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Verfasst: 9. Sep 2007, 22:11
von IDDOC
Coverversionen der Beatles mit KM Bearbeitungen zu vergleichen ist schon weit hergeholt.Selbst Coverversionen sind noch von Lennon/McCartney komponiert und getextet.Nur der Interpret wurde veraendert ausserdem kann ein jeder eine Coverversion vom Original unterscheiden,das muss naemlich angegeben werden.
KM Werke wurden gnadenlos bearbeitet so mancher Band der GesWerke hat nichts mehr mit KM zu tun und wurde trotzdem als Original verkauft.
Zu sagen man solle die Bamberger lesen obwohl es gute und auch preiswerte echte KM Texte gibt,ist Unsinn.
Verfasst: 10. Sep 2007, 14:07
von Werner Fleischer
Vielen Dank für die Erläuterungen zu den gecoverten Beatlesongs.
Natürlich ist es kein Unsinn Bearbeitungen zu lesen wenn ich ein freundliches Leseerlebnis wünsche. Ich bitte darum mir doch einmal zu vermitteln warum der Orignialtext von "In der Heimat" literarisch besser sein soll wie die Bearbeitungen von Franz Kandolf. Worin besteht die literarische Qualität des Orignaltextes von "Deutsche Herzen - Deutsche Helden" und warum soll ich nicht die logischeren und klareren Bearbeitungen des Karl May Verlags. Was ist darüber hinaus einzuwenden gegen "In Mekka" wenn ich als Leser mich nicht mit dem Fragment "Am Jenseits" zufrieden geben möchte, sondern das berechtigte Bedürfnis besitze zu erfahren wie diese Geschichte ausgeht. Jeder der will darf Karl May lesen wie er will - bearbeitet und nicht bearbeitet. Er hat sogar die Wahl Karl May überhaupt nicht zu lesen. Die Bedürfnisse von Lesern sind unterschiedlich. Ich wäre dankbar, wenn der Hardcorefan akzeptieren würde, daß es Menschen gibt die andere Vorlieben besitzen wie er. Und das ist auch gut so.
Verfasst: 10. Sep 2007, 15:24
von KarlMayVerlag
IDDOC hat geschrieben:KM Werke wurden gnadenlos bearbeitet so mancher Band der GesWerke hat nichts mehr mit KM zu tun und wurde trotzdem als Original verkauft.
Zu sagen man solle die Bamberger lesen obwohl es gute und auch preiswerte echte KM Texte gibt,ist Unsinn.
Man kann verstehen, dass eine solch dümmliche Mail unter einem Pseudonym geschrieben wird!
Karl-May-Verlag
Bernhard Schmid
Verfasst: 10. Sep 2007, 16:33
von Helmut
Werner Fleischer hat geschrieben:Vielen Dank für die Erläuterungen zu den gecoverten Beatlesongs.
Natürlich ist es kein Unsinn Bearbeitungen zu lesen wenn ich ein freundliches Leseerlebnis wünsche. Ich bitte darum mir doch einmal zu vermitteln warum der Orignialtext von "In der Heimat" literarisch besser sein soll wie die Bearbeitungen von Franz Kandolf. Worin besteht die literarische Qualität des Orignaltextes von "Deutsche Herzen - Deutsche Helden" und warum soll ich nicht die logischeren und klareren Bearbeitungen des Karl May Verlags. Was ist darüber hinaus einzuwenden gegen "In Mekka" wenn ich als Leser mich nicht mit dem Fragment "Am Jenseits" zufrieden geben möchte, sondern das berechtigte Bedürfnis besitze zu erfahren wie diese Geschichte ausgeht. Jeder der will darf Karl May lesen wie er will - bearbeitet und nicht bearbeitet. Er hat sogar die Wahl Karl May überhaupt nicht zu lesen. Die Bedürfnisse von Lesern sind unterschiedlich. Ich wäre dankbar, wenn der Hardcorefan akzeptieren würde, daß es Menschen gibt die andere Vorlieben besitzen wie er. Und das ist auch gut so.
Lieber Herr Fleischer,
nicht im mindesten wollte und will ich bestreiten, dass es Ihr gutes Recht ist dieses besser zu finden als jenes. Wer bin ich denn, dass ich mir so etwas anmaßen würde.
Was mich jedoch stört, ist andererseits ein Satz wie ungefähr folgender:
Wenn Sie forschen wollen, dann lesen Sie die Originale; wenn Sie nur lesen/unterhalten sein wollen, dann tun es auch die Bearbeitungen. (Ich habe es zugegebenermaßen absichtlich zugespitzt formuliert.)
Solche Sätze halte ich nämlich, ebenso für anmaßend; deshalb mein (nicht ganz geglückter) Vergleich mit den Beatles-Songs.
Was mich dabei stört ist, dass dabei eine rein subjektive Bewertung (die bekanntermaßen bei sehr vielen Leute auf Widerspruch stößt) hier versucht wird, als eine objektive Tatsache auszugeben.
