Re: Winnetou-Neuverfilmung 2016: Kritik zum Film
Verfasst: 4. Feb 2017, 09:35
Übrigens, mir geht's umgekehrt. Ich mag Karl May, aber nicht Winnetou ... Der ist sozusagen eher eine lästige Begleiterscheinung seines Werkes.
:-)
:-)
? Was genau ist hier das Thema? Dass die Lakota Steinzeitmenschen waren? Dass die Völkervernichtung ein normaler Vorgang war?Rüdiger hat geschrieben:'weil, so schließt sie messerscharfHankashee hat geschrieben: Aha.
Na prima, dann [...]
nicht sein kann, was nicht sein darf'
Ja, so ist das eben. Kann ich akztepieren.Rüdiger hat geschrieben:Übrigens, mir geht's umgekehrt. Ich mag Karl May, aber nicht Winnetou ... Der ist sozusagen eher eine lästige Begleiterscheinung seines Werkes.
:-)
Sowas fällt einem dann plötzlich ein bzw. stört eine[n] dann, wenn es mit der Argumentation nicht mehr recht weiter geht ... vorher war's kein Problem ...Hankashee hat geschrieben: Was hat das mit dem eigentlichen Thema, nämlich den Winnetou-Neuverfilmungen zu tun?
GenauRüdiger hat geschrieben:
Sagen wir so, wenn wir realisieren, daß weder die Weißen die Guten sind und die Indianer die Bösen, noch die Indianer die Guten und die Weißen die Bösen, sondern alles immer recht bunt gemischt daherkommt, "Gute" und "Böse" hier wie dort, [und freilich "Gutes" und "Böses" in unterschiedlichen Mischungen auch in allen Einzelnen ...] sind wir schon ein wenig näher an der Realität ...
;-)
Was Lakotas auch immer getan haben, es ging im Film nicht um Lakotas, auch wenn sie so ausgesehen und gesprochen haben. Im übrigen hat man auch nicht gezeigt, wie die US-Kavallerie am Wounded Knee Kinder und Frauen der Lakota abschlachtet.IDDOC hat geschrieben:
Richtig man haette ja zeigen können wie Lakota Crow Frauen und Kinder grausam zu Tode quälen,dafuer waren sie beruechtigt und ein paar mehr betrunkene Indianer hatten dem ganzen auch einen mehr realistischen Anstrich gegeben.
Ihre Statistik geht am Thema vorbei. Wenn Sie kritisieren, dass man in der Neuverfilmung, die in den 1860er Jahren spielt, zu wenige betrunkene Indianer gezeigt hat, kann man das nicht mit der heutigen Situation in den Reservationen begründen. Wenn Sie den betreffenden Indianerstämmen in den 1860er Jahren also ein hohes Alkoholproblem unterstellen wollen, dass sie aber erst durch die zwanghafte Internierung in staubtrockene Reservationen bekommen haben, dann müssen Sie schon zeitnähere Beiträge präsentieren.IDDOC hat geschrieben:
Was den Alcohol und Drogenkonsum der Lakota angeht
http://articles.latimes.com/2013/mar/05 ... s-20130305
http://www.voanews.com/a/the-devil-on-y ... 76782.html
Dazu gibt es noch unzählige leicht zugaengliche offizielle Statistiken.
Ich werde mir jetzt sicherlich nicht das von Ihnen angeführte Buch kaufen, um nachzuprüfen, ob Bob Drury das genauso dargestellt hat wie Sie es behaupten. Wenn Ihre Behauptung aber stimmt, müsste es im Internet doch irgendwelche Seiten darüber geben, die diese grausame Praxis thematisieren. Warum führen Sie dazu denn keine Links an so wie beim Alkoholthema?IDDOC hat geschrieben:
Zur Brutalität der Lakota gegenueber anderen Plains Indians
Bob Drury
The Heart of everything that is
2014
Was den steinzeitlichen Lakota ihre Krieger sind, sind bei uns fortschrittlichen Europäern unsere Soldaten. Als ob sich unsere Soldaten auf unseren Kriegszügen humaner verhalten hätten, wobei es bei uns ja Feldzüge heißt. Was ist denn mit den russischen Frauen beim Russlandfeldzug passiert und den jüdischen Kindern in Ausschwitz? Als ob wir uns den moralischen Fingerzeig gegen ein anderes Volk bezüglich Grausamkeit gegen Frauen und Kinder erlauben könnten.IDDOC hat geschrieben:Diese wahre Affenliebe zu den Plains Indians erscheint mir schon sehr deutsch, wobei May die Lakota oder wie er sie nennt Sioux ja meist als blutruenstige ,steinzeitliche Krieger beschrieb und der Wahrheit schon sehr nahe kam.
Mir ging es doch nicht darum zu behaupten, die Indianer waren GUT, die Weißen waren BÖSE. Ich schrieb: "Schon als Kind" war mir klar, dass "in dieser Geschichte" wir (Europäer, Weiße) die Bösen sind.Rüdiger hat geschrieben:IDDOC reagiert beim Thema Indianer sozusagen allergisch ... Hatten wir alles schon mal lang und breit in einem anderen Forum.
Die Darstellung der Indianer ist in den Filmen zeit[un]geistgemäß halt sozusagen etwas blauäugig, und dagegen führt IDDOC durchaus nicht zu Unrecht einige unbequeme Fakten ins Feld ...
Sagen wir so, wenn wir realisieren, daß weder die Weißen die Guten sind und die Indianer die Bösen, noch die Indianer die Guten und die Weißen die Bösen, sondern alles immer recht bunt gemischt daherkommt, "Gute" und "Böse" hier wie dort, [und freilich "Gutes" und "Böses" in unterschiedlichen Mischungen auch in allen Einzelnen ...] sind wir schon ein wenig näher an der Realität ...
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Danke. Ich sehe es ganz ähnlich.Joachim F. hat geschrieben:Was den steinzeitlichen Lakota ihre Krieger sind, sind bei uns fortschrittlichen Europäern unsere Soldaten. Als ob sich unsere Soldaten auf unseren Kriegszügen humaner verhalten hätten, wobei es bei uns ja Feldzüge heißt. Was ist denn mit den russischen Frauen beim Russlandfeldzug passiert und den jüdischen Kindern in Ausschwitz? Als ob wir uns den moralischen Fingerzeig gegen ein anderes Volk bezüglich Grausamkeit gegen Frauen und Kinder erlauben könnten.
... und mir ging es nicht darum, das etwa behaupten zu wollen. (daß es Dir darum gegangen wäre.) Ich war sozusagen nach dem Besonderen schon wieder im Allgemeinen und dabei, ein bißchen Altersweisheit unters gemeine Volk zu verstreuen ...Hankashee hat geschrieben: Mir ging es doch nicht darum zu behaupten, die Indianer waren GUT, die Weißen waren BÖSE.