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Re: Vor 50 Jahren... Sie ritten wie der Wind
Verfasst: 12. Sep 2009, 11:01
von markus
Parallelen gibts manchmal wie Sand am Meer und Niveau oder kein Niveau liegt immer im Auge des Betrachters, niemand hat es für sich gepachtet.
Manchmal beschleicht mich das Gefühl, hier befinden sich eine Menge Westfalen oder Verwandte von Timm Thaler. Ich sach nur "Marabu e.V.".
;-))
Re: Vor 50 Jahren... Sie ritten wie der Wind
Verfasst: 12. Sep 2009, 11:12
von markus
Rüdiger hat geschrieben:Im Großen und Ganzen haben sie sich ja immer ganz gut vertragen, die Ponderosa-Männer. Vielleicht lag's daran, daß keine Frau dabei war ...
Gar nicht so abwegig und keineswegs frauenfeindlich wie viele jetzt meinen würden. Sind Männer unter sich, gibts seltener Streit. Und wenn, wird sich ordentlich gezofft und der Käse ist gegessen. Anschließend trinkt man ein Bier zusammen und alles ist wieder so wie vorher. Sicher gibts auch Männer die nicht oder kaum einer Wellenlänge sind, aber das bekommt man ja früher oder später heraus und verkehrt nicht mehr mit denen.
Sind Frauen und Männer in einem Raum, auch wenn sie sich noch so gut kennen (sogar Familie), gibts irgendwann nach einiger Zeit eine Störung. Deshalb halten sich auf Festen jeglicher Art die Männer meist für sich und Frauen für sich. Kluge Entscheidung;-).
Re: Vor 50 Jahren... Sie ritten wie der Wind
Verfasst: 12. Sep 2009, 11:22
von Rüdiger
markus hat geschrieben: alles ist wieder so wie vorher
Das ist immer so, mit allem ...
;-)
Aber zurück zu Bonanza;
ich habe gestern der Wikipedia entnommen, daß Ben Cartwright 3 x verheiratet war. Das wußte ich bislang nicht. Der hatte es also sozusagen hinter sich.
Kamen die Frauen, eine oder auch mehrere, in frühen Folgen vor oder wurde davon nur erzählt ? (Fachleute vor ...)
Re: Vor 50 Jahren... Sie ritten wie der Wind
Verfasst: 12. Sep 2009, 12:34
von Reiner
In Folge 65 "Elisabeth, My Love" (Titel hierzulande: "Bens Erste Frau") wird Bens Liebe zur Kapitänstochter geschildert. Geraldine Brooks spielt Mrs. Cartwright, die bei der Geburt von Adam stirbt.
In Folge 95 "Inger, My Love" (Titel hierzulande: "Bens Große Liebe") geht es um Hoss Mutter. Diese wird gespielt von Inga Swenson.
Und in Folge 120 "Marie, My Love" (Titel hierzulande: "Meine Liebe Marie" ist Joes Mutter an der Reihe. Darstellerin von Marie war Felicia Farr.
Re: Vor 50 Jahren... Sie ritten wie der Wind
Verfasst: 12. Sep 2009, 12:39
von Rüdiger
Vielen Dank !
Ich habe die Serie vor ca. gut vierzig, fünfundvierzig Jahren gesehen und erinnere mich zwar an das eine oder andere durchaus noch recht gut (Folge "Der Ritt": "Er schafft es, Adam Cartwright, er schafft es !" - Korrekt zitiert ?), aber an keine Frauen. Vielleicht habe ich auch die entsprechenden Folgen nicht gesehen.
Vielleicht hole ich mir doch mal die DVDs. Habe einen starken Hang zur Nostalgie ...
Re: Vor 50 Jahren... Sie ritten wie der Wind
Verfasst: 12. Sep 2009, 13:42
von Angel
... Danke, Danke, verbindlichsten Dank, daß Ihr "Bagage" mal wieder so wunderbar über das "andere" Geschlecht ablästert. Aber das sind wir ja bereits gewöhnt, wie sollte es auch anders sein.
Gelle ;-)))
Ganz nach dem Motto, sie konnten nicht miteinander aber auch nicht ohne einander ...
... oder ganz ohne Weiber geht die Chose nicht.
Ohne Frauen kein Fortbestehen der Menschheit, ist nun mal so, ob es Euch nun in den Kram passt oder nicht.
;-)))
Reiner hat geschrieben:In Folge 65 "Elisabeth, My Love" (Titel hierzulande: "Bens Erste Frau") wird Bens Liebe zur Kapitänstochter geschildert. Geraldine Brooks spielt Mrs. Cartwright, die bei der Geburt von Adam stirbt.
