KARL MAY & Co. Nr. 114

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Rüdiger

Re: KARL MAY & Co. Nr. 114

#31 Beitrag von Rüdiger » 7. Nov 2008, 10:41

Hermesmeier hat geschrieben:Ich bin ja nicht Dein Nachwächter, Rüdiger ...
Nach oder Nacht ? (Geht beides ...)

;-)

Meiner schon gar nicht, klar ...

;-)

Aber es war ("ich gebe Ihnen mein Ehrenwort") in keiner Weise despektierlich gemeint. Ich habe am Wochenende gerade wieder in den "Meistersingern" die Szene gesehen, wo nach allgemeinem Hauen und Stechen im zweiten Akt der Nachtwächter kommt und man froh ist, daß a Ruah is'. - Außerdem schreibst Du hier halt oft nachts.

;-)

*

Bei Amazon oder Aha-Buch, wo man die Versandkosten spart, kann man das Jahrbuch leider noch nicht bestellen.

Angel
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Re: KARL MAY & Co. Nr. 114

#32 Beitrag von Angel » 7. Nov 2008, 11:24

Rüdiger hat geschrieben:
Hermesmeier hat geschrieben:Ich bin ja nicht Dein Nachwächter, Rüdiger ...
Nach oder Nacht ? (Geht beides ...)

;-)

Meiner schon gar nicht, klar ...

;-)

Aber es war ("ich gebe Ihnen mein Ehrenwort") in keiner Weise despektierlich gemeint. Ich habe am Wochenende gerade wieder in den "Meistersingern" die Szene gesehen, wo nach allgemeinem Hauen und Stechen im zweiten Akt der Nachtwächter kommt und man froh ist, daß a Ruah is'. - Außerdem schreibst Du hier halt oft nachts.

;-)

*

Bei Amazon oder Aha-Buch, wo man die Versandkosten spart, kann man das Jahrbuch leider noch nicht bestellen.
Ach wie liebe ich Euere herrlichen Pointen, Zoten und Kalauer ...
Die zu lesen ist immer wieder wie ein frugales Mahl einzunehmen
Nach oder Nachtwächter? Macht doch gleich nen Nacktwächter daraus ... wär doch zur Abwechslung mal was ganz was Neues?
Nacktputzer gibt's doch auch schon ... wenn ich, um weiland Sammy Boy Hawkens zu zitieren, mich nicht irre ;-)))

Helmut
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Re: KARL MAY & Co. Nr. 114

#33 Beitrag von Helmut » 7. Nov 2008, 11:26

Und übrigens, das Karl-May-Jahrbuch 1928 ist neben oben erwähnten auch das "Nekrolog-Buch" für Sascha Schneider. Mindestens die Hälfte der sonstigen im Buch abgedruckten Bilder und Illustrationen stammt daher von ihm, und nirgends steht (ich habe es wenigstens bisher nicht gefunden) von wem das Deckelbild ist. Sonst hätte ich das schon geschrieben, aber so haben wir eben die Aufklärung durch die erlauchtest mögliche Stelle erhalten ;-) .


Helmut

markus
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Re: KARL MAY & Co. Nr. 114

#34 Beitrag von markus » 7. Nov 2008, 12:27

Hermesmeier hat geschrieben:Ich bin ja nicht Dein Nachwächter, Rüdiger ...

Übrigens ist das Heft-Cover - Zufall oder nicht - durchaus aktuell, weil nämlich gerade gestern das "Karl-May-Jahrbuch 1934" erschien - mit nur 74 Jahren Verspätung. Der Karl-May-Verlag wies übrigens im "Rest" darauf hin (warum eigentlich da?).
Warum da? Es ist der Rest, und der kommt jetzt. Sowas wie Reste essen. Schmeckt immer;-))

andrea
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Re: KARL MAY & Co. Nr. 114

#35 Beitrag von andrea » 7. Nov 2008, 14:16

Mir gefällt das Cover sehr gut. Schön arrangiert. Eine feine Abwechslung.
Na, dann freuen wir uns mal auf die Post. :-))

Christina
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Re: KARL MAY & Co. Nr. 114

#36 Beitrag von Christina » 9. Nov 2008, 16:15

Nicolas Finke hat geschrieben:... nächste Woche das Inhaltsverzeichnis veröffentlicht wird, ...
Tirilie...,dürften ja nur noch wenige Tage sein.
Bin gespannt und hoffe, dass der allzu schnell vergangene Festspielsommer noch etwas nachklingen darf.

