiner Sicht diesmal kaum etwas zu bekriteln. Er war wie immer umfangreich und informativ. Aber - und das gilt eigentlich jedes Jahr wieder - er ist erschreckend unaktuell. Dass er nur das Kalenderjahr 2005 berücksichtigt und damit von der Chronik nur vier Bände, ist aus meiner Sicht weder erklärbar noch notwendig. Und man komme mir nicht mit Redaktionsschluss. Sollte das Konzept sein, dann wäre es hilfreich, die Überschrift zu konkretisieren: "Literaturbericht 2005".
Und noch etwas: Wenn man bedenkt, wie viele Jahre - um nicht zu sagen: Jahrzehnte - ins Land gingen, bis "KARL MAY & Co." es wert war, im Literaturbericht des Jahrbuchs erwähnt zu werden, dann nimmt man erstaunt zur Kenntnis, wie schnell das beim "Beobachter an der Elbe", beim "Karl May Boten" und dem "Wiener Karl May Brief" ging. Entweder die Sicht auf die Umwelt hat sich auf Seiten der KMG entscheidend verändert, oder sie war auf einem Auge blind, oder es ging bei der Erwähnung der Blätter dieses Mal gar nicht darum, sie zu besprechen, sondern vor einer Verzettelung in zu viele Publikationen zu warnen (S. 320), worin sich auch eine gewisse Furcht ausdrücken könnte, Leser und Autoren zu verlieren.
Der Vorteil, den mehrere Publikationsorgane auch haben könnten - Prof. Schmiedt nennt das die "enge Verknüpfung" (S. 319) -, wird dann allerdings durch ein Negativbeispiel belegt, nämlich den des unredlichen Umgangs mit Quellen und Daten, der unerwähnten Verwendung fremden Materials (S. 319). Man liest und denkt: Ist das jetzt bloßer Zufall, dass das genannte Beispiel KMG-Publikationen ausgerechnet nicht betrifft? Hätte man nicht erfreulichere Beispiele von wechselseitiger inhaltlicher Befruchtung finden können?
Man wähnt den Rezensenten ein wenig feixend im Hintergrund, wenn er dem Hauen und Stechen außerhalb der KMG zusieht, dabei hätte er gar keinen Grund. Oder sind die gegen Prof. Brauneder in KMG-Organen im Berichtszeitraum öffentlich ausgesprochenen, und viel diskutierten diesbezüglichen Vorwürfe schon vergessen? In der Bibel gäbe es dazu eine hübsche Geschichte über Splitter und Balken.

Die weiteren Beiträge im neuen Jahrbuch muss ich erst noch lesen, könnte mir mit der Kommentierung ab gut ein Jahr Zeit lassen ;-)

Verfasst: 19. Okt 2006, 10:45
von Rüdiger
Sollte das Konzept sein
Das ist wohl so, immer das Vorjahr. Und damit leider etwas unaktuell.
Entweder die Sicht auf die Umwelt hat sich auf Seiten der KMG entscheidend verändert,
Auch das ist wohl so. Wobei es mich persönlich schon ein bisschen stört. Die KMG ist seinerzeit mit einem ganz anderen Anspruch angetreten, und warum muß ich jetzt auch noch in deren Jahrbüchern relativ ausführlich von Freilichtspielen, Hörspielen u.dgl. lesen, da kümmert man sich andernorts schon exzessiv genug drum.
In der Bibel gäbe es dazu eine hübsche Geschichte über Splitter und Balken.
Schon richtig, aber das kann man doch kaum verlangen und ist doch (leider) nirgends üblich, dass sich auch an die eigene Nase gefasst wird.