Kühne hat anscheinend wirklich das Textbuch von 1981 aus dem Schrank genommen. Mit Mr Wilkins zusätzlich zu Almy hatte ich nicht gerechnet, was sich bei einer Besetzung mit Heufer und Gösser aber anbieten würde.
Mit Sam Hawkens ebenfalls nicht - ich schätze, er übernimmt den Platz von Will Parker und Dick Stone als Treckführer. Wäre ein kleiner lustiger Insider, wenn er dann andersherum erklären würde, dass die beiden woanders geblieben sind und er es ihnen jetzt mal zeigen wolle, dass er es auch alleine schafft..
Elspe Festival 2025: "Winnetou und Old Firehand - Im Tal des Todes"
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Al-No
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Vinc
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Re: Elspe Festival 2025: "Winnetou und Old Firehand - Im Tal des Todes"
Wer schon erste eindrücken von der Bühne sehen will, hier gibt es ein Video.
https://www.instagram.com/reel/DJJY7EGovB0/
Schön wird sicherlich die Einbindung des neuen Turmes werden und die Mission ist auch an einem leicht neuen Platz. Sieht erfrischend neu aus
https://www.instagram.com/reel/DJJY7EGovB0/
Schön wird sicherlich die Einbindung des neuen Turmes werden und die Mission ist auch an einem leicht neuen Platz. Sieht erfrischend neu aus
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Al-No
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Re: Elspe Festival 2025: "Winnetou und Old Firehand - Im Tal des Todes"
Das sieht wirklich gut aus: Die Mission ist ja ein komplett neuer Entwurf. Dos Palmas mit Kirchturm. Ich hoffe, sie lassen das heruntergekommene Kaff nicht zu schick aussehen. ;D
Also nicht erneut der Vulkan sondern die klassische Hängebrücke. Ich frage mich, ob sich der arme Jean-Marc-Birkholz wie einst Mike Schmitz daran her hangeln muss.
Also nicht erneut der Vulkan sondern die klassische Hängebrücke. Ich frage mich, ob sich der arme Jean-Marc-Birkholz wie einst Mike Schmitz daran her hangeln muss.
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elspefan1996
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Re: Elspe Festival 2025: "Winnetou und Old Firehand - Im Tal des Todes"
So jetzt möchte ich von meinem diesjährigen Besuch gestern in Elspe berichten. Als erstes kann ich nur sagen, das es sich mal wieder richtig gelohnt hat. Immer wieder schön, wenn man den Besucherraum betritt und sich diese riesiege und tolle Bühne vorm geistigen Auge aufbaut.
Zum Stück lässt sich sagen, das es vom Rahmen her Bludaus Version ist. Marco Kühne aber sehr viele neue Dialoge und auch Szenen reingebaut hat. Der Anfang des Stückes beeinhaltet ebenfalls neue Dialoge alleine schon zwischen Old Firehand und seinem Sohn Harry. Aber auch als dann Winnetou dazukommt. Er spricht dann unteranderem vom Frieden auf der Welt und das alle Menschen gleich sind. Sehr schöne Idee von Marco Kühne das so darzustellen. Zudem gibt es noch weitere neue Szenen, wie die mit Mr. Wilkins und seiner Tochter Almy diese sind auch sehr gut darstellt, sowohl von Sarah Gösser als auch Harald Heufer. Ich möchte da jetzt aber auch nicht zuviel spoilern.
Das Stück ist natürlich auch wie immer sehr actionreich. Die Indianer haben bei den Angriffen zum Beispiel diesesmal fast alle ein Gewehr. Beim Finale knallt und explodiert es an allen Enden was ich ja persönlich immer sehr gut finde.
Zu den Darstellern lässt sich sagen, das alle wieder sehr gut Ihre Rollen ausführen. Tim Forssman als Old Firehand finde ich, ist ein absoluter Glücksgriff in der Rolle. Finde er passt aufjedenfall deutlich besser, als wenn Martin Krah diese Rolle gespielt hätte. Martin Krah als Obergangster Leflor macht seine Sache auch richtig gut. Man merkt ihm den Spaß an mal Böse sein zu können richtig an. Sebastian Kolb als Indianer liefert meiner Meinung nach einfach wieder eine sehr starke Performanze ab. Bin gespannt, ob er auch in den kommenden Jahren in der Indianerschiene bleibt oder wieder ins Gangsterfach wechseln wird. Muss ja sagen, könnte ihn mir auch langsfristig als Indianischen Gegenspieler von Winnetou vorstellen.
