Nr. 103

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JennyFlorstedt
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#31 Beitrag von JennyFlorstedt » 25. Mär 2006, 07:28

Um nochmal kurz zum Heft zurück zu kommen ;) :

die Mischung ist sehr gut gelungen. Man merkt, dass Winter ist.
Viel Leben und Werk.
Die Rezensionen werden irgendwie auch immer länger. Wobei eine davon absolut klasse ist und das genau beschreibt, wofür ich bisher keine rechten Worte fand.

ta

Günther Wüste
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Heft angekommen

#32 Beitrag von Günther Wüste » 25. Mär 2006, 14:08

Hallo Jenny
Auch bei mir ist das Heft angekommen. Sehr gelungen. Danke für das Interview mit Bernhard Schmid, freue mich schon über die dort aufgeführten Projekte. Nun zurück zur Lektüre, schönes Wochenende euch allen.

Günther

Hermesmeier

#33 Beitrag von Hermesmeier » 25. Mär 2006, 16:37

Ich fand sogar zwei Rezensionen richtig klasse. Wobei ich davon ausgehe, dass der eine Rezensent mit der anderen Besprechung ganz unzufrieden ist ;-)

Suedlohner
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#34 Beitrag von Suedlohner » 25. Mär 2006, 20:36

Oldenburg - Georg Ruseler war Lehrer in der Stadt. Er verfaßte schon sehr früh (im Mai 1901) einen gegen Karl May gerichteten Artikel, in dem der schlimme Satz vorkommt: "Ich will keinem Menschen Böses wünschen; aber ich gönne ihm nicht weitere 10 Jahre seines arbeitsreichen Lebens; denn ich vermute, daß er dann noch 25-30 Romane schreiben würde, wie in der Zeit von 1890 an."

JennyFlorstedt
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#35 Beitrag von JennyFlorstedt » 25. Mär 2006, 22:52

Das ist sicherlich richtig. Trotzdem spricht mir Krauskopf sozusagen aus der Seele. Ich komm an Wohlgschaft nciht ran. ich hab es inzwischen mehrfach aufrichtig probiert. Es geht nicht.
Bei der Chronik lese ich mich sofort fest... auch wenn ich zurückblättere, les ich mich bei der Wiederholung fest... aber bei der Wohlgschaft-Biografie stelle ich ständig fest, dass ich die letzten Absätze überhaupt nicht aufgenommen habe. Oder kapituliere schon nach wenigen Seiten und leg das Buch wieder weg. Kann man nichts machen.

Ansonsten finde ich im Heft den Pseudonyme-Beitrag gut gelungen und ich freue mich sehr, dass Peter Siegel seinen Vortrag so aufbereitet hat.
Bei Rolfs ÄÖgypten-Beitrag hat man schöne Bilder.
Dessau ist nicht neu, aber interessant.
Und bei WHs Ulanen-Beitrag würde mich mal interessieren, wielange das Gepiepel in rot und blau gedauert hat.

Die Film- und Festspielbeiträge lese ich noch. :-)

ta

Hermesmeier

#36 Beitrag von Hermesmeier » 25. Mär 2006, 23:15

Bei Krauskopf hatte ich den Eindruck, dass er mit gebremstem Schaum geschrieben hat. Er wollte sich scheint's nicht der Kritik aussetzen, mit der Rudi Schweikert leben musste, nachdem er - sehr deutlich - die erste Ausgabe dieser sogenannten Biografie in der FAZ verriss. Die Kritik von Krauskopf ist dennoch sehr deutlich ausgefallen, und sie ist nachvollziehbar.

Das "Gepiepel in rot und blau" hat gar nicht so lange gedauert, jedenfalls nicht der Wechsel der Farben von schwarz nach blau oder rot. Das ist mit der richtigen Bildbearbeitung ganz easy. Der Textvergleich selbst war deutlich mühsamer. Achja: Und dann gab es einen Redakteur, der sich punktgenau eine ganz bestimmte Hintergrundfarbe wünschte. Und das hat dann mit einigen Schüssen durchs Knie ins Auge tatsächlich schon im dritten Versuch geklappt ;-)
Zuletzt geändert von Hermesmeier am 26. Mär 2006, 12:10, insgesamt 1-mal geändert.

Helmut
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#37 Beitrag von Helmut » 26. Mär 2006, 12:00

Mir hat die Rezension der Wohlgschafft'schen Biographie übrigens auch gefallen, obwohl ich den Folgerungen nur zum geringen Teil zustimme.
Insbesondere interessieren mich so völlig formale Dinge ( ist das Buch in der richtigen Reihe/im richtigen Verlag erschienen, wer ist als Herausgeber augfgeführt und warum, u.ä) nicht die Bohne, und die inhaltlichen Kritikpunkte kann ich auch nur zum geringen Teil nachvollziehen.
Wenn dieses der Rezensent für wichtig hält, mag er es ruhig schreiben, und wie er es geschrieben hat, ist "gelungen".
Ich bin bei meiner Lektüre der Biographie eben unvorbelastet, ohne irgenwelche Erwartungen, mit nichts als reiner Neugier herangegangen, und ich war beeindruckt und gefesselt.

