Montenegro

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Kern

Montenegro

#1 Beitrag von Kern » 18. Feb 2007, 09:05

Mit Interesse habe ich den Bericht von Herrn Becker gelesen. Kompliment. Ich kenne Montenegro sehr gut, habe es beruflich bedingt in den 80er Jahren mindestens 2 x jährlich bereist, und auch jetzt nach dem Bürgerkrieg war ich wiederholt dort. Für mich ist das Land eines der schönsten, das ich kenne, und in 35 Jahren habe ich zwischen Wladiwostok und der Osterinsel doch einiges gesehen. Nach einer kurzen Visite von Kotor im August 2006 habe ich beschlossen, meinen nächsten Familienurlaub im Land der schwarzen Berge zu verbringen. Noch ist der Rummel nicht so unerträglich wie in Dalmatien, obwohl auch hier das Fast Food angekommen ist, und das mit geballter Kraft. Fast milde wird man belächelt, wenn man das altehrwürdige Cevapcici bestellt. Auch das von Becker erwähnte Preis/Leistungsverhältnis stimmt nicht überall, aber das kennen wir aus Kroatien zur Genüge. Fisch z.B. ist so teuer wie auf dem Viktualienmarkt München. Aber je weiter man sich von der Küste entfernt, ich war vor 3 Jahren im Durmitor-Gebirge (übrigens deutlich höher als der Lovcen, der einzige kleine Fehler im Bericht), desto mehr entfernt man sich von Mikrowellen-Kost und schriller DSDS-Lärm. Und da muss ich auch Becker zustimmen: der Müll ist nicht besorgniserregend, er ist schockierend. An jeder Straßenkurve Schrott vom ausgebrannten Auto bis zu Plastikbergen. In Zabljak angekommen, sollte man diese Erlebnisse entlang der Route wieder schnell verdrängen - so wie der Autor!

Karl-Heinz Becker
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#2 Beitrag von Karl-Heinz Becker » 19. Feb 2007, 14:08

Danke, Karl Kern,

für die netten Worte und Ergänzungen zu meiner Montenegro-Reportage. Schreib doch nach der nächsten Reise einfach mal eine Fortsetzung dazu. Dieses Land kommt in der May-Filmszene leider viel zu kurz.

Danke auch für den Hinweis auf die Höhe des Lovcen. Da habe ich gepennt. Es hätte heißen müssen,"der höchste Berg an der Küste".

Grüße aus HH
Karl-Heinz

KlausG
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#3 Beitrag von KlausG » 31. Mär 2007, 22:51

Hallo,
zu diesem Thema muss ich auch ein paar Worte verlieren:
auch ich habe Montenegro –das Land der schwarzen Berge- seit 1970 immer wieder mal bereist, dabei kennen- und lieben gelernt. Ein obligatorisches Muss war jedes Mal die Umrundung der „Bucht von Kotor“, wo man immer wieder neue interessante „Panoramablicke“ finden konnte. Damals waren ja schon einige Hauptstraßen asphaltiert, aber leider die wenigsten ins wildromantische Hinterland. Die haben so manchen Stoßdämpfer und gebrochene Blattfeder am Auto gekostet.
Ein dickes Lob an Karl-Heinz zu diesem Bericht. Leider gewinnt man hier den Eindruck als wenn dieses Urlaubsziel in erster Linie wegen des guten Essens ausgesucht wurde. Das gehört zwar mit Sicherheit dazu, aber man muss es nicht unbedingt so „plattwalzen“!
Dafür wären ein paar mehr Fotos wünschenswert gewesen, denn die sagen in der Regel mehr als so manches geschriebene Wort.
Leider gibt es für meinen Geschmack viel zu wenige Fährtensucher, die sich auch mal abseits der schon 100-fach besuchten und bekannten Drehorte ins Dickicht wagen.
Gruß
KlausG

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