Seite 1 von 1

Uli Kinalzik (Sam Hawkens) in: Heirat wieder Willen

Verfasst: 3. Sep 2007, 11:29
von Nscho-tschi
Für die Freunde der Bühne.

Uli Kinalzik, der in Bad Segeberg u.a. 2007 den Sam Hawkens spielte, spielt vom 05. September 2007 bis zum 10. November 2007 im München in der Kleinen Komödie im Bayerischen Hof Theater.

Wer Lust und Zeit hat, kann gerne nach München kommen und sich das Stück einmal ansehen. Informationen zum Theater gibts unter: http://www.komoedie-muenchen.de

Ich wünsche allen die sich entschließen das Stück anzusehen, viel Spaß.

Und zu guter letzt, noch Infos zum Stück:

HEIRAT WIDER WILLEN
Komödie von Lawrence Roman
Deutsch von Wolfgang Spier
Regie Wolfgang Spier
Bühne Günther Lüdecke
Kostüme Katharina Beth
mit NORA VON COLLANDE - HERBERT HERRMANN -
HANNELORE CREMER - ULI KINALZIK - UWE NEUMANN

Herbert Herrmann Karrierefrau Stevie (Nora v. Collande) hat sich beruflich durchgesetzt und bis in eine Spitzenposition hochgearbeitet. Die Liebe blieb dabei aller- dings ziemlich auf der Strecke. Jetzt tickt die biologische Uhr.
Nora von Collande
Alarm genug für Mutter Grace (Hannelore Cremer), die mit ihrer Tochter zusammenlebt. Grace engagiert für sie den Heiratsvermittler Robin (Herbert Herrmann). Der hält Stevie zunächst in Sachen Liebe und Gefühl für einen hoffnungslosen Fall. Er arrangiert einige Dates, die eines gemeinsam haben: sie enden alle katastrophal. Dies liegt aber gar nicht so an Stevie wie an der Tatsache, dass sich Robin in seine Klientin über beide Ohren verliebt hat....

Das Traumpaar des deutschen Boulevardtheaters in einer spritzigen Komödie, inszeniert vom "König des Boulevard" Wolfgang Spier, ein Dialogfeuerwerk!




Hannelore Cremer Uli Kinalzik Uwe Neumann




Biographien

Lawrence Roman

Lawrence Roman stammt aus Jersey City in Kalifornien, wo er studierte und auch heute noch mit seiner Familie lebt. Seine Karriere begann in den 50er Jahren, in denen er Filmrollen schuf für Stars wie Jack Lemmon, Charles Bronson, Sidney Poitier und John Wayne. Er ist ein ebenso gefragter Drehbuchautor in Hollywood wie auch Theaterautor am Broadway.
Sein erstes Theaterstück "Under the yum yum tree" (deutscher Titel: "Ein Ehemann zur Ansicht") wurde 1960 mit großem Erfolg am Broadway aufgeführt und später mit Jack Lemmon verfilmt. "Alone together" war der nächste durchschlagende Erfolg auf den New Yorker Bühnen. Die deutsche Übersetzung "Endlich allein" ist auch hierzulande ein Dauerbrenner - unter anderem Dank der gelungenen Übertragung von Wolfgang Spier.
Außerdem sind die Stücke "Könnt ich, würd ich, hätt ich", "Trauben und Rosinen" und "Mal ganz ehrlich" von Lawrence Roman auf deutschen Bühnen gespielt worden. "Heirat wider Willen" - ebenfalls in einer Übersetzung von Wolfgang Spier - kam vor etwa fünf Jahren zur deutschen Erstaufführung in der Komödie Kassel.


Wolfgang Spier

Wolfgang Spier wurde 1920 in Frankfurt am Main geboren. Aufgrund seiner jüdischen Abstammung wurde er nach dem Abitur nicht zum Medizinstudium zugelassen. So begann er eine Lehre beim Berliner Bankhaus Otto Scheurmann, wo er bis 1945 arbeitete.
Aber die Liebe zum Theater war stärker. Er nahm Schauspielunterricht und verließ Berlin im Herbst 1946 gemeinsam mit Karl-Heinz Stroux, der ihn als Schauspieler und Regisseur ans Wiesbadener Staatstheater engagierte. Vier Jahre später kehrte Wolfgang Spier nach Berlin zurück. Zusammen mit Eberhard Fechner, Ottokar Runze, Maria Sebaldt, Horst Buchholz, Martin Benrath gründete er den Theaterclub im British Center, dessen künstlerischer Leiter er bis 1955 war. Wieder arbeitete er zwei Jahre bei Karl-Heinz Stroux, diesmal allerdings in Düsseldorf.
Seit 1957 spielt und inszeniert Wolfgang Spier an vielen deutschen Bühnen unter anderem in Berlin, Frankfurt, München, Hamburg, Köln, Essen und Stuttgart. Etliche seiner Theaterinszenierungen wurden für das Fernsehen aufgezeichnet. Schon lange gilt Wolfgang Spier als "König des Boulevards". In der Komödie im Bayerischen Hof war er zuletzt zu sehen in "Wer hat Tante Myrtle gesehen?" und "Eine gute Partie".