Insgesamt lässt sich nur sagen, das das Ensemble sehr gut zusammengestellt wurde.
Zum Schluss lässt sich für mich persönlich nur sagen, das es die beste Im Tal des Todes Inszenierung ist, die ich bislang in Elspe gesehen habe. Das ist insgesamt schon meine fünfte, die ich dort zusehen bekomme.
Der Besuch der Karl May Festspiele Elspe ist und bleibt einfach jedesmal aufs neue eine Reise wert. Ich werde sicherlich auch nochmal bei einer Abendvorstellung zu Gast sein.
Zum Stück lässt sich sagen, das es vom Rahmen her Bludaus Version ist. Marco Kühne aber sehr viele neue Dialoge und auch Szenen reingebaut hat. Der Anfang des Stückes beeinhaltet ebenfalls neue Dialoge alleine schon zwischen Old Firehand und seinem Sohn Harry. Aber auch als dann Winnetou dazukommt. Er spricht dann unteranderem vom Frieden auf der Welt und das alle Menschen gleich sind. Sehr schöne Idee von Marco Kühne das so darzustellen. Zudem gibt es noch weitere neue Szenen, wie die mit Mr. Wilkins und seiner Tochter Almy diese sind auch sehr gut darstellt, sowohl von Sarah Gösser als auch Harald Heufer. Ich möchte da jetzt aber auch nicht zuviel spoilern.
Das Stück ist natürlich auch wie immer sehr actionreich. Die Indianer haben bei den Angriffen zum Beispiel diesesmal fast alle ein Gewehr. Beim Finale knallt und explodiert es an allen Enden was ich ja persönlich immer sehr gut finde.
Zu den Darstellern lässt sich sagen, das alle wieder sehr gut Ihre Rollen ausführen. Tim Forssman als Old Firehand finde ich, ist ein absoluter Glücksgriff in der Rolle. Finde er passt aufjedenfall deutlich besser, als wenn Martin Krah diese Rolle gespielt hätte. Martin Krah als Obergangster Leflor macht seine Sache auch richtig gut. Man merkt ihm den Spaß an mal Böse sein zu können richtig an. Sebastian Kolb als Indianer liefert meiner Meinung nach einfach wieder eine sehr starke Performanze ab. Bin gespannt, ob er auch in den kommenden Jahren in der Indianerschiene bleibt oder wieder ins Gangsterfach wechseln wird. Muss ja sagen, könnte ihn mir auch langsfristig als Indianischen Gegenspieler von Winnetou vorstellen.
Insgesamt lässt sich nur sagen, das das Ensemble sehr gut zusammengestellt wurde.
Zum Schluss lässt sich für mich persönlich nur sagen, das es die beste Im Tal des Todes Inszenierung ist, die ich bislang in Elspe gesehen habe. Das ist insgesamt schon meine fünfte, die ich dort zusehen bekomme.
Der Besuch der Karl May Festspiele Elspe ist und bleibt einfach jedesmal aufs neue eine Reise wert. Ich werde sicherlich auch nochmal bei einer Abendvorstellung zu Gast sein.
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J.L Niebergall
- Beiträge: 50
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Re: Elspe Festival 2025: "Winnetou und Old Firehand - Im Tal des Todes"
Hallo liebe Elspe- Fans,
ich war gestern auch in der aktuellen Abendvorstellung und mir war es ein Bedürfnis etwas dazu zu schreiben, was vielleicht nicht ganz der Meinung des typischen " Elspe-Fans" entspricht.
Damit Ihr meine Kritik besser einordnen könnt, kurz zu meiner " Elspe-Expertise".
Ich war 1977 das erstemal als Siebenjähriger und grosser Winnetou-Film-Fan dort und völlig hin und weg. Alles atmete den Geist " Winnetous" und es war einfach unvergesslich.
