Premiere "Winnetou 3" - ein Über- und Ausblick 07
Verfasst: 2. Jul 2006, 01:18
Gerade aus der Kalkbergstadt zurückgekehrt möchte ich einen kurzen subjektiven Eindruck vom diesjährigen, dem besonderen Stück in der Arena unter dem Felsen geben.
Zunächst der Gesamteindruck: Prima - es hat mir sehr gut gefallen, und wenn auch die Umsitzenden teilweise meinten, es sei doch etwas langweilig in diesem Jahr, so liegt die Inszenierung voll auf Linie. Die Befürchtung, der Trottel vom Dienst (wie kann man dafür nur die Rolle des Spürauges Moody auswählen - Herr Autor, das war wohl nichts) und die Ärztin Brody seien überflüssig, haben sich vollständig bestätigt. Der Clown ist sogar noch prägender für die Handlung als die weibliche "Hauptdarstellerin" - schade um die Minuten. Das Publikum sparte sich den Applaus beim ersten Auftritt der Dame übrigens auf - für die Lokomotive, die mit großem Hallo begrüßt wurde ;-)
Am Ende, das ich nicht verraten möchte, steht ein dem Star angemessener Abgang - fast macht es den Eindruck, als wolle Gojko Mitic leise abtreten. Eine Kanone, wie gemutmaßt wurde, bereitet dem großen Häuptling jedenfalls nicht den Garaus ;-) Allerdings geht der tödliche Streich gegen Winnetou im Gewirr der Handlung fast unter - hier hat es sich der Autor zu leicht gemacht.
Das Stück hat nur wenige Wortspiele mit modernem Anklang zu bieten - angenehm, angesichts der Fülle von Späßchen in den Vorjahren. Das Bühnenbild ist schlicht und hat einige Überraschungen parat - auch hier Schweigen.
Bemerkenswerte Darsteller:
Joshy Peters - wunderbar!
Anderson Farah - empfiehlt sich für die Nachfolge von GM. Apropos Nachfolge: In 2007 wird Winnetou 1 aufgeführt!
Gojko Mitic - sehr gut.
Jochen Baumert - gewohnt professionell
Shatterhand Joachim Kretzer - angenehm zurückhaltend, und gut!
Ben Bremer (Sans Ear und To-Kei-Chun) - gut
Thomas Bestvater (Fred Morgan) - ok, aber farblos
Alexandra Kamp - die überflüssige weibliche Hauptrolle, farblos dargestellt.
Volker Brandt kann nicht singen - zumindest versteht man nichts. Darstellerisch solide Schauspielkunst.
Winfried Glatzeder - Stetson ab, der Mann ist ein Glücksgriff!
Und ein weiterer Lichtblick: Gesa Dreckmann als Tochter von To-Kei-Chun, deutlich präsenter als Frau Kamp.
Es war ein schöner Abend in Bad Segeberg, und die Vorfreude auf 2007 mit dem neuen Winnetou, einem Kleki Petrah und den anderen Figuren aus Winnetou 1 läßt mich sicherlich gut einschlafen.
Viel Spaß, wenn Ihr Euch das Stück anschauen wollt - es lohnt sich!
Old Petz
Zunächst der Gesamteindruck: Prima - es hat mir sehr gut gefallen, und wenn auch die Umsitzenden teilweise meinten, es sei doch etwas langweilig in diesem Jahr, so liegt die Inszenierung voll auf Linie. Die Befürchtung, der Trottel vom Dienst (wie kann man dafür nur die Rolle des Spürauges Moody auswählen - Herr Autor, das war wohl nichts) und die Ärztin Brody seien überflüssig, haben sich vollständig bestätigt. Der Clown ist sogar noch prägender für die Handlung als die weibliche "Hauptdarstellerin" - schade um die Minuten. Das Publikum sparte sich den Applaus beim ersten Auftritt der Dame übrigens auf - für die Lokomotive, die mit großem Hallo begrüßt wurde ;-)
Am Ende, das ich nicht verraten möchte, steht ein dem Star angemessener Abgang - fast macht es den Eindruck, als wolle Gojko Mitic leise abtreten. Eine Kanone, wie gemutmaßt wurde, bereitet dem großen Häuptling jedenfalls nicht den Garaus ;-) Allerdings geht der tödliche Streich gegen Winnetou im Gewirr der Handlung fast unter - hier hat es sich der Autor zu leicht gemacht.
Das Stück hat nur wenige Wortspiele mit modernem Anklang zu bieten - angenehm, angesichts der Fülle von Späßchen in den Vorjahren. Das Bühnenbild ist schlicht und hat einige Überraschungen parat - auch hier Schweigen.
Bemerkenswerte Darsteller:
Joshy Peters - wunderbar!
Anderson Farah - empfiehlt sich für die Nachfolge von GM. Apropos Nachfolge: In 2007 wird Winnetou 1 aufgeführt!
Gojko Mitic - sehr gut.
Jochen Baumert - gewohnt professionell
Shatterhand Joachim Kretzer - angenehm zurückhaltend, und gut!
Ben Bremer (Sans Ear und To-Kei-Chun) - gut
Thomas Bestvater (Fred Morgan) - ok, aber farblos
Alexandra Kamp - die überflüssige weibliche Hauptrolle, farblos dargestellt.
Volker Brandt kann nicht singen - zumindest versteht man nichts. Darstellerisch solide Schauspielkunst.
Winfried Glatzeder - Stetson ab, der Mann ist ein Glücksgriff!
Und ein weiterer Lichtblick: Gesa Dreckmann als Tochter von To-Kei-Chun, deutlich präsenter als Frau Kamp.
Es war ein schöner Abend in Bad Segeberg, und die Vorfreude auf 2007 mit dem neuen Winnetou, einem Kleki Petrah und den anderen Figuren aus Winnetou 1 läßt mich sicherlich gut einschlafen.
Viel Spaß, wenn Ihr Euch das Stück anschauen wollt - es lohnt sich!
Old Petz