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"Im Lande Winnetous"...
Verfasst: 12. Jun 2006, 17:58
von Rolf Dernen
So ist der Leitartikel des "Spiegel" vom 12.6.2006 überschrieben. Es geht - natürlich - um die Fußballweltmeisterschaft. Ich darf mal die (für unsereinen) entscheidenden Passagen zitieren:
"Winnetou ist der bundesdeutsche Held schlechthin, ein Tugendbold, ein Naturfreak, ein Romantiker, ein Pazifist im Herzen, aber in einer kriegerischen Welt der beste Krieger, flink, stark, treffsicher. Elf Winnetous, und wir würden am 9. Juli Weltmeister.
Winnetou ist ein Deutscher mit Migrationshintergrund..."
Naja, man lese in der aktuellen Ausgabe des "Spiegel" weiter.
(Daß ich nochmal einen Beitrag, der mit Fußball zu tun hat, schreiben würde, hätte ich auf meine alten Tage auch nicht gedacht. )
Grüße
Rolf
Verfasst: 12. Jun 2006, 18:05
von Rüdiger
Ich möchte aber Interessenten vorsichtshalber darauf hinweisen, daß es dann auch schon vorbei ist mit dem Winnetou-Bezug in dem Artikel. Man ist dann schnell wieder bei Einwanderung, Holocaust, also den üblichen Standard-Themen, wenn von Deutschland die Rede ist ...
Verfasst: 12. Jun 2006, 20:15
von OldPetz
viel interessanter als die themen der ewig-gestrigen ist doch die parallele zu '54. heißt es nicht immer, daß damals ein ruck durch das deutsche volk gegangen sei dank des schusses von rahn aus dem hintergrund?
der ruck - tja, was die politik nicht schafft mit märchensteuer-anhebung (die auch zu gering ist, um wirklich etwas zu bringen und die dann auch mit steuersenkungen im einkommenssteuerbereich ausbalanciert werden sollte...), mit der dummdreisten "du bist deutschland"-kampagne (die sicherlich millionen gekostet, pardon, in die wirtschaft investiert hat) oder einer reform der schlechtschreibung, plötzlich geht ein ruck durch die nation, fahnen überall, ein patriotismus und ein zukunftsoptimismus, der ungeahnt war.
möge es manitou fügen, daß auch 2006 ein wunder geschieht und unsere gurkentruppe den pokal holt. die aktien dürften noch ein bißchen steigen ;-)
Verfasst: 12. Jun 2006, 20:35
von andrea
Howgh!
Verfasst: 13. Jun 2006, 10:50
von Rüdiger
Es muß ein Ruck durch diese Legebatterie gehen, sagte der Aushilfs-Landwirt. Freilich waren die ermatteten Hühner nun ausgerechnet dazu nun mittlerweile alles andere als in der Lage, selbst wenn sie gewollt hätten. Mit der zunehmenden technischen Perfektionierung und dem äußeren Glanz der Legebatterie war eine innere Verelendung ihrer Insassen Hand in Hand gegangen.
Nur bei den alle Jubeljahre stattfindenden Wettbewerben zwischen verschiedenen Batterien keimte immer noch mal so ein Abglanz vergangener Zeiten auf, als Hühner noch Hühner waren (Wann das wohl gewesen sein mag ? Es muß lange her sein …) Das bei diesen Angelegenheiten aus der Tiefe der Hühnerseele hervorgeholte Gemeinschaftsgefühl wirkte etwas befremdlich, sah man doch sonst zunehmend die Hühner sich gegenseitig die Federn ausrupfen oder sich mit den Schnäbeln attackieren. Aber alle paar Jahre freuten sie sich denn doch, wenn sich z.B. die schwarzweiße Legebatterie gegen die blaue, gelbe, rote usw. durchsetzen konnte. Daß die Landwirte, je nach Austragungsort, dies immer auch ein wenig lancierten, fiel auch den wenigsten auf bzw. wurde von den anderen erfolgreich verdrängt.
Verfasst: 13. Jun 2006, 13:28
von Blechmops
Was Frank "mitnimmt" :
"Winnetou ist ein Deutscher mit Migrationshintergrund"
und
"Es muß ein Ruck durch diese Legebatterie gehen"
klasse
Verfasst: 13. Jun 2006, 19:15
von andrea
Wo Blechmopsens recht hat, hat er recht!
*schaut sich gerade blaue Hühner im Kampf gegen den Stamm der Weißhühner an.*
Die weißen Hühner sind mit ihrer mobilen Legebatterie in unserem Kreis aufgeschlagen und haben Land - ganz ohne Kampf - erobert. Kurzerhand wurde der Bleibeort zum 27. Kanton der Weißhühner ernannt.