Zum Cover: Es sei den Bücherfreaks gegönnt (gerade auch nach Abbildungen von Sander und Armbruster). :-)

n.f.
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Re: KARL MAY & Co. Nr. 114

#37 Beitrag von n.f. » 11. Nov 2008, 23:29

Nun aber:

Ende November erscheint die neue Ausgabe von KARL MAY & Co.:

KARL MAY & Co. Nr. 114 (November 2008) enthält auf 92 Seiten u.a. Texte von
  • Karl-Heinz Becker,
  • Jörg Bielefeld,
  • Reiner Boller,
  • Giesbert Damaschke,
  • Rolf Dernen,
  • Barbara Drucker,
  • Nicolas Finke,
  • Jenny Florstedt,
  • Henning Franke,
  • Wolfgang Hermesmeier,
  • Peter Krauskopf,
  • Michael Kunz,
  • Sven Margref,
  • Reinhard Marheinecke,
  • Helmut Moritz,
  • Ulrich Neumann,
  • Stefan Schmatz,
  • Kristin C. Schmeding,
  • Hartmut Schmidt,
  • Bernhard Tausch,
  • Tanja Trübenbach.
Das neue Inhaltsverzeichnis ist jetzt online.

Hermesmeier

Re: KARL MAY & Co. Nr. 114

#38 Beitrag von Hermesmeier » 11. Nov 2008, 23:49

Hmm. Jetzt, wo man das Cover vergrößert betrachten kann, frage ich mich, weshalb da ein Schutzumschlag für "In den Schluchten des Balkan" eine im wahrsten Sinne des Wortes tragende Rolle spielt. Ob im Heft eine tiefere Bedeutung ausgelotet wird? Ich behüte meine Schutzumschläge ja auch ... aber so ...?

HGS
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Re: KARL MAY & Co. Nr. 114

#39 Beitrag von HGS » 25. Nov 2008, 12:22

Hallo!

Das Magazin ist da. Erstes Durchblättern verspricht einen tollen Abend! Freu mich!

LG

andrea
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Re: KARL MAY & Co. Nr. 114

#40 Beitrag von andrea » 25. Nov 2008, 13:49

Da liegt man nichtsahnend mit einer "Freck" danieder (Erkältung), schnieft und hustet vor sich hin, da kümmt die Post und das neue Heft ist da. Das beschleunigt den Heilungsprozess ja ganz enorm... *hihi* Da geht´s mir doch gleich viiiiel besser.

markus
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Re: KARL MAY & Co. Nr. 114

#41 Beitrag von markus » 25. Nov 2008, 17:38

DRITTER!!!;-))

Bin schon ganz begeistert am blättern, später wird auch (bestimmt) begeistert drin geschmökert. Also auf den ersten Blick eine tolle Ausgabe, auch viel für Literaturfans drin.

Gute Besserung Andrea:-).

Gruß

Rüdiger

Re: KARL MAY & Co. Nr. 114

#42 Beitrag von Rüdiger » 25. Nov 2008, 23:00

Ich weiß ja nicht, an wen der Rezensent auf S. 40 unten rechts bei seiner geschliffen-scharfzüngigen Kurzanalyse in Sachen hartgesottene(r) Fan(s) Mayscher Texte gedacht hat und ihm oder ihnen auf diese Weise eine Art markigen Gruß mitgeben wollte, aber er möge, wie dem nun auch sei, freundlicherweise eine kleine Differenzierung erlauben; auch Hartgesottene (nicht alle, aber einige schon) vermögen ihre „allzu unkritische Bewunderung“ (die im übrigen gar keine solche sein muß, auch wenn sie vordergründig so erscheinen mag) durchaus einzugrenzen und variabel zu gestalten, nicht grundsätzlich kann davon ausgegangen werden, daß „das Leser-Ich sich dem Ich-Imago der Texte anverwandelt“, die Annäherungen werden, je nach konkretem Fall, mal mehr, mal weniger stark ausfallen, und daß „diese Melange mit dem Ich des Autors verwechselt“ wird, dürfte in dieser Reinform auch nicht auftreten, das wäre ja sozusagen noch schöner. Nein, es wird auch hier, wie überall, Teilüberschneidungen geben, mal mehr, mal weniger stark ausgeprägt. Auch die Melangeler (das ist eine freie Wortschöpfung, Frau D. gewidmet, nicht daß sie gleich wieder sagt das heißt wenn überhaupt dann ganz anders) werden, wenn über die Möglichkeit verfügend, sich des eigenen Verstandes oder gar der eigenen Wahrnehmung zu bedienen, in der Lage sein, jeweils frei und neu zu entscheiden, was ihnen gefällt und was nicht, wo sie dem Autor „folgen“ und wo nicht, wo sie Übereinstimmungen empfinden, und wo Distanz.

*

(Und die Sache mit dem vertrackten Kasus ist [sprachlich] bei Wollschläger geklaut, das riech' ich doch auf zehn Meilen gegen den Wind ..)

