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Dauerindianer Nr.2 ...

Verfasst: 16. Jun 2009, 19:06
von Angel
Ich weiß nicht so genau wo ich den Typen, der am vergangenen Samstag, dem 13.06.2009, seinen 69. Geburtstag feiern durfte, nun einordnen soll ... eher unter Karl May im Film oder doch besser, als Bühnen-Akteur über viele Jahre hinweg, unter Karl May auf der Bühne?
Da ich mir eben nicht schlüssig bin, stell ich den Beitrag halt hier herein, hier kann man nichts verkehrt machen *lol*
Na wer jetzt noch nicht weiß wer gemeint ist ...
Der "junge" Mann wurde 1940 in Serbien geboren ... und gilt neben "Winnetou auf Lebenszeit" Pierre Brice im Film und auf der Bühne als Dauerindianer Nr.2
Na dämmerts nun, naturalmente ich meine Gojko Mitic!

... übrigens, nachfolgend empfehlenswerte HP zu seinem Leben und Wirken
http://www.gojkomitic.de/

Also in diesem Sinne, nachträglich "HAPPY Birthday" dem Geburtstagskind.
Alles Liebe und Gute, sowie die besten Wünsche für die weitere Zukunft.


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Re: Dauerindianer Nr.2 ...

Verfasst: 16. Jun 2009, 21:31
von Rene Grießbach
Na, diesen nachträglichen Geburtstagsgrüßen schließ ich mich an.

Als eingeborener Ossi bin ich ja einer von den vielen, die sozusagen mit Gojko in den Indianerfilmen aufgewachsen sind. Noch lange bevor ich überhaupt wusste, dass es Winnetou gibt. Und ich glaube, ohne die Indianerfilme mit Gojko Mitic hätte ich wohl nicht meine Begeisterung für das ganze Thema entdeckt, jedenfalls nicht so früh.

Re: Dauerindianer Nr.2 ...

Verfasst: 16. Jun 2009, 22:08
von Rüdiger
Rene Grießbach hat geschrieben:Indianerfilme mit Gojko Mitic
Den gefälligen West-Hochglanz-frei nach May-Schmarren m.E. deutlich vorzuziehen.

Re: Dauerindianer Nr.2 ...

Verfasst: 17. Jun 2009, 12:42
von Marlies
Happy Birthday auch an Gojko Mitic zu seinem 69ten - aus Tasmania.

Re: Dauerindianer Nr.2 ...

Verfasst: 18. Jun 2009, 02:49
von IDDOC
Also ich habe ihm den Indianer in den KM Filmen immer abgenommen.Ich habe zwar nie eine Vorstellung gesehen kann mir aber gut vorstellen,dass er auch live in Segeberg eine gute Figur gemacht hat.
Kuerzlich habe ich mal einen Defa Film (deutsch mit englischen Untertiteln ) gesehen,Apachen.
Einen unprofessioneller gemachten Film habe ich bisher noch nicht gesehen.Ich haette das nachgesehen wenn man bedenkt,dass der DDR die Devisen fuer richtige Filme fehlten,aber der Streifen war auch langweilig.
Da sind mir die KM Filme der Constantin schon lieber.

Re: Dauerindianer Nr.2 ...

Verfasst: 18. Jun 2009, 11:03
von Rehkitz
Kennst Du die Doku "hautnah - Der Berufsindianer" (oder so) mit Gojko Mitic? Den Dakota hatte der DEFA-Film offensichtlich gefallen... Und im Übrigen finde ich amerikanische Action-Filme langweilig.

Re: Dauerindianer Nr.2 ...

Verfasst: 18. Jun 2009, 17:00
von Duke
IDDOC hat geschrieben:Also ich habe ihm den Indianer in den KM Filmen immer abgenommen.Ich habe zwar nie eine Vorstellung gesehen kann mir aber gut vorstellen,dass er auch live in Segeberg eine gute Figur gemacht hat.
Kuerzlich habe ich mal einen Defa Film (deutsch mit englischen Untertiteln ) gesehen,Apachen.
Einen unprofessioneller gemachten Film habe ich bisher noch nicht gesehen.Ich haette das nachgesehen wenn man bedenkt,dass der DDR die Devisen fuer richtige Filme fehlten,aber der Streifen war auch langweilig.
Da sind mir die KM Filme der Constantin schon lieber.
Hallo

Für mich gibt es ein gewisses Gefälle bei den Filmen. Bis Tödlicher Irrtum sind sie handwerklich sehr gut und auch spannend gemacht, danach setzt eine gewisse "intellektuelle" Phase ein, mit Anleihen beim Italowestern und eher künstlerischen (=künstlichen) Filmen. Nicht immer erfreulich, das. Der Tiefpunkt, auch von der Story, ist für mich Osceola, obwohl der sehr gute Kritiken hatte.

Trotzdem, im Vergleich mit den Karl-May-Filmen sind sie besser, selbst die Atmosphäre ist manchmal viel mehr May, als bei den West-Produkten. Und was den direkten Vergleich angeht, in Unter Geiern stellt Mitic den Apachen aus Frankreich nicht nur durch seine Muskeln völlig in den Schatten. Find' ich wenigstens.

Michael

Re: Dauerindianer Nr.2 ...

Verfasst: 18. Jun 2009, 17:59
von IDDOC
Dakota zu fragen einen Filme ueber Apachen zu beurteilen ware ungefaehr so wie wenn man Finnen fragen wuerden einen Film ueber Oberbayern zu beurteilen.
Ich kann leider nur einen Film beurteilen (Apachen),den fand ich allerdings schlecht.
Billige Kulissen,schlechte Schauspieler (von ein paar Ausnahmen abgesehen),oede Filmmusik,langweilige Story,und dieser moralinsaure Unterton.
Was Mitic in Unter Geiern angeht,da hat er Pierre Brice tatsaechlich an die Wand gespielt (obwohl das nicht besonders schwierig ist).