Dass das heute nicht mehr so ist, ist klar und durch mehrere Aspekte bedingt, die glaube ich jeder zur Genüge kennt.
Es folgten mit den Elspe-Besuchen 1978 und zweimal 1983 mit die schönsten Kindheitserinnerungen.
Später viele Aufführungen mit Benjamin Armbruster und dann mit meinen Kindern auch mit J.M Birkholz.
Ich denke ich gehöre schon zu denen, die die Bühne seit fast einem halben Jahrhundert beobachten und kennen.
Was mir gestern am Stück selbst sehr positiv auffiel, war die schauspielerische Leistung, das Bemühen neuen "Wind" in die Dialoge zu bekommen, die versuchte Abkehr von immer den selben Versatzstücken oder bekannten Einzelhandlungen.
Was mich aber zum Schreiben einer Kritik bewegt hat, ist eine Entwicklung, die ich für bedenklich halte, auch durch den Zahn der Zeit bedingt.
Sehr störend empfunden haben wir alle ( drei Generationen) die 99,9 prozentige dauerhafte Musikuntermalung. Ein Phänomen, dass seit Jahren auch in Kino und Fernsehen zu verzeichnen ist, und der "TicToc" und "Youtube-Shorts" Generation vermutlich die Aufmerksamkeit erhalten soll. Anscheinend ist unsere Gesellschaft mittlerweile dermaßen degeneriert, dass man keinem Zuschauer mehr zutraut sich 15 min auf einen Dialog zu konzentrieren. Schlimm!
Das heute, bei dem doch schleppend beginnenden Stück, bereits viele ihr Handy zücken um sich dann doch lieber mit "WhatsApp" zu unterhalten, sei mal dahingestellt, auch das 2025 Begeisterungsstürme der Kinder 1983 fehlen, spontane Reaktionen der Zuschauer, dafür kann " Elspe" nichts. Und trotzdem vermisse ich diese Zeit damals, wenn Winnetou den Bösewicht zu Boden schlug und man das Gefühl hatte, eine ganze Generation Kinder freue sich laut jubelnd daran, dass das Gute das Böse besiegt hat.
Über das Fehlen der Musik Boettchers, bis auf die stark modernisierte Winnetoumelodie, kann man verschiedener Meinung sein. Mir fehlt sie sehr und auch in dieser "Dauermusikberieselung" verliert selbst die " Winnetou-Melodie" an Wirkung.
Natürlich! Man muss neue Generationen begeistern, die von Winnetou bis zu Ihrem Besuch in Elspe nie was gehört haben, aber genau von diesen hatten wir welche dabei.
Und die Kritik, die von diesen kam, teile ich zu 100%.
Da wäre in erster Linie der schwer in die Jahre gekommene Saloon. Dieser scheint dringend mal etwas liebevolle Aufarbeitung zu benötigen.
Warum gibt es dort keine Band die spielt, oder zumindest etwas Musik zum einstimmen? Eine kleine Westernshow?
Das ganze wirkt wie eine einzige "Fressanstalt" und es fehlt völlig die Gemütlichkeit, oder Westernatmosphäre. Gerade bei einer Abendveranstaltung wäre da Vieles im Saloon denkbar.
Das aktuelle Rahmenprogramm empfanden wir eine akustische und dramaturgische Katastrophe, was auch den Gesichtern der Zuschauer anzumerken war. Dieses wird wirklich von Jahr zu Jahr schlimmer. Der Veranstalter hatte selbst Mühe Kinder zum Mitmachen zu bewegen. Ob das jetzt am Programm selbst lag, oder eher auch ein Problem die heutige Kindergenerationen zu begeistern, sei mal ebenfalls dahingestellt.
Die Gastronomiepreise sind mittlerweile fast indiskutabel. Ein Becher Kaffee 3.30 Euro. 2 kleine Sprite 8,90, Pommes Bratwurst 8.90.
Mich beschlich dieses Jahr das Gefühl in Elspe, dass die Geschichte endlich ist und dadurch das Festival auch finanziell schlechter dasteht.
Beklagt wurden auch die Holzbänke als Sitzkomfort für fast 2 Stunden, die für mich zwar dazugehören, aber jetzt mit fehlenden Reihennummerierungen und gemischt mit billigen Plastikstühlen, wie aus der Zeit gefallen wirken.
