Hadschi Halef Hohenthal im Wilden Westen
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kleinerhalef
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Re: Hadschi Halef Hohenthal im Wilden Westen
>>>Wenn Du mich meinen solltest... Nee, ich bin zu faul, ein dickes Buch zu schreiben. Es gibt zwei oder drei Kurzgeschichten von mir mit Kara und Halef in Marheinecke-Anthologien, das war's dann aber auch.<<<
Kenn und schätz ich, - aber was nicht ist, kann ja vielleicht noch werden :-)) fast jeder hat kurz angefangen.
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Rehkitz
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Re: Hadschi Halef Hohenthal im Wilden Westen
das hab ich aber auch anders in Erinnerung: http://www.karl-may-gesellschaft.de/kmg ... lder/0.jpgkleinerhalef hat geschrieben:Allenfalls würde ich die Hunde als Versehen akzeptieren, vielleicht weil May selbst nichts damit anfangen konnte.
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kleinerhalef
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Re: Hadschi Halef Hohenthal im Wilden Westen
sorry Rehkitz, das sieht aber nicht so aus, als hätte er Interesse am Hund :-))
wie er ja auch Dojan einfach "vergessen" hat.
Seinen Pferdeverstand kann ich nicht beurteilen, (da gibts aber auch Kritiker) aber von Hunden hatte er definitiv nicht viel Ahnung.
Ich mach ihm auch keinen Vorwurf, dass er von Waffen nichts verstand....er war Schriftsteller, ein großartiger sogar.
wie er ja auch Dojan einfach "vergessen" hat.
Seinen Pferdeverstand kann ich nicht beurteilen, (da gibts aber auch Kritiker) aber von Hunden hatte er definitiv nicht viel Ahnung.
Ich mach ihm auch keinen Vorwurf, dass er von Waffen nichts verstand....er war Schriftsteller, ein großartiger sogar.
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Rolf Dernen
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Re: Hadschi Halef Hohenthal im Wilden Westen
Dojan wurde nicht vergessen. Sein Tod wird in "Von Bagdad nach Stambul" beschrieben. Außerdem hatte May - vor diesen komischen weißen Kötern - schon mal einen Hund, nämlich einen sog. Rattler (!), und zwar zu Beginn der 1880er Jahre. Wir haben dazu in Nr. 104 einen Text von unserer Autorin Klara May ;-))) abgedruckt.
Es erscheint übrigens jetzt ein Karl-May-Tierlexikon: http://d-nb.info/1020205326
Es erscheint übrigens jetzt ein Karl-May-Tierlexikon: http://d-nb.info/1020205326
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IDDOC
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Re: Hadschi Halef Hohenthal im Wilden Westen
Sieht auch eher aus wie eine grosse Ratte mit ungewöhnlichen Ohren.
Ob solche Schosstiere,Hunde oder eher ein missglücktes Zuchtexperiment sind,wer weiß ?
Ausserdem hatten die wohl eher ein Frauchen (Emma) denn ein Herrchen.
Ob solche Schosstiere,Hunde oder eher ein missglücktes Zuchtexperiment sind,wer weiß ?
Ausserdem hatten die wohl eher ein Frauchen (Emma) denn ein Herrchen.
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kleinerhalef
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Re: Hadschi Halef Hohenthal im Wilden Westen
"Rolf Dernen" Dojan wurde nicht vergessen.
Doch - er hat ihn vergessen auf der Flucht vor Gasahl Gaboya, als der Hund den Pferdewächter niedergerissen hatte.
Und den Negativhelden aus W 1 nach dem Hund Rattler zu nennen scheint meine Ansicht auch zu bestätigen :-)))
Doch - er hat ihn vergessen auf der Flucht vor Gasahl Gaboya, als der Hund den Pferdewächter niedergerissen hatte.
Und den Negativhelden aus W 1 nach dem Hund Rattler zu nennen scheint meine Ansicht auch zu bestätigen :-)))
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Rolf Dernen
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Re: Hadschi Halef Hohenthal im Wilden Westen
Zu Dojan :
>> Unterdessen biß sich Dojan mit den drei unverletzt gebliebenen Hunden herum. Sein Fell war zerbissen; er blutete aus mehreren Wunden, aber er hielt wacker stand, seinen Gegnern nie die Kehle bietend. Da nahm einer der Araber seine alte Flinte empor, zielte und drückte los; die Kugel traf den wackeren Hund zwischen die Rippen; er brach tot zusammen und wurde von seinen halbwilden Feinden wörtlich in Stücke gerissen.