In Folge 95 "Inger, My Love" (Titel hierzulande: "Bens Große Liebe") geht es um Hoss Mutter. Diese wird gespielt von Inga Swenson.
Und in Folge 120 "Marie, My Love" (Titel hierzulande: "Meine Liebe Marie" ist Joes Mutter an der Reihe. Darstellerin von Marie war Felicia Farr.
... und wenn wir nun schon über Ben Cartwrights Ehefrauen sprechen, dann sei auch die Frage gestattet was geschah mit Hoss und Little Joes Müttern in der Serie, sind die auch, um wieder spurlos in der Versenkung zu verschwinden, verstorben oder nur "geschiedene Leute" in beiderseitigem Einvernehmen, getrennt von Tisch und Bett, aus Mangel an gegenseitigem Verständnis und Rücksichtnahme?
Das rauhe Leben auf einer Ranch, dieser Größenordnung und zur damaligen Zeit, war für eine Frau ja wohl mit einer Unmenge Widrigkeiten verbunden und alles andere als ein Honigschlecken. Daran dürfte sich selbst in der heutigen modernen Zeit, mit allem Komfort, noch nichts wesentliches verändert haben.
Re: Vor 50 Jahren... Sie ritten wie der Wind
Verfasst: 12. Sep 2009, 13:49
von Rüdiger
Angel hat geschrieben:
(1) kein Fortbestehen der Menschheit
(2) Das rauhe Leben auf einer Ranch, dieser Größenordnung und zur damaligen Zeit, war für eine Frau ja wohl mit einer Unmenge Widrigkeiten verbunden und alles andere als ein Honigschlecken.
Zu (1): Besteht dafür, mal so ganz unschuldig und nebenbei angemerkt, irgendeine Notwendigkeit oder guter Grund ?
Zu (2): Und die Männer hatten's besser ?
Re: Vor 50 Jahren... Sie ritten wie der Wind
Verfasst: 12. Sep 2009, 14:23
von Angel
Rüdiger hat geschrieben:Zu (1): Besteht dafür, mal so ganz unschuldig und nebenbei angemerkt, irgendeine Notwendigkeit oder guter Grund
Zu 1:
Nö, bei der heutigen Bevölkerungsexplosion nicht wirklich. Da muß ich beipflichten. Jedes Kind, das nicht das Licht der Welt erblickt, ist, so wie's derzeit bereits aussieht und was noch alles auf uns zukommen wird, besser dran. Es bleibt ihm vieles erspart.
Rüdiger hat geschrieben:Zu (2): Und die Männer hatten's besser ?
Zu 2:
Im Vergleich zur Frau, denke ich schon, erstens kannten sie nix anderes, wuchsen in ihre Rolle von klein auf hinein, konnten sich besser an die rauhen Gepflogenheiten anpassen, sie waren einfach aus härterem Holz geschnitzt.
Ergo, keine Weicheier und zartbesaiteten Seelen.
Re: Vor 50 Jahren... Sie ritten wie der Wind
Verfasst: 12. Sep 2009, 14:44
von Reiner
Ehefrau Nr. 2 Inger starb bei einem Indianerüberfall durch einen Pfeil.
Nr. 3, Marie, erlag ihren tödlichen Verletzungen nach einem Reitunfall.
Alle drei Frauen von Ben Cartwrights sahen nicht ihre Söhne aufwachsen.
Re: Vor 50 Jahren... Sie ritten wie der Wind
Verfasst: 12. Sep 2009, 14:44
von Rüdiger
Angel hat geschrieben: Ergo, keine Weicheier und zartbesaiteten Seelen.
Irgendwann kommt sowas in der Art, man muß es nur ein wenig herauskitzeln ... (kleine Belastungs-Tests ergeben gelegentlich daß die Menschen eben doch nicht wirklich nett sind ... ;-)
Der Prellersche (hallo Frank) hat das seinerzeit immerhin noch in so eine Art milde Ironie verpackt ...
:-)
Zurück zu Bonanza. Die Sendung ohne Frauen.
:-)
Re: Vor 50 Jahren... Sie ritten wie der Wind
Verfasst: 12. Sep 2009, 14:52
von Reiner
Laut Produzent David Dortort war übrigens John Augustus Sutter (Der Kaiser von Kalifornien) so eine Art historische Figur für seine "Bonanza"-Idee. In dessen Kolonie im Sacramento Valley hätte es einen Seemann gegeben, der alleine zwei Jungs großzog und später in die Sierra Nevada Mountains zog. Der Vater hieß Ben, die Söhne Adam und Eric. - Für die Serie wurde das ein bisschen ausgeschmückt.