Helmut

Hermesmeier

#38 Beitrag von Hermesmeier » 26. Mär 2006, 12:20

Insbesondere interessieren mich so völlig formale Dinge (... wer ist als Herausgeber augfgeführt und warum, u.ä) nicht die Bohne, ...
Nun, da gibt es dann aber wohl doch irgendwann den Punkt, wo das interessant wird. Wenn nämlich jemand, der im Impressum als "Geschäftsführender Herausgeber" gelistet ist, mir gegenüber erklärt, er wisse nicht, wie man dazu gekommen sei, seinen Namen da reinzudrucken. Er habe mit der Entstehung der drei Bände nichts, aber auch überhaupt gar nichts zu tun.

Überhaupt möchte man als Rezensent doch wissen, wer für was verantwortlich ist, damit man mit seiner Kritik nicht etwa dem Falschen auf die Füße tritt.
Und wenn ich das mal so offen sagen darf: Bei der Wohlgeschaft-Biografie sind Titelseiten und Impressum derartig aufgeblasen, dass man nun wirklich nicht mehr weiß, wem wir die drei Bände in ihrer derzeitigen Erscheinungsform überhaupt zu verdanken haben. Wer hat denn da was gemacht bzw. verbrochen? Ich blicke da nicht durch. Aber vielleicht ist das ja beabsichtigt?!

Gruß
Wolfgang

andrea
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#39 Beitrag von andrea » 26. Mär 2006, 12:38

Moin Moin!

Das Heft 103 war ein pures Lesevergnügen, die Mischung stimmte.

Der Bericht über die Kaskadeure gefiel mir vor allem wegen der Fotos mit den handschriftlichen Anmerkungen.

Beim Bericht über die tschechischen Ausgaben habe ich mich natürlich um eine korrekte gedankliche Aussprache der Titel bemüht. ;-) Wobei die tschechischen Ausgaben so richtig toll ausschauen. Die Abb. 9 habe ich noch nie gesehen, mal eine ganz andere Darstellung der beiden. Insgesamt ein für mich hochinteressanter Beitrag! Wie immer bei den Berichten der 2 Autoren wurde mein Horizont wieder etwas erweitert.

Rolfs Bericht vom Nil ist herrlich romantisch - wer möchte nicht eine solche schöne Tour mitmachen. Und wenn man dann auch Mays Beschreibungen der Gegenden wiederfindet - Herz, was willst du mehr?

Die Rezensionen waren seeeehr ausführlich und ausgesprochen hilfreich.
Die Rezension zu Wohlgschafts Biografie wird mich wahrscheinlich davon abhalten, mir diese anzuschaffen. Das Leben Mays aus fast ausschließlich religiös-theologischer Sicht wäre mir wahrscheinlich zu einseitig, ich würde mich damit wohl schwer tun.
Ich vermute, dass die Chronik mir eher Spaß machen würde (mir ist bewusst, dass beide Ausgaben jeweils eine andere Intention haben, aber trotzdem).
Rüdigers Ausführungen über das Jahrbuch 2005 haben mir Spaß gemacht. Asche über mein Haupt - ich habe bislang noch gar nicht in das Buch hineingeschaut. Aber ich kann seine Kritik durchaus nachvollziehen, da es mir mit den Jahrbüchern der Vorjahre oft nicht anders erging. Vor allem seine lockere Ausdrucksweise, die klaren Ansagen seinerseits ("Rundheraus und unverhohlen:... sind für mich persönlich eine Qual") waren erfrischend zu lesen. Er redet halt nicht drumherum.
"Heute klafft die Schere weit auseinander: abgehobene, immer spezifischer werdende Intellektualität einerseits, etwas krampfhaft wirkende, unangemessene Popularisierungsversuche andererseits. Was mir fehlt, ist die Mitte, ist Karl May." - Dem bin ich geneigt, zuzustimmen (auch wenn ich mir mehr Popularisierung wünsche, aber eben keine krampfhaft wirkende...).

Helmut, Glückwunsch zum ersten Beitrag. Deine Rezension macht Lust auf die Bücher. Ich werde nächstens in unserer Bücherei stöbern gehen, auch wenn ich da wenig Hoffnung habe.

Sehr interessant auch der Bericht zu den Pseudonymen. Das ist ja richtig spannend. Ich freue mich schon auf den nächsten Bericht dazu.

Lachen musste ich über die Bewertung der Kolportage-Romane. Vor allem über den letzten Satz.

Und wie jedes Mal erschrecke ich beim Umblättern fürchterlich bei der Werbung für rewi. Dieses Blau haut mich aber auch aus allen Träumen raus.