Ich hatte das Gefühl, als ob der teuerste Freund mir an der Seite erschossen worden sei. <<
[Karl Mays Werke: Von Bagdad nach Stambul. Karl Mays Werke, S. 43546]
Evtl. steht in der KMV-Bearbeitung etwas anderes? Ich meine mich aber zu erinnern, daß ich schon als Kind Anteil am Tod des Hundes genommen hatte (ich bin Hundefreund bzw. selbst jahrelang Hund gewesen, wie ich in dem Zusammenhang immer gerne sage), und das kann damals (um 1962 herum) nur eine KMV-Bearbeitung gewesen sein, die ich las. Und in der Tat, da steht's genau so.
Und warum sollte May keine Beziehung zu Hunden gehabt haben, wenn er doch mit Cherry selbst einen besaß? May war durchaus tierlieb, wenn auch mit seltsamen Ausrutschern. So schoß Kara Ben Nemsi in "Ardistan & Dschinnistan" einfach mal so einen Raubvogel vom Himmel, was speziell im Alterswerk dann doch höchst seltsam anmutet. (Dank an J.L. für diesen Hinweis.)
>> Unterdessen biß sich Dojan mit den drei unverletzt gebliebenen Hunden herum. Sein Fell war zerbissen; er blutete aus mehreren Wunden, aber er hielt wacker stand, seinen Gegnern nie die Kehle bietend. Da nahm einer der Araber seine alte Flinte empor, zielte und drückte los; die Kugel traf den wackeren Hund zwischen die Rippen; er brach tot zusammen und wurde von seinen halbwilden Feinden wörtlich in Stücke gerissen.
Ich hatte das Gefühl, als ob der teuerste Freund mir an der Seite erschossen worden sei. <<
[Karl Mays Werke: Von Bagdad nach Stambul. Karl Mays Werke, S. 43546]
Evtl. steht in der KMV-Bearbeitung etwas anderes? Ich meine mich aber zu erinnern, daß ich schon als Kind Anteil am Tod des Hundes genommen hatte (ich bin Hundefreund bzw. selbst jahrelang Hund gewesen, wie ich in dem Zusammenhang immer gerne sage), und das kann damals (um 1962 herum) nur eine KMV-Bearbeitung gewesen sein, die ich las. Und in der Tat, da steht's genau so.
Und warum sollte May keine Beziehung zu Hunden gehabt haben, wenn er doch mit Cherry selbst einen besaß? May war durchaus tierlieb, wenn auch mit seltsamen Ausrutschern. So schoß Kara Ben Nemsi in "Ardistan & Dschinnistan" einfach mal so einen Raubvogel vom Himmel, was speziell im Alterswerk dann doch höchst seltsam anmutet. (Dank an J.L. für diesen Hinweis.)
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Rüdiger
Re: Hadschi Halef Hohenthal im Wilden Westen
Ihr redet ein wenig aneinander vorbei. kleinerhalef hat ganz recht, Dojan wird an einer Stelle 'vergessen', und zwar derart, daß es der Erzähler sich selber nicht verzeiht.
Zwar handelt es sich um einen Irrtum, Dojan ist zu dem Zeitpunkt noch nicht tot, aber er hätte aufgrund des Fehlverhaltens des Erzählers durchaus tot sein können ... Weil er ihn eben vergessen hat. [So wie Mays Mutter May im Stich gelassen hat hat May später Emma im Stich gelassen, las ich heute bei Ilmer, JBKMG 1996. So ist das, Schuld und Sühne, fressen und gefressen werden. Aber das nur am Rande.]Als ich an das Unschädlichmachen der Pferdewache kam, hielt ich plötzlich in meinem Berichte inne.
»O wehe! Was habe ich gethan!«
»Was, Master? War ja Alles gut!«
»Ich habe in der Eile vergessen, meinen Hund von dem Manne wegzurufen!«
»Oh! Ah! Unangenehm! Wird nachkommen!«
»Nie! Er ist bereits todt, und die Wache auch.«
»Warum gleich todt?«
»Sobald er angerührt oder sonst bedroht wird, zerreißt er dem unter ihm liegenden Mann die Gurgel. Dann werden ihn die Bebbeh natürlich erschossen haben. Ich könnte wahrhaftig nur dieses Hundes wegen umkehren und mich in die größte Gefahr begeben. Aber leider wäre es erfolglos!«
Über den Verlust des treuen, klugen Hundes gerieth auch Halef in Bestürzung, und ich verbrachte die noch übrigen Stunden des Nachmittages in tiefer Verstimmung.