Insgesamt ist das Stück sehr schön. Auch das Bühnenbild fanden alle von uns klasse und eines der Schönsten und hochwertigsten überhaupt. Auch wenn das ganze immer weniger " Winnetou und May" atmet, was leider folgerichtig ist, haben wir uns bis auf diese ständige Musikuntermalung gut unterhalten gefühlt.
Allerdings muss das Festival selbst aufpassen, nicht durch fehlende Neuerungen und Ideen neue Generationen zu vergraulen. In spätestens der nächsten Generation ist Winnetou vollends vergessen.
Eine Idee wäre z.b weg mit den massiv angestaubten Rahmenshows und dafür Konzentration auf ein hochwertiges Rahmenprogramm z.b in einem Neubau des Saloons.
ich war gestern auch in der aktuellen Abendvorstellung und mir war es ein Bedürfnis etwas dazu zu schreiben, was vielleicht nicht ganz der Meinung des typischen " Elspe-Fans" entspricht.
Damit Ihr meine Kritik besser einordnen könnt, kurz zu meiner " Elspe-Expertise".
Ich war 1977 das erstemal als Siebenjähriger und grosser Winnetou-Film-Fan dort und völlig hin und weg. Alles atmete den Geist " Winnetous" und es war einfach unvergesslich.
Dass das heute nicht mehr so ist, ist klar und durch mehrere Aspekte bedingt, die glaube ich jeder zur Genüge kennt.
Es folgten mit den Elspe-Besuchen 1978 und zweimal 1983 mit die schönsten Kindheitserinnerungen.
Später viele Aufführungen mit Benjamin Armbruster und dann mit meinen Kindern auch mit J.M Birkholz.
Ich denke ich gehöre schon zu denen, die die Bühne seit fast einem halben Jahrhundert beobachten und kennen.
Was mir gestern am Stück selbst sehr positiv auffiel, war die schauspielerische Leistung, das Bemühen neuen "Wind" in die Dialoge zu bekommen, die versuchte Abkehr von immer den selben Versatzstücken oder bekannten Einzelhandlungen.
Was mich aber zum Schreiben einer Kritik bewegt hat, ist eine Entwicklung, die ich für bedenklich halte, auch durch den Zahn der Zeit bedingt.
Sehr störend empfunden haben wir alle ( drei Generationen) die 99,9 prozentige dauerhafte Musikuntermalung. Ein Phänomen, dass seit Jahren auch in Kino und Fernsehen zu verzeichnen ist, und der "TicToc" und "Youtube-Shorts" Generation vermutlich die Aufmerksamkeit erhalten soll. Anscheinend ist unsere Gesellschaft mittlerweile dermaßen degeneriert, dass man keinem Zuschauer mehr zutraut sich 15 min auf einen Dialog zu konzentrieren. Schlimm!
Das heute, bei dem doch schleppend beginnenden Stück, bereits viele ihr Handy zücken um sich dann doch lieber mit "WhatsApp" zu unterhalten, sei mal dahingestellt, auch das 2025 Begeisterungsstürme der Kinder 1983 fehlen, spontane Reaktionen der Zuschauer, dafür kann " Elspe" nichts. Und trotzdem vermisse ich diese Zeit damals, wenn Winnetou den Bösewicht zu Boden schlug und man das Gefühl hatte, eine ganze Generation Kinder freue sich laut jubelnd daran, dass das Gute das Böse besiegt hat.
Über das Fehlen der Musik Boettchers, bis auf die stark modernisierte Winnetoumelodie, kann man verschiedener Meinung sein. Mir fehlt sie sehr und auch in dieser "Dauermusikberieselung" verliert selbst die " Winnetou-Melodie" an Wirkung.
Natürlich! Man muss neue Generationen begeistern, die von Winnetou bis zu Ihrem Besuch in Elspe nie was gehört haben, aber genau von diesen hatten wir welche dabei.
Und die Kritik, die von diesen kam, teile ich zu 100%.
Da wäre in erster Linie der schwer in die Jahre gekommene Saloon. Dieser scheint dringend mal etwas liebevolle Aufarbeitung zu benötigen.
