Karl May in Gefahr

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Elbefreund
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Karl May in Gefahr

#1 Beitrag von Elbefreund » 19. Jun 2019, 19:41

Und wieder einen Angriffspunkt gefunden: Die Karl-May-Festspiele
„Kolonialistisch“ sei das, klischeehaft und wirklichkeitsfern.
„Es schadet, dass ausschließlich ein fiktionales Bild vom Indianer wiederholt vervielfältigt wird und unsere reale Vorstellung prägt."(Bild)
Die Frau, die das findet, ist Mita Banerjee, Professorin für Amerikanistik am „Obama Institute for Transnational American Studies“ in Mainz. Sie will die Festspiele zwar nicht abschaffen, aber politisch korrigieren. Und an anderer Stelle im Net las ich dazu: Die reine ungetrübte Freude ist heute nicht mehr politisch korrekt.

silbersee
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Hier mal der Original-Artikel

#2 Beitrag von silbersee » 20. Jun 2019, 11:04

Anlässlich der Karl-May-Festspiele: „Rothaut“ Winnetou - geht das heute eigentlich noch?
Elspe/Bad Segeberg
https://rp-online.de/panorama/deutschla ... d-39455633
(Artikel vom Admin gelöscht - Urheberrechtsverletzung)
Ich verstehe nicht, was bei Quellenangabe (ea handelt sich um einen "schnöden" dpa-Artikel) Urheberrechtsverletzung ist...
Zuletzt geändert von silbersee am 21. Jun 2019, 13:17, insgesamt 1-mal geändert.

Elbefreund
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Re: Karl May in Gefahr

#3 Beitrag von Elbefreund » 20. Jun 2019, 21:07

Nach den sprachlichen Angriffen auf Pipi Langstrumpf u.a. war fast zu erwarten, dass irgendwann auch Karl May ins Kreuzfeuer gerät. Ob die pseudowissenschaftlichen Betrachtungen der Dame zum Allgemeingut werden, hängt einzig und allein davon ab, ob wir es akzeptieren.

allwanderer
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Re: Karl May in Gefahr

#4 Beitrag von allwanderer » 30. Jun 2019, 12:30

Manche übertreiben es einfach!
Wenn sogar einige Kitas Kindern zum Fasching verbieten im Indianerkostüm zu erscheinen, war es nur eine Frage der Zeit, dass auch Karl May in den Fokus der "Politisch Korrekten" gerät.
Da hilft nur gelassen zu bleiben und wenn es einem "zu bunt" wird , den Mund aufzumachen.

Al-No
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Re: Karl May in Gefahr

#5 Beitrag von Al-No » 11. Jul 2019, 10:27

allwanderer hat geschrieben:Manche übertreiben es einfach!
Wenn sogar einige Kitas Kindern zum Fasching verbieten im Indianerkostüm zu erscheinen, war es nur eine Frage der Zeit, dass auch Karl May in den Fokus der "Politisch Korrekten" gerät.
Da hilft nur gelassen zu bleiben und wenn es einem "zu bunt" wird , den Mund aufzumachen.
Nach meinem Wissensstand hat das nur eine Kita in Hamburg so gemacht und dann wurde es von wütenden Kommentatoren hochgejazzt. So ähnlich wie beim angeblichen Laternenfests anstelle des Martinsfests.

Zum Artikel auf RP-online: Was ich etwas schade finde, ist, dass ich unter den Leserkommentaren darunter auch drei, vier Klagen über "poltical Correctness" und über schlimm empfundene Verhältnisse in Deutschland gefunden habe. Der Artikel stellt Thesen von zwei Forscherinnen vor und dann kommen Gegenargumeten von Befragten. Beide Seiten dürfen dass und ich sehe nicht, dass dort jemand Schaum vor dem Mund. Einfach ein höflicher Argumentenaustausch. Die Vorgehensweise halte ich für vorbildlich.

Inhaltlich finde ich die zitierten Äußerungen der beiden Forscherinnen durchwachsen: Klischeehafte Darstellungen sind schon richtig, aber im Bezug auf die Inidaner durch Karl May bzw. seine Darsteller nicht beleidgend gemeint. Die Indianer werden nicht als schlechte Menschen dargestellt. Kritischer sehe ich Karl Mays Schwarzen-Charakterisierungen.
Wenn der Begriff "Rothaut" früher (in den USA) üblich war, würde ich ihn heute nicht aus den Geschichten. Ob die Indianer sich selbst damals auch als "rot" bezeichent habem, übersteigt meinen Wissenstand. Bei Karl-May-Spielen nehme ich den Begriff "Rothaut" auch nur als Beleidigung aus dem Mund von Antagonisten wahr.

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