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Rolf Dernen
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Re: Hadschi Halef Hohenthal im Wilden Westen
Danke, Rüdiger, das dämmerte mir auch so langsam. (Habe den Text lange nicht mehr gelesen.) Es geht um unterschiedliche Szenen. Der Hund, so erzogen, daß er ohne Befehl von der gestellten Person nicht abläßt, wurde in der Tat vergessen. Ich hatte das "vergessen" anders interpretiert, so als habe May Dojan irgendwann nicht mehr erwähnt.
Ist aber ein schönes Beispielvon der Hundekenntnis Mays. Ein auf den Mann dressiertes Tier hockt oft stundenlang vor der gestellten Person, und wehe, die rührt sich. Ich kenne sowas von einem Rottweiler, der einen Einbrecher stellte, und letzterer war nach Stunden voller Angst froh, als die Polizei kam und ihn erlöste.
Ist aber ein schönes Beispielvon der Hundekenntnis Mays. Ein auf den Mann dressiertes Tier hockt oft stundenlang vor der gestellten Person, und wehe, die rührt sich. Ich kenne sowas von einem Rottweiler, der einen Einbrecher stellte, und letzterer war nach Stunden voller Angst froh, als die Polizei kam und ihn erlöste.
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Rüdiger
Re: Hadschi Halef Hohenthal im Wilden Westen
Auch das kommt bei Karl May vor, in "Durchs wilde Kurdistan", im zweiten Teil, auf dem Dach (ich weiß weder ob es in Nord- Süd- West- oder Ostkurdistan war noch wie der Ort hieß, nur daß es auf einem Dach war)Ein auf den Mann dressiertes Tier hockt oft stundenlang vor der gestellten Person, und wehe, die rührt sich. Ich kenne sowas von einem Rottweiler, der einen Einbrecher stellte, und letzterer war nach Stunden voller Angst froh, als die Polizei kam und ihn erlöste.
Erst jetzt rief ich dem Hunde zu. Er ließ von dem Manne ab, trat aber nur einen Schritt von ihm weg.
»Stehe auf!« sagte ich zu dem Kurden.
Dieser erhob sich schwerfällig und holte tief Athem. Er war sehr schmächtig von Gestalt, und seine Stimme hatte einen jugendlichen Klang, als er rief: »Chodeh [O Gott]!«
Er sprach nur dieses eine Wort aus, aber es klang aus demselben die ganze Fülle der ausgestandenen Todesangst.
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Rolf Dernen
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Re: Hadschi Halef Hohenthal im Wilden Westen
Erneuten Dank. Ein weiterer Beweis für Mays Hundekenntnisse.
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kleinerhalef
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Re: Hadschi Halef Hohenthal im Wilden Westen
liebe Leute, punkto Tierliebe war May eben ein Kind seiner Zeit, wollen wir mal nicht übertreiben! Denkt an die Bärenjagd in "Kurdistan": >>Einer der Hunde war tot, und zwei waren verwundet. Wir konnten mit dieser Jagd zufrieden sein<<< klingt doch etwas zynisch für einen Hundefreund. Und Dojans Tod hab ich eher als kitschig empfunden "Er wäre Sieger geblieben" im Gegensatz zum profanen "Zertreten, Chodih" des Köhlerhundes Eisa....
Wir müssen auch hier unterscheiden zwischen dem Roman und dem Leben, ich glaube nicht, dass May an einer Bärenjagd wie der in Kurdistan (oder etlichen anderen beschriebenen) wirklich Gefallen gefunden hätte!
Wir müssen auch hier unterscheiden zwischen dem Roman und dem Leben, ich glaube nicht, dass May an einer Bärenjagd wie der in Kurdistan (oder etlichen anderen beschriebenen) wirklich Gefallen gefunden hätte!
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Rolf Dernen
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Re: Hadschi Halef Hohenthal im Wilden Westen
Völlig richtig. Dem Bären in "Winnetou I" erst mal die Augen auszuschießen und ihn dann erst mit dem Messer abzustechen ist auch nicht gerade die feine waidmännische Art. May selbst dürfte es in der Tat im wahren Leben angesichts solcher Prozeduren den Magen umgestülpt haben.
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markus
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- Wohnort: Crähenfeld
Re: Hadschi Halef Hohenthal im Wilden Westen
Und wenn ich mir die heutige übertriebene über alles gehende Tierliebe anschaue, dreht sich mir auch der Magen.
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kleinerhalef
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Re: Hadschi Halef Hohenthal im Wilden Westen
ich weiß zwar nicht, wie man Liebe übertreiben kann, egal ob zu Mensch oder Tier, aber mit dem ursprünglichen Thema hats nichts mehr zu tun :-))
Für Schweinezüchter oder Walfänger gibts bestimmt auch Foren....
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