Mutter ruft zum Mittagessen - ich muss eilen.

Rolf Dernen
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#40 Beitrag von Rolf Dernen » 26. Mär 2006, 12:42

andrea hat geschrieben:Und wie jedes Mal erschrecke ich beim Umblättern fürchterlich bei der Werbung für rewi. Dieses Blau haut mich aber auch aus allen Träumen raus.
Besonders heftig wirkt es neben dem Bild vom Winnetou-Tod. "Winnetou stirbt, erschlagen von rewi".

Rüdiger

#41 Beitrag von Rüdiger » 26. Mär 2006, 12:52

Das Leben Mays aus fast ausschließlich religiös-theologischer Sicht
Das ist nun wirklich völliger Quatsch. Es geht in den drei Bänden zum Beispiel auch sehr intensiv um Psychologie, Bewußtsein, Erkenntnis, usw. usw.

Von Theologie habe ich, sozusagen, keinen blassen Schimmer, nichtsdestotrotz die drei wunderbaren Bände regelrecht verschlungen. Laßt Euch da mal nichts einreden von erkennbar Übelwollenden.

Helmut
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#42 Beitrag von Helmut » 26. Mär 2006, 12:53

@Wolfgang:
ich kann mich da nur wiederholen, wenn Dich das interessiert und Du es für wichtig hälst, dann ist das eben so.
Mir geht so was am Allerwertesten vorbei, ich fange bei Büchern immer erst (bestenfalls) beim Vorwort an zu lesen.
Oder deutlicher:
Es nervt mich mittlerweile schon ziemlich, bei Büchern dieser Art, ständig an die Differnzen KMV -- KM Stiftung erinnert zu werden.

@Andrea:
Die Rezension in Karl May & Co ist eine von (mittlerweile) ziemlich vielen und es gibt ein sehr großes "Spektrum". Ich würde die Auswahl meiner Lektüre nicht von dieser einzigen abhängig machen.

Helmut

Helmut
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#43 Beitrag von Helmut » 26. Mär 2006, 13:03

Und obwohl für mich die "theologische und religiöse" Sicht der Mayschen Werke alles andere als an erster Stelle kommt, und ich mit den Folgerungen Wohlgschaffts in dieser Hinsicht an vielen Stellen nicht übereinstimme, möchte ich es nicht missen seine Biographie gelesen (leider immer noch nicht ganz) zu haben.


Helmut

andrea
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#44 Beitrag von andrea » 26. Mär 2006, 21:50

Ich habe zur Biografie auch schon mehrere Meinungen gelesen - lobende und weniger lobende. Es ist natürlich ausgesprochen schwierig, sich da ein Bild zu machen, das gebe ich gerne zu. Allerdings konnten mich die lobenden Ausführungen auch noch nicht wirklich überzeugen.

Ich schrieb: "fast ausschließlich theologisch...". Da sind sicher noch weitere Aspekte drin vertreten, wegen mir auch psychologische Sichtweisen, was auch immer. Aber ich bin mir wirklich nicht sicher, ob mir das in der Weise überhaupt gefällt. Davon abgesehen, hatte ich für Biografien generell noch nie viel übrig. Vielleicht liegt es auch daran. Sie sind mir möglicherweise nicht objektiv genug. Von daher wäre die datenauflistende Chronik wohl eher für mich geeignet.

Ob der Kritiker "erkennbar übelwollend" ist, weiß ich nicht. Er hat sich kritisch geäußert. So wie Du, Rüdiger, dich auch kritisch geäußert hast zum Jahrbuch.

Ciao

Hermesmeier

#45 Beitrag von Hermesmeier » 31. Mär 2006, 10:51

Für diejenigen, die es interessiert:

Pfarrer Wohlgschaft, der die Rezenion von Herrn Krauskopf 'schief' findet, hat im Stiftungsforum den "lieben Ralf" gebeten, seine Meinung dazu mitzuteilen. Ralf Harder, der sich erst kürzlich selbst in inhaltliche Differenzen zu Herrn Krauskopf begeben hat (Karl May im Ruhrgebiet), wird sich dazu sicher gewohnt unparteiisch zu Wort melden. Wer Spaß an solcherlei Kasperletheater hat und in den Stichwortgebereien des anonymen Pfarrer-Wohlgschaft-Fanclubs dorten wenigstens einen Unterhaltungswert sieht, dem sei der Rekord-Thread zur Wohlgschaft-Biografie in Harder's Inn anempfohlen.

Die Eitelkeit des sich selbst völlig überschätzenden Krankenhauspfarrers aus Günzburg hingegen berührt mich peinlich. Noch nie habe ich sehen müssen, dass jemand - öffentlich! - seine Bekannten oder Freunde auffordert, sich verteidigend für ihn/sie einzusetzen. Father Brown wäre von Chesterton vermutlich nach Tristan da Cunha verbannt worden.

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