;-)

Rüdiger

Re: KARL MAY & Co. Nr. 114

#43 Beitrag von Rüdiger » 26. Nov 2008, 00:04

Bei Halef könne man nicht von Menschlichkeit sprechen, denn er sei eine Kunstfigur, lesen meine armen Augen auf S. 67 mitte rechts. Ich weiß nicht, ob sich die Schreiberin das selber so ausgedacht hat oder vielleicht einst den Worten eines phantasielos-drögen Literaturwissenschaftdozenten entnommen und fürs Leben Schwarz auf Weiß nach Hause getragen.

Halef ist menschlicher als Tausende von langweiligen Knalltüten, Armleuchtern und Halunken, die die Fußgängerzonen, Supermärkte, Kaufhäuser usw. usf. bevölkern und denen täglich zu begegnen sich leider kaum vermeiden lässt. Der Mensch Hadschi Halef Omar ist interessanter und liebenswürdiger als etliche oder auch sämtliche Nachbarn, Arbeitskollegen und sonstnochwer zusammen. An den Belangen und Geschicken Hadschi Halef Omars kann man deutlich mehr Anteil nehmen als an den ihren. Was mit ihm geschieht, kann einen berühren, was mit ihnen, muß es nicht.

„Ich suche einen Menschen“ hat der Mann in der Tonne gesagt, in Hadschi Halef Omar hätte er einen gefunden. Einen, der z.B. in Kauf nimmt, selber an der Pest zu verrecken, um seinen Freund nicht verlassen zu müssen. Und der sehr wohl alle menschlichen Schwächen als da z.B. wären Gier, Wut, Unbedachtheit, Hochmut, Selbstsucht usw. in sich hat und auslebt (bzw. nicht darum herum kommt), bevor er sie peu a peu hinter sich lässt. DAS ist ein Mensch, im Gegensatz zu Winnetou, dieser oft staubtrockenen, langweiligen und unrealistischen Projektionsfläche unter anderem für die Wünsche und Sehnsüchte möglicherweise erotisch zukurzgekommener und entsprechend verträumter innerlich junggebliebener Damen (nicht nur Old Shatterhand kann, wie auf S. 34 im Heft gut erkannt wurde, richtig gemein werden) [und Herren].

Und daß er (Halef) eigentlich ein Konglomerat von Wesensanteilen seines Autors ist, ist nebenbei bemerkt auch klar. Aber zwischen Buchdeckeln und im Geiste seines Autors und geneigter Leser wird er als Wesen lebendig. Lebendiger als mancher andere, der leider tagtäglich um einen herumhampelt.

markus
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Re: KARL MAY & Co. Nr. 114

#44 Beitrag von markus » 26. Nov 2008, 01:12

Rüdiger hat geschrieben:Halef ist menschlicher als Tausende von langweiligen Knalltüten...die die Fußgängerzonen, Supermärkte, Kaufhäuser usw. usf. bevölkern und denen täglich zu begegnen sich leider kaum vermeiden lässt.
Ach, du kennst mich privat...? *Staun* ;-))

Halef ist schon sehr menschlich, aber du hast auch Hobbel-Frank vergessen. Überhaupt finde ich die "Nebendarsteller" im Karl-May-Universum wesentlich interessanter, als die großen Überhelden, dicken Mackern, Halbgöttern wie Old Shatterhand, Winnetou, Kara Ben Nemsi und Old Firehand. Obwohl ich Halef nicht grade zum gemeinen Fußvolk zählen würde. Anfangs vieleicht schon, aber seine Karriere geht steil nach oben.
Im Grunde ist er doch der eigentliche, wahre Held in Karl May´s Werk. An ihm wird doch als einzigen Protagonisten der Weg von Ardistan nach Dschinistan aufgezeigt, wenn man so will. Viele andere wie Old Shatterhand/Kara Ben Nemsi und Winnetou sind ja schon oben, andere schaffen es nie sich zu erheben.
Somit hat Rüdiger mit Sicherheit Recht wenn er sagt:
Rüdiger hat geschrieben:...der sehr wohl alle menschlichen Schwächen als da z.B. wären Gier, Wut, Unbedachtheit, Hochmut, Selbstsucht usw. in sich hat und auslebt (bzw. nicht darum herum kommt), bevor er sie peu a peu hinter sich lässt. DAS ist ein Mensch...

Helmut
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Re: KARL MAY & Co. Nr. 114

#45 Beitrag von Helmut » 26. Nov 2008, 09:43

Wenn eine "literarische Gestalt" keine Kunstfigur ist (denn sie ist ja vom Schriftsteller - woher auch immer - "künstlich" (meistens in seinem Gehirn oder "Gemüt") erschaffen worden), und daher natürlich auch nicht menschlich; dann weiß ich ab sofort nicht mehr, was eine Kunstfigur ist.
Dass diese litararische (Kunst-)figur bis ins kleinste hinein vollkommen anschaulich menschlich (mit allen Stärken und Schwächen) geschildert ist, bleibt davon (aber auch wirklich) vollkommen unbenommen.
Also keine Widersprüche konstruieren, wo es eigentlich keine gibt,

bittet
Helmut

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