Re: Vor 50 Jahren... Sie ritten wie der Wind
Verfasst: 12. Sep 2009, 17:10
von Angel
Rüdiger hat geschrieben:
Irgendwann kommt sowas in der Art, man muß es nur ein wenig herauskitzeln ... (kleine Belastungs-Tests ergeben gelegentlich daß die Menschen eben doch nicht wirklich nett sind ... ;-)
Der Prellersche (hallo Frank) hat das seinerzeit immerhin noch in so eine Art milde Ironie verpackt ...
:-)
Zurück zu Bonanza. Die Sendung ohne Frauen.
:-)
Na, da hat's gerade wieder mal jemand nötig, so'n Quark zu verzapfen und anderen an den Wagen zu fahren!
Stirn runzel & Nase rümpf ... ;-)
(Ganz Mannem, ist ein Theater und das spielt bei Tag und Nacht ...)
@Reiner,
Gracie für Deine Detailantworten!
Re: Vor 50 Jahren... Sie ritten wie der Wind
Verfasst: 12. Sep 2009, 20:00
von Rüdiger
Mach' doch nicht gleich die ganze schöne Stadt verantwortlich wenn da 1 zugereister Piesepampel drin wohnt ...
;-)
Re: Vor 50 Jahren... Sie ritten wie der Wind
Verfasst: 12. Sep 2009, 20:23
von Duke
Reiner hat geschrieben:Auf der Ponderosa gab es eigentlich oft Humor.
Es gab da mal einen Mitch Vogel (fängt auch mit "M") an. Ein (erfolgloser) Versuch Richtung mehr Humor. Für einige Zeit sorgte Mitch für Aufsehen, dann verschwand er bedeutungslos. Im Rückblick auf BONANZA war er "ein durchlaufender Posten"... Wenn seinem Charakter "Jamie Hunter Cartwright" in der Serie bei den meist auch nicht niveauvollen Darbietungen einer mal auf die Füße stieg, dann kreischte er auch so etwas wie "Oberlehrer". Parallelen scheinen hier vorhanden zu sein.
Jamie ist wohl der einzige Cartwright, der in großen Fankreisen buchstäblich verhasst, wobei Darsteller Mitch Vogel bei den Conventions ein sehr beliebter Gast geworden ist. Der Humor der Figur ist auch überwiegend eher unfreiwillig, vornehmlich sollte er als Verjüngungskur dienen, nachdem Michael Landon nicht mehr little genug für Pas Ratschläge war.
Die Show bekam eine neue Titelmelodie und setzte mehr auf Familienthemen, auch eine Reaktion auf die "Gewalt im TV"-Diskussion nach den Morden von 68, die unter anderem mitverantwortlich war für die Einstellung von Wild Wild West und dem neuen Gunsmoke-Opening. Matt Dillon durfte danach beim Duell nicht mehr ziehen und schießen. (In Deutschland kam die Diskussion - wie immer - einige Jahre später und Schweinchen Dick verschwand vom Bildschirm) Gunsmoke blieb trotzdem ein "erwachsener" Western und bis 1975 im Programm. Bei den Cartwrights brachen die Einschaltquoten rapide ein und mit dem Tod Dan Blockers war das Ende dann nah. Die Serie wurde dennoch fortgesetzt und auf den Dienstag geschoben, als Konkurrenz zur ultraerfolgreichen "Maude" mit Bea Arthur, die in jeder Folge mindestens einen genüsslichbösen Lorne-Greene-Witz unterbrachte, erst recht nach dem unrühmlichen Ende von Bonanza. Nach gutem Auftakt mit "Forever" (mit einem verheirateten Joe, eigentlich hatte Landon die Folge als Hoss-Geschichte geschrieben), brachen die Ratings völlig ein und NBC cancelte die Serie zur Midseason (bevor gleich die Kritik wegen der vielen englischen Begriffe kommen, sie passen hier einfach besser und gehen mir auch leichter von der Hand ;)), sehr genüsslich wohl, nachdem in den Jahren vorher schon alle anderen klassischen Western vom Sender geworfen worden waren (High Chaparral, Virginian, Daniel Boone). Grund: Die Werbekunden wollten das - immer noch große - Westernpublikum nicht mehr.
Wobei sich Western auch danach in den 70-ern noch gut verkaufen ließen, wie der anhaltende Erfolg von Gunsmoke und später Little House oder How The West Was Won zeigt. Bis hin zu den Anfängen von Dallas.
Michael
Re: Vor 50 Jahren... Sie ritten wie der Wind
Verfasst: 12. Sep 2009, 20:58
von Rüdiger
Interessant ... Gut daß es solche DVD-Kollektionen gibt und damit schöne Dinge wie diese Serie unbeachtet aller Zeiterscheinungen und Moden überleben.
Gewalt-Diskussion ... da sieht man mal wieder, alles schon mal dagewesen.