Freundliche Grüße,
Helmut Moritz
Bearbeitungen
Verfasst: 10. Sep 2007, 17:48
von Günther Wüste
Lieber Herr Fleischer da geb ich den Helmut recht.
Es geht um die Texte von Karl May und nicht um ihre literarische Qualität. Besitze selber die Bamberger Ausgabe und alle Nachahmer Texte. Von den Marheinecke Bänden kommt kein Text an May heran mit Aussnahme die um Winnetous Testament weil sie mehr auf die Psyche der May-Bände eingehen. Alle anderen Bände mögen sie flott geschrieben sein sind im Grunde langweilig meistens zu kurz oder vermissen die weitschweifigkeiten die Mays Stil prägen. Dagegen sind Texte von Kandolf und auch von Heinz Grill annehmbar. Ebenso der dreibändige Band "Winnetou und tapferes Herz von Frederike Choduba" den die meisten nicht mögen aber so ähnlich hätte May auch geschrieben. Was mich stört an der Bamberger Ausgabe ist ein Fehlen eines Impressum mit den Satz der Bearbeitungspraxis von Behutsam bbei Bände 1-33, 35-41 zu vieleicht zeitgemäß jugendfrei oder so ähnlich bei Bände 51-68, 73-78, Oder originaltreu mit neuer Rechtschreibung bei Band 87 oder originaltreu im Neusatz bei Briefbände usw.
Da der Junge Mann eine bestimmte Ausgabe lesen wollte konnte ich aber nicht anders antworten er ist aber wieder davon abgekommen man frage sich wieso eigentlich?
Verfasst: 10. Sep 2007, 19:12
von Werner Fleischer
Lieber Helmut,
ich besitze May im Originaltext und als Bearbeitung. Wenn ich forsche nehme ich die Originale, wenn ich gerne auf einer Zugfahrt eine nette Lektüre haben möchte bevorzuge ich die Bände des Karl May Verlags. Ich bin ferner der Meinung daß Karl May Zeit seines Lebens ein guter und kritischer Lektor gefehlt hat. Seine Spielchen die er sich im 19. Jahrhundert mit Pustet und Fehsenfeld geliefert hat könnte er wohl heute weder in der Perry-Rhodan- noch in der Jerry-Cotton-Redaktion betreiben. Beide Verlage, VPM wie Bastei verfügen über Lektorate.
Verfasst: 10. Sep 2007, 19:35
von JennyFlorstedt
Lieber Werner,
Deine Meinung ist völlig in Ordnung, aber dann solltest Du das auch als "Deine Meinung" deutlich machen, wenn Du einem Ratsuchenden hilfst. Er fragte in seinem ersten Posting AUSDRÜCKLICH nach unbearbeiteten Texten. Da kann man doch seine Frage beantworten und dann - in einem Zusatz beispielsweise - eine eigene, abweichende (aber begründete) Empfehlung abgeben.
Viele Grüße
ta
PS: In Foren sind Nicknames durchaus üblich und nicht mit den üblichen "anonymen" bzw. "pseudonymen" Stimmungsmachern zu vergleichen. ;)
Verfasst: 10. Sep 2007, 20:30
von Rüdiger
Eine wohltuend ausgewogene Stellungnahme, der ich mich uneingeschränkt anschließen kann.
Verfasst: 10. Sep 2007, 22:54
von Werner Fleischer
Liebe Jenny,
wir alle wissen doch nicht welche Ausgabe für den Großvater die "Originale" darstellte. Falls er einen Vergleich mit Taschenbuchausgaben, Buchhandelsketten usw. zog stellte für ihn vielleicht die Bamberger Ausgabe die richtige dar.
Zumindest habe ich als Jugendlicher so verstanden, damals war es unser Ziel immer die Grüne Ausgabe komplett zu besitzen. Ich bin Jahrgang 1961 und wuchs noch zu einer zeit auf, als Jugendliche Karl May Bücher stolz mit in eine Ferienfreizeit schleppten und sich Kinder im Wald zu Indianerspielen trafen. Das die Werke Karl Mays in der Grünen Ausgabe bearbeitet waren, war uns bekannt, es gab schließlich in den Grünen Bänden genug Indizzien dafür. Auch konnten wir uns Mitte der 70iger Jahre die unbearbeiteten Bände im Heyne Verlag kaufen - wahrscheinlich dürfte Karl May selten unbearbeitet in einer so hohen Auflage gedruckt worden sein.
Verfasst: 11. Sep 2007, 00:16
von Helmut
Lieber Herr Fleischer,
da ist eben der Unterschied; ich bin Jahrgang 1946, und in meiner "Jugendzeit" gab es eben nur die grünen Bamberger als einzige Karl-May-Lektüre. Das es daneben noch andere, nämlich die "ächten Originale" gab, das habe ich erst - mehr oder weniger mühsam - von z.B. Arno Schmidt erfahren müssen. Vom Karl-May-Verlag selber war damals dazu kein Wort zu erfahren.
Von daher (den eigenen Erfahrungen) würde ich nicht voraussetzen, dass die Kenntnis über "Original und Bearbeitung" bei Karl May sehr weit verbreitet ist.
