Mitgehört ...
Verfasst: 13. Aug 2010, 15:44
Halef: Sihdi, hast Du auch dieses dumme Zeug über Marah Durimeh gelesen ?
Kara Ben Nemsi : Ja
H: Magst Du nicht eine Entgegnung schreiben ?
K: Nein.
H: Aber daß der Text voller Unfug ist, siehst Du auch so ?
K: Ja.
H: Eine Stelle gegen Anfang war ja noch ganz gut, das mit dem vorlauten, unreifen Kind und dem Neandertaler.
K: Das verkörperst ja beides teilweise Du. Marah Durimeh hat andere Aufgaben oder anders gesagt andere Anteile zu verkörpern.
H: Und wer sind schon „die Leser“, in deren Gunst sie im Gegensatz zu Winnetou nicht so stehe ... Ich fand die Marah immer reizvoller, sympathischer, interessanter als Winnetou.
K: Ich auch.
H: Von wem oder was sie lebt, das bleibt sich gleich. Meine Güte was sind die Leute kleinkariert …
K: Sagen wir weltlich orientiert, das klingt weniger unfreundlich.
H: Die Sache mit den Dienern scheint die Autorin mehr zu ärgern als mich selber … dabei habe ich ihr das am 26. Februar doch schon erklärt. Da sieht man wieder einmal: es nützt nichts …
K: Nein, es nützt meistens nichts. Ganz generell. Bei allen.
H: Aber Marah Durimeh als arrogant zu bezeichnen und dann noch völlig unpassend mit Schillers Handschuh zu kommen, das ist doch …
K: Nun werd’ nicht wieder so ausfallend. Die Autorin hat, einem on dit zufolge, ein [manchmal zu] großes Herz und zeigt sich in Korrespondenz zuvorkommend freundlich, obwohl sie uns eigentlich durchaus böse sein könnte, nach alledem was Du schon so von Dir gegeben hast im Laufe der Zeit … Also halt' Dich mal ein bißchen zurück, auch wenn's vielleicht schwerfällt. Das mit der Arroganz ist halt völlige Fehleinschätzung und das mit dem Handschuh zwar ein schöner Bezug am leider völlig falschen Platz ... (insofern eigentlich kein schöner Bezug, sondern ein Mißbrauch ...)
H: Weiter im Text; Als ob sich Güte und Härte ausschlössen … so ein Quark … und ohne Geisterschmiede keine Reue = keine Erkenntnis, da hat sie wohl ein wenig die Reihenfolge durcheinandergebracht. Gebären z.B. tut auch weh … so ist das. - „Negatives Verhalten“, geht’s noch ? Das ist so ähnlich wie die Hansels immer mit ihrem sogenannten Theodizeeproblem … alles was weichgespült denkenden und empfindenden Menschleins nicht in ihren schnutziputzizuckerwattehaften Kram passt entzieht sich halt ihrem Verständnis … das mag ja noch angehen, aber daß sie dann noch anfangen wollen den Richter zu spielen …
K: Grausamkeit, nicht Sadismus, das ist Quatsch, also, Grausamkeit der Geisterschmiede ist keine Grausamkeit um der Grausamkeit willen, sondern für den Erkenntnisprozeß erforderlich … (daß es dort nebenbeibemerkt nicht etwa gar um körperliche Gewalt geht sondern um Bewußtseinsarbeit meinte ich eigentlich in meinem Werk deutlich genug gemacht zu haben ...) Es geht nicht um 'Strafe' oder dergleichen … aber das ist offenbar schwer zu verstehen.
H: Vielleicht für Karl-May-Leute …
K: (Lacht.) Ja. So ist das.
Kara Ben Nemsi : Ja
H: Magst Du nicht eine Entgegnung schreiben ?
K: Nein.
H: Aber daß der Text voller Unfug ist, siehst Du auch so ?
K: Ja.
H: Eine Stelle gegen Anfang war ja noch ganz gut, das mit dem vorlauten, unreifen Kind und dem Neandertaler.
K: Das verkörperst ja beides teilweise Du. Marah Durimeh hat andere Aufgaben oder anders gesagt andere Anteile zu verkörpern.
H: Und wer sind schon „die Leser“, in deren Gunst sie im Gegensatz zu Winnetou nicht so stehe ... Ich fand die Marah immer reizvoller, sympathischer, interessanter als Winnetou.
K: Ich auch.
H: Von wem oder was sie lebt, das bleibt sich gleich. Meine Güte was sind die Leute kleinkariert …
K: Sagen wir weltlich orientiert, das klingt weniger unfreundlich.
H: Die Sache mit den Dienern scheint die Autorin mehr zu ärgern als mich selber … dabei habe ich ihr das am 26. Februar doch schon erklärt. Da sieht man wieder einmal: es nützt nichts …
K: Nein, es nützt meistens nichts. Ganz generell. Bei allen.
H: Aber Marah Durimeh als arrogant zu bezeichnen und dann noch völlig unpassend mit Schillers Handschuh zu kommen, das ist doch …
K: Nun werd’ nicht wieder so ausfallend. Die Autorin hat, einem on dit zufolge, ein [manchmal zu] großes Herz und zeigt sich in Korrespondenz zuvorkommend freundlich, obwohl sie uns eigentlich durchaus böse sein könnte, nach alledem was Du schon so von Dir gegeben hast im Laufe der Zeit … Also halt' Dich mal ein bißchen zurück, auch wenn's vielleicht schwerfällt. Das mit der Arroganz ist halt völlige Fehleinschätzung und das mit dem Handschuh zwar ein schöner Bezug am leider völlig falschen Platz ... (insofern eigentlich kein schöner Bezug, sondern ein Mißbrauch ...)
H: Weiter im Text; Als ob sich Güte und Härte ausschlössen … so ein Quark … und ohne Geisterschmiede keine Reue = keine Erkenntnis, da hat sie wohl ein wenig die Reihenfolge durcheinandergebracht. Gebären z.B. tut auch weh … so ist das. - „Negatives Verhalten“, geht’s noch ? Das ist so ähnlich wie die Hansels immer mit ihrem sogenannten Theodizeeproblem … alles was weichgespült denkenden und empfindenden Menschleins nicht in ihren schnutziputzizuckerwattehaften Kram passt entzieht sich halt ihrem Verständnis … das mag ja noch angehen, aber daß sie dann noch anfangen wollen den Richter zu spielen …
K: Grausamkeit, nicht Sadismus, das ist Quatsch, also, Grausamkeit der Geisterschmiede ist keine Grausamkeit um der Grausamkeit willen, sondern für den Erkenntnisprozeß erforderlich … (daß es dort nebenbeibemerkt nicht etwa gar um körperliche Gewalt geht sondern um Bewußtseinsarbeit meinte ich eigentlich in meinem Werk deutlich genug gemacht zu haben ...) Es geht nicht um 'Strafe' oder dergleichen … aber das ist offenbar schwer zu verstehen.
H: Vielleicht für Karl-May-Leute …
K: (Lacht.) Ja. So ist das.