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Verfasst: 15. Jan 2007, 22:54
von Sylvia
Dankeee!
Verfasst: 15. Jan 2007, 23:14
von Rüdiger
Dostojewski lohnt sich durchaus auch, Der Großinquisitor aus den Brüdern Karamasoff z.B.
Wer May liest, will in diese einfachere Welt eintauchen.
Du hast auch schon überzeugenderes geschrieben.
;-))
Und Winntou ist am allereinfachsten, wo er auftaucht, ist die Welt (bald) wieder in Ordnung.
Naja, in Helldorf-Settlement, z.B., hat das nicht so hingehauen ...
;-)
Verfasst: 15. Jan 2007, 23:31
von Rolf Dernen
Rüdiger hat geschrieben:
Und Winntou ist am allereinfachsten, wo er auftaucht, ist die Welt (bald) wieder in Ordnung.
Naja, in Helldorf-Settlement, z.B., hat das nicht so hingehauen ...
;-)
Wieso? Die Welt war schon in Ordnung. Er war nur tot. Kommt halt vor.
Verfasst: 16. Jan 2007, 09:34
von Schneffke
Also nee! Nüscht hier gegen Winnetou! Der Stolz meiner Kindheit (ich war sogar mal Winnetou beim Fasching) und in meinen lang zurückliegenden pubertierenden Tagen, wenn mal wieder zuviel Kicherwasser in mir war, half stets der Satz "Winnetou stirbt" um wieder zu Contenance zu gelangen.
Winnetou habe ich nie als nervig empfunden, dann schon eher die Schmetterhände, Kara Ben Nemsis, Greifenklaus etc. etc. Aber diese konnte ich in späteren Jahren verschmerzen, weil KM eben so herrliche Nebenfiguren geschaffen hat. Einige wurden hier ja schon genannt. Und klasse fand ich immer wieder, wenn KM diese Haupt- und Nebenhelden an fremde Gestade schickte: Winnetou nach Sachsen und als Somali in die Wüste oder Hawkins nach Russland. Herrlisch!
Verfasst: 16. Jan 2007, 10:10
von Rüdiger
Die Welt war schon in Ordnung.
Jenun, das kann man auch anders sehen. Da wurde eine Art visionärer Garten Eden ersteinmal komplett zerstört, und anschließend der Versuch gemacht, so etwas ähnliches noch einmal neu aufzubauen. Sozusagen ohne den, bzw. in Abwesenheit des, sprichwörtlichen Oberindianers. Ich sehe diese geniale Helldorf-Settlement-Episode als eine sehr schön geschriebene Variante der Geschichte vom verlorenen Paradies an. Aber, wie schrieb schon Herr Schneffke, über dessen Identität ich mich mir auch weiterhin so meine Gedanken mache (das mit den mit konsequenter Beharrlichkeit zitierten „Greifenklaus“ kommt mir nun doch ein wenig verdächtig vor), so genau wolle er das gar nicht wissen. Das wird sicher vielen, vermutlich den meisten, ganz ähnlich gehen.
;-)
Übrigens hat Karl May Sam Hawkens nie nach Russland geschickt. Wenn Herr Schneffke (also diese Kombination von Fasching, Kicherwasser und „Winnetou stirbt“, ich glaube er will uns auf den Arm nehmen), der offenbar nur die Bearbeitungen liest, am Ende von Band 63 gut aufgepasst hätte, hätte [2] auch er es merken können.
;-)
Verfasst: 16. Jan 2007, 10:33
von Schneffke
Also ich kenne einzig die Reiseerzählungen (irgendwie um die 80 Bände) von KM, die ich von meinem Vater geerbt habe. Ob die nun von wem auch immer bearbeitet wurden oder nicht, habe ich keine Ahnung. Und in der Ausgabe, die ich habe, begibt sich Sam Hawkins mit seinen zwei Langen nach Sibirien (Adlerhorst-Saga). Jetzt rauben Sie mir doch nicht alle Illusionen, sonst laufe ich bald mit Trauerfahne umher und stimme Weh-und-ach-Gesänge an!
Verfasst: 16. Jan 2007, 10:43
von Rüdiger
Im gleichen Buch, in dem Sam Hawkens seltsamerweise in Sibirien herumläuft (Band 63, Zobeljäger und Kosak), gibt es am Ende eine Szene, die in Karl Mays Wohnung spielt.
Diese Szene ist wirklich ein kleiner Geniestreich, eine blendende Idee: das „Kleeblatt“ besucht den Schriftsteller Karl May alias Old Shatterhand in Deutschland.
„Ein junger Mann, der die Dreißig noch nicht lange überschritten haben mochte, saß am Schreibtisch bei der Arbeit. Blatt auf Blatt wurde beschrieben und beiseitegelegt, und Stunde auf Stunde verrann.“
„Da, gerade vor ihm, hockten auf dem Diwan drei Männer, die ihm doch nur seine erhitzte Einbildungskraft vorspiegeln konnte.“
Und sie bringen ihn gleichsam auf die Idee, die Personen, die in der Originalfassung ganz anders hießen, in das bekannte „Kleeblatt“ zu verwandeln:
„denn diese drei kamen ja in der Erzählung, die er soeben zum Abschluß gebracht hatte, gar nicht vor.“
„Das Kleeblatt in Sibirien ! Unglaublich !“
„Und doch wahr“, ergänzte Sam grinsend.
„Das Kleeblatt in Sibirien !“ wiederholte Old Shatterhand leise. „Das hätte ich nie für möglich gehalten.“
Schön, gell ? Natürlich hat das nicht Karl May geschrieben, aber es ist trotzdem großartig.
*
80 Bände Reiseerzählungen, na, das wissen Sie doch, daß das nicht alles Reiseerzählungen sind.
;-)
Verfasst: 16. Jan 2007, 10:54
von Schneffke
Da hatte ich mir als Neujahrsvorhaben gerade vorgenommen, meine KM-Bibliothek mal wieder durchzuarbeiten - die GREIFENKLAU-Geschichte (ach, daß ein so hübscher Name so verdächtig sein kann) und andere habe ich zu Weihnachten gerade gelesen - da erfahre ich, daß ich lauter fiese Bearbeitungen in den letzten 30 Jahren gelesen habe und den wahren KM gar nicht kenne. Jupiter, hilf!
Also, was muß ich tun, damit ich wirklich und wahrhaftig behaupten kann, ich hätte KM gelesen?
Verfasst: 16. Jan 2007, 11:00
von JennyFlorstedt
Sie könnten die Datenbank unter
http://www.karl-may-buecher.de konsultieren und sich dort die Bände mit den Originaltexten anzeigen lassen. :-)
Und sich dann systematisch durcharbeiten. Viel Spaß.
ta
Verfasst: 16. Jan 2007, 11:27
von Rüdiger
Zu GREIFENKLAU, lieber Herr Schneffke, kann ich Ihnen die Rezensionen unter
http://141.30.89.80/~thomas/maybuecher/ ... 62&_sort=A
ans Herz legen.
Vielleicht kennen Sie ja auch schon die eine oder andere, und erinnern sich ..
Verfasst: 16. Jan 2007, 13:35
von Schneffke
Nö, hab vermutlich zuviel Schlenkerla getrunken...