Re: Bücher von/ über Karl May
Verfasst: 9. Dez 2010, 18:20
Sag ich doch (*staun*).
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Dann hattest Du, wie so viele, offenbar bislang ein falsches Bild von Old Shatterhand (vielleicht geprägt von verzerrenden Filmen u.a.) ...mila_dobronitsch hat geschrieben:ein old Shatterhand, der einen Wutanfall kriegt, weil jemand ein Kindergedicht von ihm wirderrechtlich gedruckt hat, also ich weiß nicht.
Markus hat geschrieben:"Weihnacht" ist irgendwie eines der persönlichsten Werke Mays
--- schön formuliert. Ein Zellaktivator dürfte da durchaus helfen. Ich kann derzeit nicht vorstellen, dass ein lebendes Mitglied der KMG die Komplettierung erlebt. Nicht mal, wenn alle schon ein Old als Namenszusatz haben.markus hat geschrieben:"Weihnacht" ist irgendwie eines der persönlichsten Werke Mays (auch wenn es davon noch mehrere gibt, wie u.a. "Der verlorene Sohn"). Man könnte es auch einfach "Old Shatterhand" nennen.
-- deshalb sollte vielleicht auch der geplante Stummfilm so heißen---
Die HKA wird irgendwann vollständig sein. Man muß nur geduldig sein (und jung;-)) ). Sie lohnt sich wirklich (und das nicht nur für Forscher).
Da stimmen wir doch völlig überein, das ist schön gesagt von markus!Rüdiger hat geschrieben:Dann hattest Du offenbar bislang ein falsches Bild von Old Shatterhand (vielleicht geprägt von verzerrenden Filmen u.a.) ...
"Weihnacht" ist irgendwie eines der persönlichsten Werke Mays
Es ist ja halt auch die seine ...mila_dobronitsch hat geschrieben:
Hier ist der Autor zu sehr in der Psyche von Oldie zu erkennen.
Doch, er ist es. Ein Roman habe "seine eigene poetische Wahrheit", schrieb Wolfgang Koeppen.(Und im Gegensatz zum autor wissen wir ja, er ist NICHT Old Shatterhand!)
"Beschrieben" wird er allenfalls in den nicht in Ich-Form geschriebenen Erzählungen. In den anderen erzählt er selbst. Und Abgeklärtheit und Rationalität auf der einen und Emotionalität und Temperament auf der anderen Seite schließen sich halt keineswegs aus.O.S. wird sonst schon als recht abgeklärt und rational beschrieben.
Es ist halt keine Überreaktion ... es ist eine Reaktion, eine durchaus angemessene.Eine solche Überreaktion passt meiner Meinung nach nicht zu ihm.
Irgendwann platzt jedem mal der Kragen, muß man auf den Tisch hauen. Und das ist gut so. Vor allem wenn man sonst ein eher gutmütiger Mensch ist und eher fünfe grade sein lässt, erschrecken sich die Leut' total wenn man mal aus der Haut fährt. Und schon ist man der böse (alles schon erlebt). Man sollte sich also wohl immer so aufführen wie die Axt im Walde, erst dann wird man respektiert, oder wie?Rüdiger hat geschrieben:Es ist halt keine Überreaktion ... es ist eine Reaktion, eine durchaus angemessene.Eine solche Überreaktion passt meiner Meinung nach nicht zu ihm.
Hallo und alles gute zum Neuen Jahr,Rüdiger hat geschrieben:Must have: Die Biographien von Wohlgschaft und Wollschläger (sowie alles, was Wollschläger sonst noch über May geschrieben hat)
Eine Vorgänger-Version der Wohlgschaft-Biographie (mit zahlreichen Übereinstimmungen mit der aktuellen) findet sich im Netz,mila_dobronitsch hat geschrieben:
da man diese Sachen nicht ausleihen kann, wäre es auch ein erheblicher kostenfaktor, alles auf einmal zu kaufen, deshalb freue ich mich noch mal auf eure Beratung.
Tschüs, muß wieder auf den Baum.
Ich weiß nicht, ob der [definierte] Fachbegriff 'psychoanalytisch' so passend ist in Zusammenhang mit Wollschlägers Buch. Wollschläger geht halt in die Tiefe, und das ist (mittlerweile etwas abgedroschen, dennoch:) auch gut so. Das ist freilich nicht alles unter 'Psychoanalyse' einordbar.mila_dobronitsch hat geschrieben:
habe ich den Eindruck, dass es sich um eine stark psychoanalytisch gefärbte Einschätzung der Mayschen Werke handelt.
die psychoanalytische Bewertung
Den, auf dem sich die Verbannten verstecken.Rüdiger hat geschrieben:Was für ein Baum ?
Rüdiger hat geschrieben:Ich weiß nicht, ob der [definierte] Fachbegriff 'psychoanalytisch' so passend ist
Willkürlich ausgewählte Stelle, die mir nicht allzu klar ist. IIch habe ja auch offen gelassen, ob es tatsächlich psychoanalytisch ist, aber mit Freud argumentiert er schon.Je mehr er sich aber schreckhaft zuckend noch immer unter dem Nachhall der schlimmen Schocks seiner Vergangenheiten, an den Außenrändern der Gesellschaft hält, desto nacnhhaltiger restauriert er sein Ich und dessen Selbst-Bewußtsein in den Projektionen des Werks
Du meinst [vermutlich] Heermann. Wenn Du Herrmann schreibst, könnte man denken, Du meinst Hermann.markus hat geschrieben:Wer mit diversen Biografien Probleme hat, könnte ja erstmal zu Herrmanns Biografie greifen.
Das heißt auf Deutsch, im "wirklichen Leben" traut er sich zunächst nicht recht in die "wirkliche" Gesellschaft hinein, bleibt "an den Außenrändern" (= Kolportage, Kneipe, 'Halbwelt' usw.), da er von seiner Vergangenheit traumatisiert ist, schwer verunsichert, verängstigt ist, und das kompensiert er auf dem Papier. Dort ist es einfacher, den 'dicken Wilhelm' zu markieren. Mal ganz ohne Psychoanalyse us de Lamäng.mila_dobronitsch hat geschrieben:Je mehr er sich aber schreckhaft zuckend noch immer unter dem Nachhall der schlimmen Schocks seiner Vergangenheiten, an den Außenrändern der Gesellschaft hält, desto nacnhhaltiger restauriert er sein Ich und dessen Selbst-Bewußtsein in den Projektionen des Werks