Mein Empfehlung bleibt - auch deshalb - nach wie vor, persönliche Empfehlungen und Erfahrungen als solche zu kennzeichnen, und nicht unter dem "Deckmantel" der Objektivität zu verbreiten.
Helmut Moritz
Verfasst: 11. Sep 2007, 02:48
von IDDOC
Die ueberzogene Reaktion des KMV hat mich ueberrascht.
Apropos KMV ist ja in gewissem Sinne auch ein Pseudonym
Was mich bei der Bamberger Ausgabe am meisten aergert ist,das sie jahrelang als Original-Ausgabe verkauft wurde,wobei zumindest unterschwellig suggeriert wurde,dass es sich um eine im wesentlichen unbearbeitete Ausgabe handelt.
Diese "Lesertaeuschung " ist das Problem nicht die Bearbeitungen.
So mancher Text Mays profitiert von einer Bearbeitung nur sollte man das auch angeben mit dem Vermerk,das es auch wirklich originale Texte gibt,da hat sich ja auch der KMV mit seinen Reprints grosse Verdienste erworben.
Aber vielleicht ist diese ganze Diskussion ja muessig,heutzutage liest die Jugend ja kaum noch KM.Mir waer's schon recht wenn man zu guten Bearbeitungen greifen wuerde anstatt gar nicht zu lesen.
Verfasst: 11. Sep 2007, 07:21
von Catherine
Was die heutige Jugend und Karl May betrifft, so muss ich meinem Vorredner leider zustimmen, zumindest was mein Umfeld betrifft. Kaum einer kennt seinen Namen, wenn, dann nur aus dem "Schuh des Manitu" und gelesen hat ihn schon gar niemand.
Daher war ich schon ganz happy, als mir voriges Jahr zwei meiner Schülerinnen nach den großen Ferien berichteten, sie hätten sich (nach einem gemeinsamen Besuch von "Ronja Räubertochter" in Rathen) zusammen mit ihren Eltern "Winnetou I" dort angesehen.
Gruß Catherine
Verfasst: 13. Sep 2007, 22:25
von Steamroller
Zu den "Bearbeitungen" gibt es "Der geschliffenden Diamant" aus dem Karl-May-Verlag. Das Buch erklärt alle Bearbeitungen der Grünen Bände, die ich seit meiner Jugend liebe.
Verfasst: 13. Sep 2007, 23:27
von Rüdiger
Das Buch erklärt alle Bearbeitungen der Grünen Bände
Naja, alle nun auch wieder nicht ...
;-)
Grünen Bände, die ich seit meiner Jugend liebe
Ich habe sie auch fast alle und mag sie auch irgendwie, die Dinger, auch wenn es mir bei einzelnen Bänden wirklich schwer fällt ...
Dieses Mögen, mal mehr, mal weniger schweren Herzens, hindert mich aber nicht, zu erkennen, daß teilweise wirklich etwas ganz anderes drinsteht, als Karl May geschrieben hat.
Wenn am Ende der "Sklavenkarawane" einer beschließt, den Sklavenhandel in Zukunft "menschlicher" zu betreiben, und im Grünen Band (41) hört er gleich ganz damit auf, oder im "Verlornen Sohn" der Paukenschläger Hauck "Reich, reich, reich !" denkt, bevor er vom Sterbebett des Erblassers erschüttert in den Wald läuft, und im grünen Band (76) denkt er das nicht und ist somit nur von der Sterbeszene erschüttert, dann sind das schon beträchtliche Unterschiede, um nur zwei Beispiele von sehr vielen zu nennen.
Aber ich habe den Eindruck, selbst die Karl-May-Gesellschaft will es zukünftig nicht mehr ganz so genau wissen und wissen lassen. (Wenn das nicht mit Burgfrieden, Konzessionen und Absprachen zu tun hat daß das Thema Editionsgeschichte in der Ausstellung glatt unter den Tisch fällt, freß ich einen Besen). Statt dessen wird sie sich, zusätzlich zu immer spezieller, um nicht zu sagen "abgefahrener" werdenden wissenschaftlichen Untersuchungen, zukünftig wohl mehr mit Filmbüchern, Freilichtaufführungen und dergleichen mehr beschäftigen. Und mit Öffentlichkeitsarbeit. Das wird viele freuen.
Na denn, Gute Nacht
(gähnt und geht schlafen)
Verfasst: 25. Sep 2007, 23:36
von karmaqueen
welche motivation können fundamentalisten jetzt noch haben, wenn sie mit altbekannten argumenten auf den KMV einprügeln?
im KMV sind neben den GW schon seit längerem auch die schönsten und wichtigsten reprints ("originaltexte"!) erschienen. und zukünftig wird im KMV auch die HKA erscheinen. ich bezeichne mich auch als textpurist, finde aber, dass die GW durchaus ihre berechtigung als leseausgabe haben. und ohne den kommerziellen erfolg der GW wären literarisch ambitioniertere projekte doch gar nicht möglich.