Re: Dauerindianer Nr.2 ...

Verfasst: 22. Jun 2009, 12:26
von Rehkitz
Es ging in dem Film ("Die Söhne der Großen Bärin") natürlich um Dakota.
Und "Apachen" basiert auf historischen Tatsachen (s. http://de.wikipedia.org/wiki/Mangas_Coloradas); klar, dass das manchem wehtut.
Wenn Du Mitic ausgerechnet in "Unter Geiern" lobst, scheinst Du wenig mehr zu kennen...

Re: Dauerindianer Nr.2 ...

Verfasst: 23. Jun 2009, 05:16
von IDDOC
Wie gesagt ich kenne nur den Film Apachen,und da gibt es keine Lakota..Auch ein Film der auf angeblicher Historie aufbaut, kann schlecht sein.(Bitte nicht Wikipedia als Quellenangabe)
Was soll denn da wehtun ?
Mitic kenne ich tatsaechlich nur aus den KM Filmen und dem Defa Film Apachen mehr habe ich auch nicht behauptet.
Ich muss allerdings zugeben,dass mich ein Urteil us-amerikanischer Indianer relativ wenig beeinflusst,die meisten die ich sehe sind entweder Alkoholiker oder arbeitsscheu oder beides.

Re: Dauerindianer Nr.2 ...

Verfasst: 23. Jun 2009, 09:08
von Rene Grießbach
er hat übrigens auch gesungen:

http://www.youtube.com/watch?v=zZM7n_rfxLY

Re: Dauerindianer Nr.2 ...

Verfasst: 23. Jun 2009, 10:39
von Rehkitz
prima René, das wird den Ami überzeugen

Re: Dauerindianer Nr.2 ...

Verfasst: 23. Jun 2009, 11:42
von markus
IDDOC hat geschrieben: Ich muss allerdings zugeben,dass mich ein Urteil us-amerikanischer Indianer relativ wenig beeinflusst,die meisten die ich sehe sind entweder Alkoholiker oder arbeitsscheu oder beides.
"Welch eine stolze, schöne Erscheinung war er früher, als er, von der Mähne seines Mustangs umweht, über die weite Savanne flog, und wie elend und verkommen sieht er jetzt aus in den Fetzen, welche nicht seine Blöße decken können! Er, der in überstrotzender Kraft einst dem schrecklichen grauen Bären mit den Fäusten zu Leibe ging, schleicht jetzt wie ein räudiger Hund in den Winkeln umher, um sich, hungrig, einen Fetzen Fleisch zu betteln oder zu – – stehlen!...das schleichende Gift des "Feuerwassers" brachte man ihm (...) bei...denn nicht er, sondern der Weiße ist schuld daran."
(aus "Winnetou I")

;-)

Re: Dauerindianer Nr.2 ...

Verfasst: 23. Jun 2009, 11:54
von Rehkitz
danke, das tat gut

Re: Dauerindianer Nr.2 ...

Verfasst: 23. Jun 2009, 12:34
von Rüdiger
Karl May konnte übrigens, nur mal so zur Information, auch ganz andere Töne anschlagen (nicht immer tut alles gut im Leben ...),

„Daß der Blut- und Länderdurst der Bleichgesichter nur eine Zuchtrute in der Hand des großen, weisen Manitou war, deren Schläge euch aus dem Schlaf zu wecken hatten“ habe ich gerade in Winnetou IV gelesen (im vierten Kapitel). Na guck einer an.

Eckehard Koch schrieb in den letzten KMG-Mitteilungen, bezüglich entsprechender Stellen aus dem zweiten Kapitel des gleichen Buches, es könne einen „der Schauer“ überfallen, aber es sei ja symbolisch gemeint ... Naja ... ich finde es klingt schon recht konkret, selbst wenn es zusätzlich symbolisch gemeint gewesen sein sollte, Karl May wird gewußt und in Kauf genommen haben, daß die Mehrzahl der Leser es auf der ganz „konkreten Ebene“ liest ...

Ist halt nicht so einfach, von wegen Pazifismus, Humanität usw. ... Koch schreibt „Die wörtliche Auslegung würde aber dem von May vor allem in seinem Alterswerk vertretenen Pazifismus und seiner Humanität derart widersprechen, daß sie schlicht an seinem Anspruch und seiner Grundtendenz vorbeiginge“. Ich denke, ein wenig anders wird ein Schuh draus: ein Werk und ein Autor kann halt auch schon mal in sich widersprüchlich sein. Für diese These bzw. Erscheinung ist Karl May ja geradezu ein Paradebeispiel. Und ihn, auch im Alterswerk, auf Pazifismus und Humanität zu reduzieren, bzw., diese Begriffe mit einem Ausschließlichkeitsanspruch zu verbinden, der anderes, [scheinbar] unpassendes einfach ausklammert, hieße die Augen vor der Realität verschließen ... Diese Tendenz kann man bei May allzu Wohlgesonnenen indes öfter mal beobachten: alles, was nicht so recht „in den Kram“ paßt, wird gern ein wenig heruntergespielt ...

*

Sätze wie
IDDOC hat geschrieben: Ich muss allerdings zugeben,dass mich ein Urteil us-amerikanischer Indianer relativ wenig beeinflusst,die meisten die ich sehe sind entweder Alkoholiker oder arbeitsscheu oder beides.
sind natürlich gruselig undifferenziert schwarzweiß. Das kann ja eigentlich so nicht sein Ernst sein. Manchmal glaube ich, er will uns ein wenig provozieren mit solchen überspitzten Formulierungen.

;-]