Winnetou-Neuverfilmung 2016: Kritik zum Film

Rüdiger

Re: Winnetou-Neuverfilmung 2016: Kritik zum Film

Beitrag von Rüdiger »

Er kann ja einen Handlanger haben, meinetwegen auch zwei, aber muß der gleich so aussehen daß ich manchmal wirklich weggucken mußte ...

:-)
Shatterhand24
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Re: Winnetou-Neuverfilmung 2016: Kritik zum Film

Beitrag von Shatterhand24 »

Das ging mir auch so. Da war ich froh als Sam Hawkens ihn mit einem gezielten Kopfschuss von der Brücke beseitigte. Und an diese Stelle greife ich einen Punkt auf der mir eigentlich recht gut gefällt. Nämlich die explizite Gewalt Darstellung. Die in Karl Mays Büchern auch genannt wurde und die die Filme der 60er nicht so anrührten. Ich will die Gewalt in den neurn filmen nicht verherrlichen aber es ist einfach ein Teil der Geschichten Karl Mays. Auf der anderen Seite kann ich jedoch nicht nachvollziehen warum Kinder ab 12 Jahren so etwas sehen dürfen.
Rüdiger

Re: Winnetou-Neuverfilmung 2016: Kritik zum Film

Beitrag von Rüdiger »

Vor allem wird die Gewalt angemessenerweise als unangenehm dargestellt ... das ist nämlich nichts Unterhaltsames für die ganze Familie, sondern etwas sehr unerfreuliches ... (zu Karl May gehöre nun mal "zünftige Prügelei", habe ich mal vor Jahren gelesen und fällt mir gerade ein und ärgert mich immer noch in seiner dumpfbackigen Blauäugigkeit ...)
Shatterhand24
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Re: Winnetou-Neuverfilmung 2016: Kritik zum Film

Beitrag von Shatterhand24 »

Rüdiger hat geschrieben:Vor allem wird die Gewalt angemessenerweise als unangenehm dargestellt ... das ist nämlich nichts Unterhaltsames für die ganze Familie, sondern etwas sehr unerfreuliches ... (zu Karl May gehöre nun mal "zünftige Prügelei", habe ich mal vor Jahren gelesen und fällt mir gerade ein und ärgert mich immer noch in seiner dumpfbackigen Blauäugigkeit ...)
Ja und das finde ich auch gut so
Rüdiger

Re: Winnetou-Neuverfilmung 2016: Kritik zum Film

Beitrag von Rüdiger »

Vom dritten Film habe ich ein Bild gesehen wo Möhring/Shatterhand offenbar seinen Schmerz hinausschreit beim Tod Winnetous ... Sieht sehr krass aus ... aber mit edler Trauer, beherrschten Gesichtes und mannhafter Haltung allein ist es halt auch nicht immer getan ... bei diesen Dingen sind die neuen Filme deutlich mehr an der Realität als die alten ... sie zeigen, wie unangenehm solche Dinge sind ... Gewalt und Leiden und Sterben und Tod ...
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Re: Winnetou-Neuverfilmung 2016: Kritik zum Film

Beitrag von Shatterhand24 »

Und diese Szene hat mich so mitgenommen das ich sogar weinen musste. Und das tue ich bei Filmen eigentlich nie
Rüdiger

Re: Winnetou-Neuverfilmung 2016: Kritik zum Film

Beitrag von Rüdiger »

Probier's mal mit dem "Tod in Venedig" oder "Antonias Welt". Bei ersterem ist mal einer 1971 in Oldenburg sozusagen spektakulär ausgetickt und bei letzterem in einem Programmkino in Mülheim an der Ruhr am Ende mal das halbe Publikum abgeschmiert (und zuhause sogar der Stoffteddy) ...

:-)
Winnetoukarlmay2016
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Re: Winnetou-Neuverfilmung 2016: Kritik zum Film

Beitrag von Winnetoukarlmay2016 »

Bei Lex Barker hat man damals meiner Meinung nach nicht so gespürt, dass er um Winnetou trauert. In der Neuverfilmung kommt dieser bewegende Moment durch den Aufschrei besser rüber.
Shatterhand24
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Re: Winnetou-Neuverfilmung 2016: Kritik zum Film

Beitrag von Shatterhand24 »

Ich finde eh das man zwischen Lex und Pierre nie so die Tiefe Freundschaft gespürt wie jz zwischen Nik und wotan
Rüdiger

Re: Winnetou-Neuverfilmung 2016: Kritik zum Film

Beitrag von Rüdiger »

Winnetoukarlmay2016 hat geschrieben:Bei Lex Barker hat man damals meiner Meinung nach nicht so gespürt, dass er um Winnetou trauert. In der Neuverfilmung kommt dieser bewegende Moment durch den Aufschrei besser rüber.
Was nicht daran liegen muß daß Barker nichts macht und Möhring schreit ...

Was innerlich passiert gibt den Ausschlag. Denn das vermittelt sich. Mit oder ohne Schreien.