Herbert Herrmann

Herbert Herrmann machte ursprünglich eine Lehre als Schriftsetzer und Graphiker, bevor er sein Studium an der Schauspielschule Zürich aufnahm. Vielleicht war es diese erste Ausbildung in der "Schwarzen Kunst", die seinen Hang zur Perfektion und Präzision förderte und ihn innerhalb weniger Jahre zu einem der beliebtesten und erfolgreichsten Schauspieler werden ließ.
Sein erster großer Erfolg war die ZDF-Serie "3 sind einer zuviel", daran schloss sich der Film "Fleisch" von Rainer Erler an, durch den er zusammen mit Jutta Speidel einen überragenden Erfolg errang. Die Dreharbeiten fanden in den USA statt. Die nächste ZDF-Serie "Ich heirate eine Familie" mit Peter Weck und Thekla Carola Wied 1985/86 machte ihn endgültig zum Publikumsliebling.
Danach kam der "Hexenschuss" mit Susanne Uhlen, Hans Clarin und Helmut Fischer, der ein Stück deutscher Fernsehgeschichte geworden ist. Darüber hinaus prägte die Zusammenarbeit mit Lilli Palmer, Bernhard Minetti, Werner Hinz, Gustav Knuth und anderen seine künstlerische Persönlichkeit und Laufbahn. Wolfgang Spier entdeckte ihn für die Komödie.
Hier war und ist insbesondere die Zusammenarbeit mit Jürgen Wölffer und Wolfgang Spier von durchschlagendem und anhaltendem Erfolg, zuletzt in "Verstehen Sie Julia" mit Astrid Kohrs und in "Ein seltsames Paar" mit Stefan Behrens. Herbert Herrmann geht sehr gerne auf Tournee, weil der persönliche Kontakt zu seinem Publikum nirgendwo besser hergestellt werden kann. Davon zeugen die überragenden Erfolge bei den Tourneen "Micky Maus und Einstein" mit Ute Willing, "Ein klarer Fall" mit Jutta Speidel und Michael Hinz sowie der Publikumshit "Barfuß im Park" mit Susanne Uhlen und Hannelore Cremer. Sein Regie-Debüt gab Herbert Herrmann beim Weilheimer Theatersommer.
Er inszenierte Neil Simons "Ein ungleiches Paar". In München gastierte Herbert Herrmann zuletzt gemeinsam mit Nora von Collande in "Wer hat Tante Myrtle gesehen?" und "Ein glückliches Paar".


Nora von Collande

entstammt einer alten Theaterfamilie. In Berlin-Dahlem wurde sie geboren und besuchte dort nach der Mittleren Reife die Schauspielschule. Regisseur Horst Flick entdeckte sie 1976 für die Titelrolle des UFA-Spielfilms "Maria Morzeck". Ihr Filmpartner war Charles Brauer.

Der Film wurde mit dem Jacob-Kaiser-Preis ausgezeichnet. Nach einigen Jahren in festen Engagements arbeitet Nora von Collande seit 1981 freischaffend. 1982 lernte sie Hans Joachim Kulenkampff kennen, der ihr später nicht nur Kollege, sondern auch ein väterlicher Freund war. In den folgenden 10 Jahren standen Nora von Collande und er immer wieder gemeinsam auf der Bühne und vor der Kamera.

Besonders gern erinnert sie sich auch an die Zusammenarbeit mit Regisseur Boleslav Barlog für das Stück "Zum goldenen Anker". Bei dieser Produktion stand sie gemeinsam mit ihrem Vater Volker von Collande auf der Bühne.
Als eine weitere Sternstunde in ihrem Leben bezeichnet Nora von Collande die Begegnung mit Wolfgang Reichmann Mitte der 80er Jahre. An die preisgekrönte Inszenierung des Klassikers "Nathan der Weise" denkt sie besonders gern zurück.
Weitere Pläne konnten leider nicht in die Tat umgesetzt werden, da Wolfgang Reichmann 1991 unerwartet starb. Jürgen Wölffer holte sie 1992 an die Komödie Berlin für die Produktion "Verlängertes Wochenende", bei der sie zum ersten Mal mit Herbert Herrmann zusammen arbeitete. Nora von Collande steht gern und viel auf der Bühne.

In den letzten Jahren war sie u.a. am Schauspielhaus Bonn, am Hamburger Ernst Deutsch Theater, an der Komödie und am Theater am Kurfürstendamm, an den Staatstheatern in Hannover und Saarbrücken sowie am Theater am Zoo in Frankfurt / M. zu sehen. Partner waren z. B. Georg Thomalla, Charles Regnier, Sonja Ziemann, Wolfgang Spier und Hans Joachim Kulenkampff.