Warum gibt es dort keine Band die spielt, oder zumindest etwas Musik zum einstimmen? Eine kleine Westernshow?
Das ganze wirkt wie eine einzige "Fressanstalt" und es fehlt völlig die Gemütlichkeit, oder Westernatmosphäre. Gerade bei einer Abendveranstaltung wäre da Vieles im Saloon denkbar.
Das aktuelle Rahmenprogramm empfanden wir eine akustische und dramaturgische Katastrophe, was auch den Gesichtern der Zuschauer anzumerken war. Dieses wird wirklich von Jahr zu Jahr schlimmer. Der Veranstalter hatte selbst Mühe Kinder zum Mitmachen zu bewegen. Ob das jetzt am Programm selbst lag, oder eher auch ein Problem die heutige Kindergenerationen zu begeistern, sei mal ebenfalls dahingestellt.
Die Gastronomiepreise sind mittlerweile fast indiskutabel. Ein Becher Kaffee 3.30 Euro. 2 kleine Sprite 8,90, Pommes Bratwurst 8.90.
Mich beschlich dieses Jahr das Gefühl in Elspe, dass die Geschichte endlich ist und dadurch das Festival auch finanziell schlechter dasteht.
Beklagt wurden auch die Holzbänke als Sitzkomfort für fast 2 Stunden, die für mich zwar dazugehören, aber jetzt mit fehlenden Reihennummerierungen und gemischt mit billigen Plastikstühlen, wie aus der Zeit gefallen wirken.
Insgesamt ist das Stück sehr schön. Auch das Bühnenbild fanden alle von uns klasse und eines der Schönsten und hochwertigsten überhaupt. Auch wenn das ganze immer weniger " Winnetou und May" atmet, was leider folgerichtig ist, haben wir uns bis auf diese ständige Musikuntermalung gut unterhalten gefühlt.
Allerdings muss das Festival selbst aufpassen, nicht durch fehlende Neuerungen und Ideen neue Generationen zu vergraulen. In spätestens der nächsten Generation ist Winnetou vollends vergessen.
Eine Idee wäre z.b weg mit den massiv angestaubten Rahmenshows und dafür Konzentration auf ein hochwertiges Rahmenprogramm z.b in einem Neubau des Saloons.
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Al-No
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Re: Elspe Festival 2025: "Winnetou und Old Firehand - Im Tal des Todes"
Hallo!
Ich war im Sommer auch da, hatte aber noch nichts geschrieben.
Zunächst: Die Gastronomiepreise, die J.L.Niedergall angesprochen hat, finde ich mittlerweile auch im Grenzbereich. Ich ahne, dass die Gastronomen die Preise mitlerweile brauchen nach Jahren der Inflation und Kostensteigerung. Aber wenn man mit der ganzen Familie was essen will, geht es auch am Imbiss schon recht ins Geld.
Der Saloon wird ja offenbar als Essbereich benötigt - was bei Abendveranstaltungen dort noch stattfindet, weiß ich nicht. Das kann ich nicht beurteilen. Aber eine kleine Show im Saloon hätte seinen Reiz.
Vom Rahmenprogramm habe ich mir dieses Jahr wiede die Musik-Show angesehen, die mich immer am meisten reizt. Eine Mini-Story als Aufhänger für Lieder. Vom Grund her mag ich das. Elspe kooperiert ja seit einiger Zeit sogar mit der Kölner Kammeroper. Es hat mich diesmal aber nicht gepackt, sowohl Lieder als auch Inszenierung. Kann passieren, aber ein definitiver Fehler war die Akustik: Ich saß links der Mitte in der ersten Reihe und hatte große Verständnisprobleme. Es klang, als ob der Ton über die erste Reihe hinweg geworfen wurde. Sonst hatte ich das Problem aber nie.
Ich war im Sommer auch da, hatte aber noch nichts geschrieben.
Zunächst: Die Gastronomiepreise, die J.L.Niedergall angesprochen hat, finde ich mittlerweile auch im Grenzbereich. Ich ahne, dass die Gastronomen die Preise mitlerweile brauchen nach Jahren der Inflation und Kostensteigerung. Aber wenn man mit der ganzen Familie was essen will, geht es auch am Imbiss schon recht ins Geld.