(habe gerade vor ein einiger Zeit ein gutes Beispiel dafür gesehen ... Hannelore Hoger in der letzten Folge von "Hotel Heidelberg" ... Da gibt es eine Szene, da "macht" sie rein gar nichts, steht glaube ich am Treppengeländer, wenn ich mich recht entsinne sogar mit dem Rücken zur Kamera ... und der Zuschauer SIEHT, SPÜRT dermaßen daß es ihr bzw. dem Menschen den sie darstellt in dem Moment total scheiße geht, daß es ihm Tränen ins Auge treiben kann ...)
Rene Grießbach
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Re: Winnetou-Neuverfilmung 2016: Kritik zum Film

Beitrag von Rene Grießbach »

Winnetoukarlmay2016 hat geschrieben: Zwar wird Old Shatterhand der neue Häuptling, was eigentlich nicht zum Buch passt, da eigentlich der junge Apache Til-lata es wird,
[quote="Karl May in "Winnetou III""]
»Old Shatterhand ist noch der sonderbare Krieger, der er stets gewesen ist: er nimmt seine Feinde in Schutz. Ob aber Til-Lata damit einverstanden sein wird?«
»Gewiß!«
»Bedenke, daß er stets ein tapferer Krieger war und jetzt Häuptling geworden ist! Diese neue Würde zwingt ihn, zu beweisen, daß er ihrer würdig ist. Er darf keinem Feinde Nachsicht erweisen.«
»Bin nicht auch ich ein Häuptling der Apachen?«
»Ja, das ist Old Shatterhand.«
»Wurde ich nicht viel eher Häuptling als er?«
»Viele Sonnen eher.«
[Karl Mays Werke: Winnetou III, S. 800. Digitale Bibliothek Band 77: Karl Mays Werke, S. 52701 (vgl. KMW-IV.14, S. 535)]

[/quote]
mugwort
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Re: Winnetou-Neuverfilmung 2016: Kritik zum Film

Beitrag von mugwort »

Shatterhand24 hat geschrieben:Das ging mir auch so. Da war ich froh als Sam Hawkens ihn mit einem gezielten Kopfschuss von der Brücke beseitigte. Und an diese Stelle greife ich einen Punkt auf der mir eigentlich recht gut gefällt. Nämlich die explizite Gewalt Darstellung. Die in Karl Mays Büchern auch genannt wurde und die die Filme der 60er nicht so anrührten. Ich will die Gewalt in den neurn filmen nicht verherrlichen aber es ist einfach ein Teil der Geschichten Karl Mays. Auf der anderen Seite kann ich jedoch nicht nachvollziehen warum Kinder ab 12 Jahren so etwas sehen dürfen.
Unterschätzt mal Kinder nicht. Kinder weit unter 12 sehen heute viel gewaltsamere - und "echte" - Bilder. Stichwort Syrien. Stichwort Nachrichten. Und sie können sie einschätzen - manchmal besser als wir Erwachsene. Nur reden muss man mit ihnen, erklären, zuhören.

Meine Kinder (beide deutlich unter 12) haben übrigens Teil 1 gesehen, wie vermutlich unzählige weitere Kinder unter 12 auch.
Shatterhand24
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Re: Winnetou-Neuverfilmung 2016: Kritik zum Film

Beitrag von Shatterhand24 »

Ein Aspekt worüber ich garnicht nachgedacht. Ich muss gestehn das ich mit 12 Jahren auch schon sehr gewalttätige Filme geschaut habe.
brennendeswasser
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Re: Winnetou-Neuverfilmung 2016: Kritik zum Film

Beitrag von brennendeswasser »

Bin mit den Filmen im Gesamteindruck unzufrieden. Mir wird auch nicht wirklich klar, was hier gezeigt werden soll.. Alles was die Macher verbinden und bedienen wollten, greift für mich hier nicht ineinander. Ist das jetzt ein Märchenfilm oder ein authentischer Western? Will man neuinterpretieren und neuerzählen oder nicht doch (auch) an die alten Filme erinnern? Vielleicht zuviel auf einmal gewollt?

Einserseits soll kein Vergleich mit den alten 60er-Filmen erzeugt werden, dafür werden aber dennoch liebevoll, visuelle Sehverbindungen geknüpft, mit den Auftritten von Mitic, Adorf (im gleichen Kostüm) und Versini und dem Verwenden der alten Böttcher Melodien und der kroatischen Landschaften. Was denn nun? Losgelöste Neuinterpretation oder Hommage?

Werktreue hin oder her, aber sorry, die „Silbersee“-Story ist doch einfach einfallslos schlecht. Da hat man eine Vorlage, die zwar sicher nicht eins zu eins umsetzbar ist, aber dann erfindet man lieber etwas komplett anderes? Und heraus kommt „El Mas Loco“? Ziemlich abstrus.. Im 3.Teil geben sie dem bösen Indianer immerhin noch den Namen einer Karl May Figur (Tokvi Kava)...

Die Story zum 3.Teil erinnert mich im Verschwörungsmotiv, mit dem die Apachen um ihr Land gebracht werden, ein bischen an Jochen Bludau's „Winnetou III“Story aus Elspe. Plötzich sind die Verbrecher die Sherrifs usw.

Und wo die alten Macher es schafften, 50 Komparsen wie 200 wirken zu lassen, sehen hier jetzt 50 eher aus wie 30. Alles sehr „dünn“ und, so schön die Landschaft auch ist, in den drei Filmen wirkt sie so sich ständig wiederholend, als wäre auf kleinstem Gebiet gedreht worden.

Insgesamt war das zwar ein schöner, mutiger Versuch allemal. Sie waren stets bemüht, konnten aber, für meinen Geschmack, keine Verzauberung schaffen.
markus
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Re: Winnetou-Neuverfilmung 2016: Kritik zum Film

Beitrag von markus »

Rüdiger hat geschrieben:(Ergänzung in Sachen Rattler)

(so wie man auch seinem Kumpan nicht eine derartig widerwärtige Fresse hätte verpassen müssen ... wir hätten ihm den fiesen Möpp auch so abgenommen ...)
Das war eine Type, um das mal theaterwissenschaftlich zu erklären. Fürs Massenpublikum die sich nicht anders einen Bösewicht vorstellen können.
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