Lang ist die Liste ihrer Auftritte in Fernsehspielen und TV-Serien: "Tatort", "Praxis Bülowbogen", "Vorsicht Falke", "Na und", "Marienhof", "Soko", "Jenny & Co" um nur einige zu nennen, und natürlich von 1993 - 2002 "Forsthaus Falkenau". Außerdem ist sie Autorin des 2001 erschienen Buches "Turbulenzo".


Hannelore Cremer

wurde an der Staatlichen Schauspielschule Stuttgarts ausgebildet. Sie stand in "Katharina Knie" mit Hans Albers auf der Bühne, in der Operette "Eine Frau, die weiß, was sie will" mit Zarah Leander und in "Belami" mit Johannes Heesters. Am Wiener Burgtheater spielte sie das Dortchen Lakenreißer in "Heinrich IV" mit Albin Skoda, Oskar Werner und Hermann Schomberg. Ihre Karriere am Boulevard-Theater verdankt sie Wolfgang Spier.
Er holte die klassische Schauspielerin an die Komödie. Gemeinsam spielten sie Ende der 70er Jahre in zahlreichen Produktionen, wie z. B. "Die bessere Hälfte", "So ein Schlawiner", "Komödie im Dunkeln" u.v.m. Zu den zahlreichen Fernsehproduktionen, in denen sie mitwirkte, gehören unter anderem "Tatort", "Ein Fall für Zwei", "Silvia, eine Klasse für sich".


Ulli Kinalzik

wurde an der Max-Reinhardt-Schule in Berlin ausgebildet. Danach folgte ein zweijähriges Engagement an das Staatstheater Kassel. Es folgten Hauptrollen and er Freien Volksbühne Berlin, am Hansa Theater, Theater am Kurfürstendamm, an den Landesbühnen Hannover und in zahlreichen Tourneeproduktionen.
Einem breiten Publikum wurde er bekannt durch Serien wie "Graf Luckner", "Der Hafendetektiv", "Gesichtspunkte", "Derrick", "Der Alte", "Ein Fall für Zwei", "Tatort" u.v.m. So folgten auch Rollenangebote in amerikanischen und französischen Film- und TV-Produktionen wie "The Big Red One" an der Seite von Lee Marvin unter der Regie von Sam Fuller, "Forbidden" an der Seite von Jaquelin Bisset u.a.
Der Fernsehzuschauer kennt Ulli Kinalzik aus Produktionen wie "Praxis Bülowbogen", "Liebling Kreuzberg", "Der Millionenerbe", "Forsthaus Falkenau" etc.


Uwe Neumann

studierte an der Hochschule der Künste in Berlin Schauspiel und stand danach am Stadttheater Ingolstadt in Klassikern von Ibsen, Brecht u.v.a. auf der Bühne. Zurück in Berlin spielte er am Maxim-Gorki-Theater, im Kunsthaus Tacheles und in der Komödie am Kurfürstendamm.
Weiter ging es nach Potsdam, nach Wilhelmshaven und Heidelberg. In Luxemburg spielte er den Faust, in der Schweiz den Fernando in "Stella" und den Figaro. Seine Vielseitigkeit beweist Uwe Neumann auch mit Rezitationen und Lesungen. Gemeinsam mit seiner Lebensgefährtin, der Schauspielerin Anette Daugardt, bearbeitete er Kriminalromane - wie z.B. "Emil und die Detektive" - für eine spezielle Leseshow, mit der das Paar in ganz Deutschland zu sehen ist. Zudem arbeitet er als freier Fotograf.


Günther Lüdecke - Bühne

Günther Lüdecke wuchs in Hannover auf, begann Innenarchitektur zu studieren und machte am niedersächsischen Staatstheater sein Praktikum. Er assistierte dem Bühnenbildner Rudolf Heinrich und nahm parallel dazu Schauspielunterricht. 1962 arbeitete er erstmals als selbstständiger Bühnenbildner und führte im Neuen Theater in Hannover Regie.
In den folgenden Jahren ging er nach Berlin und Tunis - beide Städte wurden ihm zur Wahlheimat. Ein weiteres Auslandsengagement kam 1969 hinzu: An den Deutschen Kammerspielen in Buenos Aires machte er mehrere Bühnenausstattungen.
Als freischaffender Buhnenbildner stattete Günther Lüdecke auch zahlreiche Filmproduktionen aus, arbeitete dabei unter anderem mit Regisseuren wie Rosa von Praunheim und Hans Neuenfels.


Katharina Beth - Kostüme

arbeitete nach ihrem Modedesignstudium zwei Jahre in Italien. Danach war sie als freie Kostümbilderin und Assistentin an verschiedenen Theatern in Berlin, Hamburg, Köln und München tätig. Sie wirkte unter anderem als Kostümbildnerin und Stylistin an verschiedenen Tanzproduktionen, Kurzfilmen sowie Werbeproduktionen mit.
Zu ihren letzten Arbeiten gehören die Ausstattung des Stückes "genua 01" an der Schaubühne, Berlin, unter der Regie von Wulf Twiehaus und "Antigone" an der Vagantenbühne in Zusammenarbeit mit Folke Braband