Der Saloon wird ja offenbar als Essbereich benötigt - was bei Abendveranstaltungen dort noch stattfindet, weiß ich nicht. Das kann ich nicht beurteilen. Aber eine kleine Show im Saloon hätte seinen Reiz.
Vom Rahmenprogramm habe ich mir dieses Jahr wiede die Musik-Show angesehen, die mich immer am meisten reizt. Eine Mini-Story als Aufhänger für Lieder. Vom Grund her mag ich das. Elspe kooperiert ja seit einiger Zeit sogar mit der Kölner Kammeroper. Es hat mich diesmal aber nicht gepackt, sowohl Lieder als auch Inszenierung. Kann passieren, aber ein definitiver Fehler war die Akustik: Ich saß links der Mitte in der ersten Reihe und hatte große Verständnisprobleme. Es klang, als ob der Ton über die erste Reihe hinweg geworfen wurde. Sonst hatte ich das Problem aber nie.
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Al-No
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Re: Elspe Festival 2025: "Winnetou und Old Firehand - Im Tal des Todes"
Gespannt war ich natürlich auf die Bearbeitung des Karl-May-Stücks.
Kühne hat Bludaus Textbuch von 1981 aus dem Schrank genommen und einige Sznenen definitiv bearbeitet. Nicht nur den Quecksilberkäufer Roulin und die Figur Harry hat er übernommen, auch die Dialogszene mit dem Klapperstorch, welche in de Szeneliteratur erwähnt ist.
Es war der übliche Einstieg, in dem Old Firehand sich und die Handlungsorte vorstellt. Das hatte mir nie gefallen. Jetzt war noch Harry dabei. Als er seinen Dad aufs Korn nahm, er wisse doch immer wieder keine genaue Erklärung seine Fragen und mit der Frage nach den kleinen Kindern, nahm er seinem Vater die Verlegenheit und erinnerte, dass sie jetzt mit der Geschichte anfangen müssten.
Als OF dann meinte, in solchen Geschichten wüsste man halt manchmal ein bißchen mehr, hatte die Szene mich wieder. Das war sanfte Ironie zu Abenteuergeschichten a`la May.
Winnetou bekam dann noch eine eigene Ansprache, gut gemacht. Mit Erinnerung an Ribanna. Also unerwartet langer Dialog-Anfang und das im auf Effekte bedachten Elspe.
Die Story ist ja bekannt - ich hatte das Stück 1998, 2004, 2010 und 2016 gesehen. Harry war als Begleiter von OF gut rein integriert. Beide Darsteller und das gesamte restliche Ensembe waren gut. Die Figur Roulin von 1981 war ausgebaut worden, was eine angenehme Überraschung war, abgrundet durch das sehr gute Spiel von Stephan Kieper. In Anzug und Zylinder mal ein ganz neuer Aufzug. Seine beiden Bodyguards wurden von Peteh zum Bleiben genötigt und probten vom Kirchturm aus später den Aufstand, von dem sie runtergeschossen wurden.
Ich fand das Bühnenbild überraschend aufwendig erneuert, sehr ungewohnt für Elspe, und sehr schön. Auch die neue alte Mission und ihren neuen Standort.
Peteh wurde, was mich ein klein bißchen rührte, von Sebastian Kolb mit einer Sprechweise interpretiert, die eindeutig eine Hommage an Meinolf Pape war. In kleinen Momenten bem Ansetzen merkte ich, wie er die Stimme wieder ins Kehligere, Heisere drücken musste.
Kolb als Häuptling und Martin Krah als Oberschurke waren zwei Umbesetzungen gegen bisherige Rollentypen, die ich mir schon lange mal gewünschte hatte. Krah wirkte ebenfalls ganz anders. Schade, dass er aufgehört hat. Ich hätte ihn gerne noch als Schlägertyp oder Häuptling gesehen. Nicht gewöhnen konnte ich mich an die Rückkehr vom Namen Miranda zu Elvira, schön aber die Wiederkehr von Cheryl A.Baulig.
Oliver Fleischer bemühte sich ebenfalls anders rüber zu kommen als in seiner vorherigen Rolle. Gefreut habe ich mich ebenfalls über Harald Heufer als Mr.Wilkins - die Tochter-Vater-Rollen rief ja geradezu nach einer solchen Besetzung. Überrschanderweise musste er dran glauben, als er Widerstand leistete. Das Zusammenspiel verlieh auch Almy, einer sonst immer blassen kleinen Rolle, etwas mehr Profil. "Almy, Du Träumerin" erinnerte mich doch stark an den Roman.
Schön auch weitere Kleinigkeiten wie das Durchsuchen aller Gefangenen beim Abführen ins Bergwerk und dass Sam Almy beim Tod ihres Vaters in den Arm nahm. Sonst hatte Sam ehr nicht viel zu schaffen - seine Anwesenheit war vielleicht ein Gefallen von Kühne an den Darsteller Matthias Schlüter, der die Rolle offenbar wirklich sehr mag. Ich hätte die Zahl der Komiker eher gekürzt, andererseits fiel auch keiner durch breitgewalzte Szenen unangenehm auf. Geronimo oder Lindsay & Grissom oder Sam hätte ich raus gelassen und Winnetou ein bißchen mehr Raum gegeben oder alternativ Martin von Adlerhorst oder Artur Wilkins als Bergwerkssklaven auftauchen lassen.
Gerechnet hatte ich eigentlich mit einer Vergrößerung der Rolle Winnetous, aber er blieb von der zusätzlichen Ansprache so klein wie gewohnt und wurde beim Bergwerkauskundschaften gefangen genommen.
Auf den Vulkan hatte man ja verzeichtet. Der war schon beeindruckender als die reißende Hängebrücke, die ja traditionell Tobias Preisegott Burton gebührt. Aber vielleicht wäre es auch damit überladen gewesen. Und wer weiß, vielleicht will Kühne sich den Effekt ja auch für "Old Surehand" aufheben?
Eine Verbesserung wäre noch gewesen, wenn Almy am Ende noch ihre Trauer hätte artikulieren dürfen. Und ein klein bißchen verworren war: 2024 sagte Winnetou am Ende, zu Old Shatterhand dass er Old Firehand wiedersehen wolle. 2025 sagte er am Ende, dass er die Vorhersehung habe, einen Blutsbruder kennen zu lernen. Ich dachte erst, die 2024er Bemerkung sei eine Anspielung auf "Winnetou II" 2027, aber das kommt ja nicht. Schade, eine quasi nachgeholte Geschichte mit Jean-Marc-Birkholz als Winnetou und Tims Forssman als Old Firehand sowie einem aufgewühlten und zornigen Harry und einem schmierigen Forster (Markus Lürick) auf dem Rachepfad gegen Parranoh hätte mir gefallen.
Kühne hat Bludaus Textbuch von 1981 aus dem Schrank genommen und einige Sznenen definitiv bearbeitet. Nicht nur den Quecksilberkäufer Roulin und die Figur Harry hat er übernommen, auch die Dialogszene mit dem Klapperstorch, welche in de Szeneliteratur erwähnt ist.
Es war der übliche Einstieg, in dem Old Firehand sich und die Handlungsorte vorstellt. Das hatte mir nie gefallen. Jetzt war noch Harry dabei. Als er seinen Dad aufs Korn nahm, er wisse doch immer wieder keine genaue Erklärung seine Fragen und mit der Frage nach den kleinen Kindern, nahm er seinem Vater die Verlegenheit und erinnerte, dass sie jetzt mit der Geschichte anfangen müssten.
Als OF dann meinte, in solchen Geschichten wüsste man halt manchmal ein bißchen mehr, hatte die Szene mich wieder. Das war sanfte Ironie zu Abenteuergeschichten a`la May.
Winnetou bekam dann noch eine eigene Ansprache, gut gemacht. Mit Erinnerung an Ribanna. Also unerwartet langer Dialog-Anfang und das im auf Effekte bedachten Elspe.
Die Story ist ja bekannt - ich hatte das Stück 1998, 2004, 2010 und 2016 gesehen. Harry war als Begleiter von OF gut rein integriert. Beide Darsteller und das gesamte restliche Ensembe waren gut. Die Figur Roulin von 1981 war ausgebaut worden, was eine angenehme Überraschung war, abgrundet durch das sehr gute Spiel von Stephan Kieper. In Anzug und Zylinder mal ein ganz neuer Aufzug. Seine beiden Bodyguards wurden von Peteh zum Bleiben genötigt und probten vom Kirchturm aus später den Aufstand, von dem sie runtergeschossen wurden.
Ich fand das Bühnenbild überraschend aufwendig erneuert, sehr ungewohnt für Elspe, und sehr schön. Auch die neue alte Mission und ihren neuen Standort.
Peteh wurde, was mich ein klein bißchen rührte, von Sebastian Kolb mit einer Sprechweise interpretiert, die eindeutig eine Hommage an Meinolf Pape war. In kleinen Momenten bem Ansetzen merkte ich, wie er die Stimme wieder ins Kehligere, Heisere drücken musste.
Kolb als Häuptling und Martin Krah als Oberschurke waren zwei Umbesetzungen gegen bisherige Rollentypen, die ich mir schon lange mal gewünschte hatte. Krah wirkte ebenfalls ganz anders. Schade, dass er aufgehört hat. Ich hätte ihn gerne noch als Schlägertyp oder Häuptling gesehen. Nicht gewöhnen konnte ich mich an die Rückkehr vom Namen Miranda zu Elvira, schön aber die Wiederkehr von Cheryl A.Baulig.
Oliver Fleischer bemühte sich ebenfalls anders rüber zu kommen als in seiner vorherigen Rolle. Gefreut habe ich mich ebenfalls über Harald Heufer als Mr.Wilkins - die Tochter-Vater-Rollen rief ja geradezu nach einer solchen Besetzung. Überrschanderweise musste er dran glauben, als er Widerstand leistete. Das Zusammenspiel verlieh auch Almy, einer sonst immer blassen kleinen Rolle, etwas mehr Profil. "Almy, Du Träumerin" erinnerte mich doch stark an den Roman.
Schön auch weitere Kleinigkeiten wie das Durchsuchen aller Gefangenen beim Abführen ins Bergwerk und dass Sam Almy beim Tod ihres Vaters in den Arm nahm. Sonst hatte Sam ehr nicht viel zu schaffen - seine Anwesenheit war vielleicht ein Gefallen von Kühne an den Darsteller Matthias Schlüter, der die Rolle offenbar wirklich sehr mag. Ich hätte die Zahl der Komiker eher gekürzt, andererseits fiel auch keiner durch breitgewalzte Szenen unangenehm auf. Geronimo oder Lindsay & Grissom oder Sam hätte ich raus gelassen und Winnetou ein bißchen mehr Raum gegeben oder alternativ Martin von Adlerhorst oder Artur Wilkins als Bergwerkssklaven auftauchen lassen.
Gerechnet hatte ich eigentlich mit einer Vergrößerung der Rolle Winnetous, aber er blieb von der zusätzlichen Ansprache so klein wie gewohnt und wurde beim Bergwerkauskundschaften gefangen genommen.
Auf den Vulkan hatte man ja verzeichtet. Der war schon beeindruckender als die reißende Hängebrücke, die ja traditionell Tobias Preisegott Burton gebührt. Aber vielleicht wäre es auch damit überladen gewesen. Und wer weiß, vielleicht will Kühne sich den Effekt ja auch für "Old Surehand" aufheben?
Eine Verbesserung wäre noch gewesen, wenn Almy am Ende noch ihre Trauer hätte artikulieren dürfen. Und ein klein bißchen verworren war: 2024 sagte Winnetou am Ende, zu Old Shatterhand dass er Old Firehand wiedersehen wolle. 2025 sagte er am Ende, dass er die Vorhersehung habe, einen Blutsbruder kennen zu lernen. Ich dachte erst, die 2024er Bemerkung sei eine Anspielung auf "Winnetou II" 2027, aber das kommt ja nicht. Schade, eine quasi nachgeholte Geschichte mit Jean-Marc-Birkholz als Winnetou und Tims Forssman als Old Firehand sowie einem aufgewühlten und zornigen Harry und einem schmierigen Forster (Markus Lürick) auf dem Rachepfad gegen Parranoh hätte mir gefallen.